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EHC Neuwied meldet Insolvenz an

Die schlechten Nachrichten aus der Eishockey-Oberliga Nord reißen nicht ab: Der EHC Neuwied hat am Montag still und heimlich Insolvenz angemeldet und wird seine Mannschaft zurückziehen.

Von Björn Gabel Dienstag, 21.06.2016, 17:03 Uhr

Als Grund gibt der Verein in einer Pressemitteilung an, dass die Halle in Neuwied am Ende der Saison 2016/17 geschlossen werden soll. „Durch diese überraschende Wende kann der EHC Neuwied weder die offenen Verbindlichkeiten ausgleichen noch weitere Finanzierungen ermöglichen, wurde der EHC Neuwied doch in erster Linie über die Einnahmen aus den Heimspielen und durch Sponsoren finanziert“, heißt es in der Mitteilung. Eine Lizenzerteilung für die Saison 2016/17 sei aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschlossen.

Auch über den Icefighters Leipzig hängt weiter ein Damoklesschwert. Die Betreiber der Eishalle in Taucha brauchen auf die Schnelle 150.000 Euro, um den Betrieb der Ablage aufrechtzuerhalten (die GZ berichtete). Eine bundesweite Spendenaktion hat bisher rund 40.000 Euro eingebracht.

Als einziger möglicher Nachrücker steht derzeit FASS Berlin bereit, da Absteiger Hamburger SV erklärt hat, in der Regionalliga einen Neuaufbau vornehmen zu wollen. Sollte sich auch noch Leipzig vom Spielbetrieb zurückziehen, droht eine Liga mit nur 15 Vereinen, was sich auch auf die Kalkulation der „Harzer Falken“ auswirken würde. „Wenn Leipzig zurückzieht, würde uns das hart treffen“, sagte Team-Manager Devid Wilde.

Er kündigte für die kommenden Tage weitere Personalien an, nachdem es diesbezüglich in den vergangenen Tagen ruhig geworden war. Unter anderem ist immer noch offen, wer neben Verteidiger Dylan Quaile die zweite Kontingentspielerstelle besetzen soll. Ein Kandidat ist ausgeguckt, der noch ein paar Tage Bedenkzeit bekommen hat. „Wir haben aber Alternativen, falls es mit ihm nicht klappen sollte“, sagte Wilde.

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