Fußball ist das Metier des SV Schladen
1958 war die Mannschaft des SV Schladen Bezirksmeister. Das historische Foto dokumentiert den Erfolg. Repro: Hohaus
Schladen. Der SV Schladen feiert sein 100-jähriges Bestehen. Für den morgigen Samstag wird zu einer „Rot-Weißen“ Nacht, Sonntag zum Frühschoppen und für den 24. bis 29. Juli zu einer Sportwoche eingeladen.
Schladen. Der SV Schladen feiert sein 100-jähriges Bestehen. Für den morgigen Samstag wird zu einer „Rot-Weißen“ Nacht, Sonntag zum Frühschoppen und für den 24. bis 29. Juli zu einer Sportwoche eingeladen.
Am 22. April 2018 gründeten 22 Männer im Gasthaus Thon „Am Weinberg“ den Fußball-Club „Eintracht“. Paul Wacker wurde 1. Vorsitzender, Wilhelm Rabe Kassierer und der spätere Gemeindedirektor (1949 bis 1976) Adolf Reinecke Schriftführer. Das erste Spiel am 27.Mai verlor das Team gegen Union Vienenburg mit 1:5, gespielt wurde gegenüber dem evangelischen Friedhof.
Im Jahr 1922 folgte ein Ortswechsel zum Gemeindesportplatz im Bereich Hammelkring. Die Nutzung erfolgte im wöchentlichen Wechsel mit dem „MTV Jahn“. Der ältere MTV hatte auch eine Fußballabteilung, gab diese jedoch zugunsten des SV auf, damit im Ort keine unnötige Konkurrenz herrschte.
Beide Vereine überdauerten den Nationalsozialismus in einer Zwangsgemeinschaft namens „Gemeinschaft für Leibesübungen“- GfL. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte die Struktur in Schladen – ein Turn- und ein Fußballverein – wieder auf. Der 19.November 1957 war ein historischer Tag für den SV: Der Platz „Im Hammelkring“ wurde gekauft. Der sogenannte B-Platz fiel weg, und der eigentliche Platz wurde nach Osten bis an die heutige Jahnstraße verschoben. Schon zuvor, im September, war das Sport- und Jugendheim eingeweiht worden. Im Oktober 1968 installierte der Verein eine Flutlichtanlage am Platz, 1983 erhielt die Rasenfläche einen neuen Unterbau. Es folgten viele Bauprojekte wie eine Garage, eine neue Toilettenanlage im Sportheim, die Erneuerung des Kabinentrakts und 2009 die Umstellung der Heizung auf Pellets und eine Solaranlage. Pächter des Sportheimes seit März 2017 ist „Schimmel“ Thomas Bracke.
Neben der Fußballabteilung gibt es heute noch eine Tischtennisabteilung (1943 von Franz Eberstein und Albert Mackowiak gegründet). Die Box- und die Schachabteilung gibt es nicht mehr. In den vergangenen 75 Jahren gab es zahlreiche Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene. Höhepunkt des Jahres ist seit 1970 das bezirksoffene Turnier, dessen „Seele“ seit 48 Jahren Klaus-Peter „Paule“ Vergin ist. Zwei ehemalige Jugendspieler, Uwe und Matthias Hain, schafften es bis in die 1. Bundesliga. Der prägendste 1. Vorsitzende der jüngeren Geschichte war (1972 bis 1998) Wolfgang Laas. Aktuell im Vorstand sind Jürgen Stellmach (1. Vorsitzender), Lutz Bertram (2. Vorsitzender), Michael Plumenbohm (Kassenwart), Hartmut Kawlath (Schriftführer), Reinhard Kihsmehl (Jugendwart), Marco Hütten (Fußballobmann) und Martin Liekefett (Tischtennisobmann).