Zähl Pixel
GZ-Archiv

Ein Krimi mit ganz viel St. Andreasberg

Gespannt warten das Filmteam und viele St. Andreasberger auf den „Harten Brocken“.

Gespannt warten das Filmteam und viele St. Andreasberger auf den „Harten Brocken“.

St. Andreasberg. Im vergangenen Jahr wurde in St. Andreasberg ein Krimi gedreht, am Samstag läuft er im Fernsehen. Die Mitwirkenden durften ihn sich aber schon einmal im Vorfeld anschauen.

Sonntag, 01.03.2015, 18:30 Uhr

So gut gefüllt wünscht man sich das St. Andreasberger Kurhaus natürlich immer. Der Andrang am vergangenen Freitagabend war groß. Klar, denn der ARD-Krimi „Harter Brocken“, der als Vorpremiere gezeigt wurde, machte sie alle neugierig: die zahlreichen bergstädtischen Komparsen genau wie jene, die die Dreharbeiten im vergangenen Jahr aus der Nähe oder auch nur aus der Ferne beobachtet hatten.

Und es sei vorweg gesagt: Da gab es wohl niemanden im nahezu voll besetzten Kurhaus, der nicht begeistert gewesen wäre. Denn der Harz-Krimi „Harter Brocken“, dessen Titel eigentlich nur auf den höchsten Berg des Harzes anspielt, lässt wenig, aus der Sicht der Andreasberger vermutlich keinerlei Wünsche offen.

Eigentlich kein Wunder, wenn zwei Klasseleute wie Holger Karsten Schmidt, der Buchautor, und Stephan Wagner, der Regisseur, beide bekannt durch den Grimmepreis-gekürten Krimi „Mord in Eberswalde“, ein Thema anpacken. Und weil dieser „Harte Brocken“ rund um St. Andreasberg spielt, ist auch sehr viel St. Andreasberg drin. Ein bisschen verändert zwar, aber stets wiederzuerkennen, auch wenn die Polizeistation an die Mühlenstraße verlegt wurde und eine einst vorhandene Kneipe unter dem Namen „Schöckinger“ wiederbelebt wurde.

Geradezu begeistern muss in diesem Krimi Aljoscha Stadelmann als bäriger Provinzpolizist im ver-schnarchten St. Andreasberg seinem Tagwerk nachgeht. Er schießt schlecht, aber kombiniert erstaunlich scharf und bringt schließlich die Bösewichte allein zur Strecke.

Regisseur Stephan Wagner freute sich am Freitagabend sichtlich über das Interesse der St. Andreasberger und dankte allen mitwirkenden Bergstädtern, voran Hans-Günter Schärf, der nicht nur dem Filmteam sozusagen als Guide immer zur Verfügung, sondern auch als Gastwirt im „Schöckinger“ seinen Mann gestanden hatte. Stephan Wagner sah in diesem Krimi „eine eigenwillige Geschichte in einer eigenwilligen Landschaft“ und eine realistische Chance auf ein Wiedersehen in St. Andreasberg – allerdings nur dann, wenn die Zuschauer-Resonanz bei „Harter Brocken“ stimme.

Der Krimi wird schon am Samstag, 7. März, um 20.15 Uhr, im ARD-Programm über die TV-Bild-schirme flimmern.

Bürgermeister Stefan Grote (links) und Regisseur Stephan Wagner stimmen die Besucher auf die Krimi-Vorstellung ein.  Fotos: Siebeneicher

Bürgermeister Stefan Grote (links) und Regisseur Stephan Wagner stimmen die Besucher auf die Krimi-Vorstellung ein. Fotos: Siebeneicher

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!