Fehlentwicklungen bei Asklepios beklagt
<p>Ulrich Heinemann</p>
Goslar. Die Leitung der Asklepios-Harzkliniken müsse „in allen Standorten“ Mitarbeiter und Patienten „vor weiteren Belastungen und Fehlentwicklungen schützen“. Das mahnt Ulrich Heinemann an, Sprecher des Arbeitskreises Krankenhäuser der Seniorenvertretungen in Stadt und Kreis Goslar.
Goslar. Die Leitung der Asklepios-Harzkliniken müsse „in allen Standorten“ Mitarbeiter und Patienten „vor weiteren Belastungen und Fehlentwicklungen schützen“. Das mahnt Ulrich Heinemann an, Sprecher des Arbeitskreises Krankenhäuser der Seniorenvertretungen in Stadt und Kreis Goslar.
Heinemann bezieht sich auf einen GZ-Bericht über die angespannte Situation der Pflege vor allem im Krankenhaus Goslar, aber auch in Seesen. Der Harzkliniken-Betriebsrat in Goslar hatte Alarm geschlagen, weil er wegen der dünnen Personaldecke die Gesundheit von Patienten, aber auch Mitarbeitern in Gefahr sieht. Tägliche Arbeiten könnten oft nicht sichergestellt werden.
„Dies deckt in allen Belangen unsere Informationen im Rahmen des Arbeitskreises“, sagt Heinemann. Patienten und deren Angehörige würden sich „leider meistens nicht trauen, ihre Sorgen bei der Behandlung in Goslar und Seesen weiter verfolgen zu lassen“. Heinemann schätzt die Situation ebenfalls als dramatisch ein. Allein das Krankenhaus in Bad Harzburg „konnte bisher seinem guten Ruf gerecht werden“, meint der Seniorensprecher.
„Würde der medizinische Dienstder Krankenkassen in den Asklepios-Kliniken unangemeldete Kontrollen durchführen, wie sie in Senioren- und Pflegeheimen üblich sind, sehe ich große Probleme auftauchen.“ Der Seniorenvertreter bezeichnet die Situation der Pflege in Clausthal-Zellerfeld ebenfalls als belastend. In den Harzkliniken sollten nicht nur Profit und Kulturveranstaltungen im Vordergrund stehen. Um Personalfluktuation und Abwanderung zu stoppen, müsse unverzüglich gehandelt werden, betont er und formuliert damit einen Appell an die Harzkliniken-Geschäftsführung. Heinemann befürchtet, dass ansonsten Patienten auf andere Krankenhäuser ausweichen würden.
Die Klinikleitung hatte die Stellungnahme des Betriebsrates vehement als unzutreffend zurückgewiesen und auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket verwiesen. In einem Mitarbeiterbrief wurden in dieser Woche Betriebsrat und GZ kritisiert. siehe auch Logbuch S. 4