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Ein Selbstläufer im Sommertraum

Noch bis Oktober lockt der Oberharzer Bergbauernmarkt jeden Donnerstagabend auf Zellerfelds „Grüne Meile“. Fotos: Stumpf

Noch bis Oktober lockt der Oberharzer Bergbauernmarkt jeden Donnerstagabend auf Zellerfelds „Grüne Meile“. Fotos: Stumpf

Clausthal-Zellerfeld. Halbzeit beim Bergbauernmarkt: „Läuft einfach nur super!“, freuen sich die Organisatoren Rainer Aschoff und Kathrin Reimann. Wen wundert’s bei diesem Sommerwetter. Von Mai bis Oktober lockt der Markt jeden Donnerstag in den Oberharz auf die „Grüne Meile“ in Zellerfeld, bummeln, shoppen, reichlich essen und trinken ist angesagt. Und auch das: Viele nette Leute treffen. Das Event am frühen Abend ist längst zu einem Selbstläufer geworden, Gäste kommen von nah und fern.

Von Beate Stumpf Sonntag, 05.08.2018, 18:17 Uhr

Clausthal-Zellerfeld. Halbzeit beim Bergbauernmarkt: „Läuft einfach nur super!“, freuen sich die Organisatoren Rainer Aschoff und Kathrin Reimann. Wen wundert’s bei diesem Sommerwetter. Von Mai bis Oktober lockt der Markt jeden Donnerstag in den Oberharz auf die „Grüne Meile“ in Zellerfeld, bummeln, shoppen, reichlich essen und trinken ist angesagt. Und auch das: Viele nette Leute treffen. Das Event am frühen Abend ist längst zu einem Selbstläufer geworden, Gäste kommen von nah und fern.

„Saisonbedingt warten an die60 Stände mit unterschiedlichsten Angeboten auf Kunden“, erklärt Aschoff. „Das ist das Prinzip.“ Also gibt es Erdbeeren und Spargel im Frühjahr, leuchtende Blumen und Beeren im Sommer, außergewöhnliche Kürbissorten und würzige Pilze im Herbst. Aber auch Keramik und Holzarbeiten, Werkzeug oder Klamotten. Kitsch und Krempel sind ebenso dabei – wohl nicht zur Freude aller. „Was hat das denn noch mit einem Bauernmarkt zu tun?“ fragt zum Beispiel Jürgen Bünger aus Fredelsloh, der an seinem Bio-Waren-Stand im dritten Jahr schon altdeutsche Kartoffeln und Apfelsorten verkauft. „Wir kommen eigentlich nur noch hierher, weil wir unsere Stammkunden bedienen wollen“, grummelt er.

Die Nachfrage potenzieller Standbetreiber sei jedoch groß, sagt Aschoff. „Wer schon lange dabei ist, hat halt einen Bonus bei der Vergabe. Und wir achten bei der Auswahl bei neuen Anbietern auf deren Ware. Fünf Marmelade-Stände, das geht halt nicht.“ Kathrin Reimann räumt ein, dass die leise Kritik bei der Auswahl der Stände „teilweise stimmt“. Die Organisation des Bauernmarktes samt musikalischem Rahmenprogramm als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) erfordere allerdings viel Aufwand. „Wenn wir wollten, hätten wir zum Beispiel sofort zehn Imbiss-Stände mehr. Aber genau das wollen wir ja verhindern.“ Und da einige Standbetreiber nicht jeden Donnerstag dabei sein wollten, müsse eben auch „mal aufgefüllt werden können“. Die Standgebühren richten sich übrigens je nach Angebot und Größe.

Zum ersten Mal dabei ist zum Beispiel Christian Zineker aus Altenau mit Kunsthandwerk aus origineller, farbenfroher Keramik. „Das lässt sich gut an“, sagt er. „Viele Leute bleiben stehen und gucken.“ Der Bauernmarkt sei eine wunderbare Werbeplattform für heimisches Handwerk. Das bestätigt sogar Harry Oberthür aus Bad Lauterberg, der mit einem anderen Sortiment lockt. Auch er hat seinen Stand im ersten Jahr in der Allee aufgebaut. Er will Rückenstützen für Sessel verkaufen. Kurzfristig werden die Sitzgelegenheiten von den Marktbesuchern gerne für kleine Pausen genutzt. „Angenehm, ne?“ Und schon hat der Verkäufer die Kunden an der Angel. Was auch bei der „Käsealm“ von Lea und Beni bestens funktioniert. Die selbst ernannten „Deutschlandbummler“ – eigentlich aus Österreich stammend – touren mit ihrem Stand von Hannover, Bremen, Braunschweig und Hamburg ungefähr alle vier Jahre auch in den Harz. „Immer wieder gut hier“, so ihre Erfahrung.

Und während man beim Weinstand von Christiane Kilian noch schnell das letzte, kühle Schörlchen ergattert, weil das Wasser ausgeht (nicht der Wein!), brummt es am Ende der Allee vor der Brauakademie auf dem Kunsthandwerkerhof. „Unglaublich schön ist diese Atmosphäre hier“, staunen Urlauber aus Süddeutschland. Na also, der Harz kann auch.

Im Angebot: die Super-Zucchini.

Im Angebot: die Super-Zucchini.

Gemüse und Obst vom Bio-Bauer.

Gemüse und Obst vom Bio-Bauer.

Ein kühles Helles und ein malziges Dunkles für Gäste im Hof der Brauakademie.

Ein kühles Helles und ein malziges Dunkles für Gäste im Hof der Brauakademie.

Besuch aus Helmstedt: gemütliche Pause für wackere Marktbummler.

Besuch aus Helmstedt: gemütliche Pause für wackere Marktbummler.

Ein Hingucker: Keramik aus Altenau

Ein Hingucker: Keramik aus Altenau

Käse aus Österreich gibt es bei Beni.

Käse aus Österreich gibt es bei Beni.

Rainer Aschoff

Rainer Aschoff

Kathrin Reimann

Kathrin Reimann

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