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Feuer an der Roßtrappe ist gelöscht

Zwei Hubschrauber waren im Einsatz und warfen aus der Luft Löschwasser ab.

Zwei Hubschrauber waren im Einsatz und warfen aus der Luft Löschwasser ab.

Thale. Der Großbrand im Bodetal ist gelöscht. Zweieinhalb Tage lang waren jeweils 60 bis 70 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Flammen an der Steilwand zu bekämpfen. Der Brand war am Pfingstmontag gegen 16 Uhr entdeckt worden. Gestern gegen 10.30 Uhr konnte die Feuerwehr endlich melden: Feuer aus.

Mittwoch, 03.06.2020, 18:28 Uhr

Thale. Der Großbrand im Bodetal ist gelöscht. Zweieinhalb Tage lang waren jeweils 60 bis 70 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Flammen an der Steilwand zu bekämpfen. Der Brand war am Pfingstmontag gegen 16 Uhr entdeckt worden. Am Mittwoch gegen 10.30 Uhr konnte die Feuerwehr endlich melden: Feuer aus.

Gebrannt hatte eine Fläche von rund 7000 Quadratmetern. Die Löscharbeiten an der steilen Felswand waren ausgesprochen schwierig, die Feuerwehrleute konnten den Brandort kaum erreichen, zwei Hubschrauber, die Löschwasser abwarfen, unterstützten die Einsatzkräfte.

Außerdem erhielten die Feuerwehrleute Hilfe vom Technischen Hilfswerk: Die THW-Ortsgruppen Quedlinburg und Oschersleben rückten aus, letztere bauten vor Ort einen Zusatzbehälter für Löschwasser auf. „Die Landwirte haben uns geholfen, Löschwasser hochzutransportieren“, sagt Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse. Rund sechs Kilometer Schläuche habe die Feuerwehr verlegen müssen. Allein in der Nacht zu Mittwoch spritzten die Feuerwehren rund 60.000 Liter Wasser auf die Steilwand.

Im Einsatz waren alle Freiwilligen Feuerwehren aus der Stadt Thale, außerdem die Feuerwehr Blankenburg und die Drohnengruppe der Feuerwehr Liebenburg. Alarmiert wurde auch die Berufsfeuerwehr Magdeburg, die dann aber aus technischen Gründen doch nicht zum Einsatz kam.

Sehr geärgert hat sich Kreisbrandmeister Lohse über eine Familie mit Kindern, die plötzlich vor Ort auftauchte. „Die wollten sich mal angucken, wie das so läuft. Wir mussten sie dann nachdrücklich aus dem Bodetal verweisen.“ Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Nach Auskunft von Uwe Becker, Pressesprecher des Polizeireviers Harz, wird derzeit geprüft, ob auf dem 80 Grad steilen Gelände überhaupt eine Brandursachen-Ermittlung möglich ist. Ein Polizeibeamter war am Mittwoch vor Ort und nahm das Gelände in Augenschein. Außerdem gibt es zahlreiche Luftaufnahmen, die die Polizei daraufhin untersuchen will, ob ein bestimmter Brandherd erkennbar ist. Näheres dazu wird die Polizei aber erst heute oder in den kommenden Tagen sagen können.

Feuerwehrleute aus Thale gestern bei den Aufräumarbeiten. Den Löschwasserbehälter stellte das Technischen Hilfswerk zur Verfügung.  Fotos: Feuerwehr Thale

Feuerwehrleute aus Thale gestern bei den Aufräumarbeiten. Den Löschwasserbehälter stellte das Technischen Hilfswerk zur Verfügung. Fotos: Feuerwehr Thale

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