Erpressung per E-Mail
Harz. Erpresser-Mails, die bundesweit auftauchten, werden in jüngerer Zeit auch verstärkt im Landkreis Goslar registriert. In der Polizeiinspektion Goslar ist von einer „neuen Welle“ die Rede. Die unbekannten Absender verlangen von den Empfängern Geldbeträge von meist600 Euro oder sogenannte Bitcoins, ein digitales Zahlungsmittel.
Auf ihre Opfer üben die Täter Druck aus, indem sie behaupten, sie könnten beweisen, dass diese sich im Internet Pornoseiten anschauen. In anderen Varianten heißt es, es gebe anzügliche Fotos. In Goslar sollen sogar einige Polizisten entsprechende Erpressermails erhalten haben.
Seit Januar wurden der Polizeiinspektion in Goslar 13 solcher Fälle angezeigt, von Mai bis Dezember 2018 sind es sieben Anzeigen gewesen. Die Polizei geht indes von einer hohen Dunkelziffer aus. Viele Betroffene würden sich aus Scham nicht an die Polizei wenden.
Dass Geld überwiesen wurde, ist der Polizei nicht bekannt. Zudem liegen keine Anhaltspunkte vor, dass tatsächlich Computer gehackt wurden, um an private Fotos oder anderes Datenmaterial zu gelangen, teilt die Polizei auf Anfrage mit.