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„Halali“ in Torfhaus muss wohl abgerissen werden

Beim „Halali“-Brand ist ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Das Restaurant muss laut Geschäftsführer voraussichtlich abgerissen werden.  Foto: Neuendorf

Beim „Halali“-Brand ist ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Das Restaurant muss laut Geschäftsführer voraussichtlich abgerissen werden. Foto: Neuendorf

Torfhaus. Einen Tag, bevor das Restaurant „Halali“ auf Torfhaus am Montag nach der Corona-bedingten Schließung öffnen sollte, hat ein Großbrand es größtenteils zerstört (GZ berichtete). Schnell ging die Polizei von einem Sachschaden in Höhe von mehreren Millionen Euro aus. Ein niederschmetterndes Urteil verkündet auch Tom Hüttenmeister, Geschäftsführer der Torfhaus Harzresort GmbH: „Das Halali wird aller Voraussicht nach abgerissen.“

Donnerstag, 14.05.2020, 15:39 Uhr

Noch bevor er am Sonntag bei Facebook seine Bestürzung über das Ereignis ausdrücken konnte, sah sich das Restaurant dort mit allerhand Spekulation nach dem Motto „Warmer Abriss, warme Sanierung“ konfrontiert. Dabei hätte es für das Torfhaus Harzresort keinen ungünstigeren Zeitpunkt für einen Brand geben können: Das Team habe eingekauft und sei sogar vor Ort gewesen, um die Neueröffnung vorzubereiten. „Gott sei Dank ist niemand von unseren Mitarbeitern verletzt worden. Ein besonderer Dank gilt den Einsatzkräften der Feuerwehr und der Polizei“, schreibt Hüttenmeister dazu auf Facebook. Die Brandursache ist weiterhin unklar. Die Ermittler und Sachverständigen erstellen jedoch zurzeit ein Gutachten, wie Polizeisprecher Tim Holzhausen sagt.

Ein paar Tage nach dem Feuer blicken die Gesellschafter in die Zukunft. „Torfhaus Harzresort ist sowohl gegen die gesetzlich verordnete Corona-Schließung als auch gegen den Brandschaden gut versichert“, heißt es in einer Pressemitteilung. Oberstes Ziel sei es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern. Die Geschäftsführung arbeite auf Hochtouren, eine Interimslösung als Ersatz für das „Halali“ zu finden.

„Zusammen mit Küchenchef Thomas Barth, Restaurantleiter Stefan Schott und dem gesamten Team wollen wir so schnell als möglich wieder für eine optimale Versorgung unserer Resortgäste sorgen. Ebenso soll das Halali möglichst bald wieder aufgebaut werden“, wird die Geschäftsführung deutlich.

Sie wolle den Standort Torfhaus stärken und plane derzeit weitere erhebliche Investitionen. „In dieser für uns sehr schweren Zeit bitten wir daher die Politik und die Verwaltung der Berg-und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld und des Landkreises Goslar um ihre volle Unterstützung, damit wir unsere Planungen auf Torfhaus entsprechend kurzfristig umsetzen können“, appelliert Sebastian Lüder, Geschäftsführer des Hauptgesellschafters.

Das Berghotel sowie die 46 Ferienhäuser waren nicht von dem Brand betroffen und sind nach den Hygieneregeln und Auflagen geöffnet. Ebenfalls ist die weitere Gastronomie „Bavaria Alm“ auf Torfhaus in Betrieb, die auch von Resortgästen und Tagestouristen genutzt werden kann.

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