Drei Fragen an Hans-Joachim Tessner: Wünsche und Ziele
<p>Premiere: Der Lehrling Hans-Joachim Tessner besucht mit Mutter Onni die Frankfurter Möbelmesse. Foto: Privat</p>
Ehrenbürger und Multi-Unternehmer Hans-Joachim Tessner feiert heute 75. Geburtstag – zu Hause im kleinsten Rahmen nur mit der Familie und zwei engsten Freunden. Vorab hat er GZ-Redakteur Frank Heine drei Fragen beantwortet.
Schön wäre es, wenn ich das Kaiserpfalz-Quartier in Entstehen und Fertigstellung miterleben und begleiten kann. Denn mit diesem Projekt hinterlässt man Spuren, die die Geschichte Goslars für Jahrzehnte beeinflussen. Dem Unternehmen bleibe ich als Vorsitzender des Beirates nach wie vor eng verbunden.
Fit und gesund bleiben, damit sportliche Aktivitäten weiter gepflegt werden können. Reisen unternehmen in die große weite Welt. Weil ich als junger Mann dazu keine Gelegenheit hatte, möchte ich hier etwas nachholen und die Welt kennenlernen – entweder auf dem Schiff oder mit dem Flugzeug. Denn ich glaube, dass es befriedigend ist, wenn man weiß, wie unterschiedlich sich Kulturen in der Welt aufstellen – gerade in dieser Zeit, wo das Durcheinander in der Welt zunimmt.
Ich glaube, das habe ich auch zu meinem 65. und zu meinem 70. Geburtstag schon gesagt. Ich wiederhole das aber gerne. Preußische Tugenden sind ganz wichtig und sollten im Umgang mit anderen stets berücksichtigt werden.
Des Weiteren ist es meiner Meinung nach notwendig, dass man im Beruflichen absolut berechenbar ist für alle Partner, mit denen man zu tun hat. Dazu gehören Verlässlichkeit und Ehrlichkeit ebenso wie die Möglichkeit, Dinge, die man anstrebt, auch finanzieren zu können. Denn durch Liquidität ist noch kein Unternehmen insolvent geworden, sondern in erster Linie durch Überheblichkeit und Falscheinschätzung von Projekten.
Ich möchte auch meinem Freundeskreis, der nicht zuletzt durch die berufliche Phase sehr groß ist, ein treuer Freund bleiben, auf dessen Wort man sich verlassen kann und der ebenfalls absolut berechenbar ist. Und für meine Familie möchte ich gern weiterhin ein bisschen der Patriarch sein, der mithilft, die richtigen Weichen für die verschiedenen Aktivitäten zu stellen. Ich hoffe dabei, weiterhin die positive Entwicklung der nächsten Generation, insbesondere auch schon die der Enkel-Generation, beobachten zu können.