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Ein „Musterhaus“ für weitere Projekte

Die Frühstücksbar im Obergeschoss des „Echtzeit“-Hotels ist startklar: Ab morgen nehmen Hoteldirektorin Carolin Germanus und die Investoren Peter Menne und Kai Seela (nicht im Bild) die ersten Gäste in ihrem Haus in Empfang. Eine Eröffnungsfeier soll es zu einem späteren Zeitpunkt geben. Foto: Nachtweyh

Die Frühstücksbar im Obergeschoss des „Echtzeit“-Hotels ist startklar: Ab morgen nehmen Hoteldirektorin Carolin Germanus und die Investoren Peter Menne und Kai Seela (nicht im Bild) die ersten Gäste in ihrem Haus in Empfang. Eine Eröffnungsfeier soll es zu einem späteren Zeitpunkt geben. Foto: Nachtweyh

Braunlage. Weder als klassisches Hotel, noch als anonymes Appartmenthaus will sich „Echtzeit“ ins Angebot der Beherbergungsbetriebe einreihen. Morgen geht das neue „Hotelquartier“ an der Elbingeröder Straße an den Start. Erdacht, geplant und gebaut worden ist es vom Unternehmerduo Kai Seela und Peter Menne. Gut 4,5 Millionen Euro haben sie investiert.

Von Berit Nachtweyh Freitag, 30.08.2019, 14:42 Uhr

{picture1s} Die Hamburger Bauherren hatten sich die seit Jahrzehnten ruhende Brache einer ehemaligen Tankstelle im Herzen Braunlages für ihr Vorhaben ausgeguckt und sehen ihre Pläne nach gut zwei Jahren Bauzeit umgesetzt: „Es ist genau so geworden, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Peter Menne. Andersartig soll das Gebäudeensemble nicht nur von außen wirken, sondern auch von innen sein. Gestaltung und Konzept aus einem Guss – so die Idee. „Echtzeit“ will optisch den Zeitgeist treffen und zugleich eine Atmosphäre „familiärer Wärme und ein Du-Gefühl“ vermitteln. Das ist wörtlich zu nehmen: Das konsequente „Du“ gehört zum Stil des Hauses.

Manches könnte für den traditionellen Harz-Gast durchaus ungewöhnlich sein, wissen Peter Menne und Hoteldirektorin Carolin Germanus. Doch zum einen wollen sie mit „Echtzeit“ eine neue Gästeklientel ansprechen und damit zum anderen das Image einer Harzreise in den Köpfen etwas aufpolieren helfen. Als Urlaubsdestination sei der Harz auf einem guten Weg, findet der Hamburger Unternehmer. Aber der „Schritt über den Berg“ müsse erst noch getan werden.

Dass es in Braunlage und Umgebung inzwischen noch andere Anbieter gibt, die „qualitätsbewusste, designaffine und aktive Gäste aus dem urbanen Umfeld“ ansprechen wollen, sieht Menne keineswegs als Konkurrenz, sondern als Bestätigung der eigenen Idee. „Die Entwicklung, die der Harz seit einigen Jahren nimmt, muss sich jetzt verstetigen“, sagt er. Dazu zähle aus seiner Sicht mehr als der Bau von schicken Häusern und Wohnungen: „Wir wollen auch Gastgeber sein.“

In elf Appartments, vier Studios und fünf Lodges können die „Echtzeit“-Gäste unabhängig logieren, das Obergeschoss ist als Lounge mit Frühstückstresen, Sitz-, Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten eingerichtet worden. Ein junger Koch aus Clausthal-Zellerfeld kümmert sich jeden Morgen ums Frühstück (für das sich auch aushäusige Gäste anmelden können) und bestückt die Gästeküche mit einer Auswahl an frisch gekochten Speisen, an denen sich jeder bedienen kann. Eine öffentliche Gastronomie hat das Haus nicht.

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Sieben Mitarbeiter gibt es zum Start. Der Auswahl-Prozess habe etwas gedauert, räumt Menne ein. Denn auch die Mitarbeiter müssen zum Konzept des Hauses passen: locker, aber professionell. Für Peter Menne und seinen Kompagnon Kai Seela ist ihr Hotelquartier eine Art „Musterhaus“. Auf der Basis dieser Erfahrungen sind weitere Projekte in Planung – und das schon bald.

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