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Einer von Goslars berühmtesten Söhnen

Jens Liesenberg und Christina Lüdtke-Dittmar (v.li.) sowie Ullrich Krusche (re.) flankieren Dr. Otmar Hesse und Anne-Kathrin Feldhoff.  Foto: Heine

Jens Liesenberg und Christina Lüdtke-Dittmar (v.li.) sowie Ullrich Krusche (re.) flankieren Dr. Otmar Hesse und Anne-Kathrin Feldhoff. Foto: Heine

Goslar. Mit dem in Goslar geborenen Adolf Grimme und der nach ihm benannten Gesamtschule in Oker befasst sich der siebte Band aus der Reihe Goslarsches Forum, der druckfrisch erschienen ist.

Von Frank Heine Freitag, 06.05.2016, 16:31 Uhr

Goslars Partnerstädte waren ebenso bereits Thema wie die salischen Kaiser oder die Reformation in der Reichsstadt. Der siebte Band aus der Reihe Goslarsches Forum beschäftigt sich jetzt mit einem Sohn der Stadt, dessen Name allein schon wegen des nach ihm benannten Fernsehpreises bundesweit ein Begriff ist. „Adolf Grimme und die Adolf-Grimme-Gesamtschule“ heißt die jüngste Veröffentlichung im Verlag der Goslarschen Zeitung.

Nach bewährtem Muster hat die Bürgerstiftung das Erscheinen unter ihrem Dach ermöglicht. „Ein kleines Buch, ein großes Werk“, brachte es Vize Ullrich Krusche bei der Vorstellung auf den Punkt. Dr.Otmar Hesse, ehemaliger Goslarer Oberbürgermeister und zum Jahreswechsel aus dem Stiftungsvorstand ausgeschieden, beschäftigt sich als Autor kenntnisreich mit der Vita des in Goslar geborenen Schulreformers, Kultusministers und Rundfunk-Generaldirektors. Große Unterstützung fand er unter Grimmes Nachkommen. So stammt aus dem Fundus des Enkels Peter Zylmann das bisher unveröffentlichte Bildmaterial. Das Geleitwort für den Band hat Vize-Kanzler Sigmar Gabriel beigesteuert, der einst auch bei der Namensgebung der Schule unter den Gästen weilte. Enkel Zylmann wird am 1.Juni zur Präsentation des Bandes in der Adolf-Grimme-Gesamtschule (AGG) in Oker erwartet.

Dort kennt sich Anne-Kathrin Feldhoff bestens aus. Sie war jahrzehntelang engagierte Vorkämpferin für eine Goslarer Gesamtschule und bis zur Pensionierung selbst Lehrerin in Oker. Sie beschreibt Entstehen und Aktivitäten der Einrichtung und lobt darüber hinaus Grimme vor allem für dessen pädagogische Leistungen – etwa als jenen Mann, der die Prügelstrafe an den Schulen abschaffte.

Für die AGG zeigten Direktor Jens Liesenberg und Vize Christina Lüdtke-Dittmar Flagge. Zeitlicher Zufall, inhaltlich aber ein Kreis, der sich besser nicht hätte schließen können: Pünktlich zur Herausgabe des Buches, bemerkte Lüdtke-Dittmar, strahlte das ZDF am Donnerstagabend „Das Schicksal der Kinder von Aleppo – Neue Heimat Deutschland“ aus. Autor Marcel Mettelsiefen hatte 2013 im ersten Teil das Leben der Familie Qasmo im Film „Die Kinder von Aleppo“ festgehalten und den Grimme-Preis erhalten. Sein neuer Beitrag zeigte ganz viel Goslar, wo Mutter Hala mit ihren vier Kindern seit April 2015 wohnt. Die beiden Ältesten – Helen und Mohammed – besuchen die Adolf-Grimme-Gesamtschule.

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