Flüchtender Wagen fährt auf Polizisten zu
Beide Männer sowie ein 34-Jähriger, der in Tatortnähe gestellt wurde, kamen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Ein nächtlicher Einbruchsversuch in Lüneburg eskaliert: Es gibt eine riskante Flucht, einen Warnschuss und beschlagnahmte Beweise.
Lüneburg. Ein 19-Jähriger soll in Lüneburg nach einem Einbruchsversuch mit einem Auto auf zwei Polizisten zugefahren sein. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Ein Beamter habe einen Warnschuss in die Luft abgegeben. Die beiden Polizisten hätten sich mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.
Zuvor hatten drei Männer nach bisherigen Erkenntnissen gegen 23.30 Uhr versucht, an einem Sportplatz einen Aufsitzrasenmäher zu stehlen. Dafür hätten sie ein Metalltor aufgedrückt. Als Einsatzkräfte eintrafen, seien zwei Verdächtige mit einem Auto geflüchtet, ein weiterer zu Fuß.
In Höhe einer nahegelegenen Sporthalle sei der flüchtende Wagen auf zwei Beamte zugefahren. Trotz Aufforderungen anzuhalten habe der Fahrer beschleunigt und auf die Polizisten zugehalten, teilte die Polizei mit.
Beim Beifahrer finden die Beamten ein Einhandmesser
Das Fahrzeug sei später gestoppt worden. Der 19 Jahre alte Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Bei dem 20-jährigen Beifahrer fanden die Beamten den Angaben zufolge ein Einhandmesser im Hosenbund. Beide Männer sowie ein 34-Jähriger, der in Tatortnähe gestellt wurde, kamen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.
Im Auto stellten die Ermittler nach eigenen Angaben Werkzeuge und Handschuhe sicher. Diese sowie das Fahrzeug wurden beschlagnahmt. Die weiteren Ermittlungen erfolgen in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg.