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Fürs Brot im Korb kommt Geld in den Umschlag

<p>Maik Jankowsky, Gerd Niehus, Ullrich Krusche, Rosemarie Prien und Kai Schürholt (v.li.) stellen die Kindertaler-Aktion mit einem wahren Riesen-Modell vor. Foto: Heine</p>

<p>Maik Jankowsky, Gerd Niehus, Ullrich Krusche, Rosemarie Prien und Kai Schürholt (v.li.) stellen die Kindertaler-Aktion mit einem wahren Riesen-Modell vor. Foto: Heine</p>

Goslar. Bürgerstiftung und Dehoga starten am 5.Mai die Aktion Kindertaler, mit der bis Ende September Spenden für besondere Projekte gesammelt werden sollen. Diese sollen dem Nachwuchs zugute kommen.

Von Frank Heine Freitag, 29.04.2016, 14:16 Uhr

Die Grundidee ist eigentlich simpel, die Wirkung hoffentlich segensreich: Wenn jeder Gast für das Brot, das er in vielen Restaurants im Körbchen ohnehin meist gratis auf den Tisch gestellt bekommt, eine Summe seiner Wahl in einen kleinen Umschlag steckt und das Geld via Gastronom der Bürgerstiftung zukommen lässt, dürfte am Ende vielen Kindern in Goslar und Umgebung sehr geholfen sein.

Vorstand Gerd Niehus und Vize Ullrich Krusche haben gemeinsam mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) eine gedankliche Anleihe in Braunschweig genommen. In der Löwenstadt erzielten 13 Gaststätten zwischen Mai und Juni rund 14.000 Euro mit dieser Aktion. Diese Summe, so sind Kai Schürholt, Rosemarie Prien und Maik Jankowsky vom Dehoga überzeugt, sollte doch zu toppen sein, wenn sich auf Goslarer Stadtgebiet von Himmelfahrt (5. Mai) bis Ende September bisher 17 Teilnehmer dem Projekt verschreiben, das auf den Namen „Goslarer Kindertaler“ getauft ist. Wer noch mitmachen möchte: Die Organisatoren nehmen gern noch Anmeldungen entgegen.

Wer profitiert? Ein Teil des Geldes fließt in die Verkehrserziehung. Gemeinsam mit der Verkehrswacht wird Kindern im Grundschulalter laut Niehus zum einen in Theorie und Spiel die meist unterschätzte Länge eines Bremsweges demonstriert. Mit dem Programm „Move it“ werden zum andern Kita-Kinder durch Motorik-Förderung auf die Anforderungen des Straßenverkehrs vorbereitet. Der andere Teil des Erlöses kommt der musikalischen Früherziehung zugute. Die Kreismusikschule ist der zweite Partner. In der Restaurant-Praxis wird dem Gast die Aktion erklärt. Ab 20 Euro ist sogar das Ausstellen einer Spendenquittung möglich. Das Brot kommt vor dem Essen und ist deshalb laut Schürholt auch keine Konkurrenz zum späteren Trinkgeld fürs Personal. Ansonsten wäre der „Kellner sicherlich der natürliche Feind des Kindertalers“, sagt Schürholt augenzwinkernd – und das soll er nun wirklich nicht sein.

Bislang sind dabei: Klosterkrug Wöltingerode, Hotel Niedersächsischer Hof, Hotel Walpurgishof (Hahnenklee), Tim’s 5 Tageszeiten, Schiefer, Hotel Kaiserworth, Brauhaus, Butterhanne, Trüffel, Bug A Boo, Down under, Schwarzes Schaf, Hotel Der Achtermann, Maltermeister Turm, Da Antonio im Förderturm, Da Enzo und Rigoletto.

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