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Die siebenjährige Lotta legt das Totenkopf-Schwimmabzeichen ab

Freudig hält die siebenjährige Liebenburgerin Lotta Brennecke ihre Urkunde in die Kamera, auf der ihr das Totenkopf-Schwimmabzeichen bestätigt wird.  Foto: Privat

Freudig hält die siebenjährige Liebenburgerin Lotta Brennecke ihre Urkunde in die Kamera, auf der ihr das Totenkopf-Schwimmabzeichen bestätigt wird. Foto: Privat

Liebenburg. Viele Kinder (und mehr Erwachsene, als man glaubt) können nicht schwimmen. Die vermehrten Meldungen über diese Tatsache in den Medien lassen Lotta Brennecke skeptisch aufhorchen. Denn sie selbst ist im Wasser in ihrem Element: Freunde würden die siebenjährige Liebenburgerin im freundlichen Sinne als „Wasserratte“ bezeichnen.

Von Andrea Leifeld Montag, 26.08.2019, 16:32 Uhr

In einem Alter, in dem manch andere Kinder nicht einmal ein Seepferdchen-Abzeichen haben, legte Lotta in diesem Sommer bereits das Deutsche Schwimmabzeichen in Silber (ehemals Fahrtenschwimmer) und kurz danach das schwarze Totenkopf-Stundenschwimmabzeichen ab. Die Prüfung zum Deutschen Schwimmabzeichen in Bronze als klassischen Freischwimmer machte sie bereits vor einem Jahr. Sehr zur Freude ihrer sportbegeisterten Oma, Rosi Brennecke.

Für das geläufige Silber-Abzeichen sind ein Startsprung und mindestens 400 Meter schwimmen in höchstens 25 Minuten, davon 300 Meter in Bauch- und 100 Meter in Rückenlage, erforderlich. Dazu das zweimalige Tieftauchen (zwei Meter) von der Wasseroberfläche mit Heraufholen jeweils eines Gegenstandes, zehn Meter Streckentauchen und der Sprung in das Becken aus drei Metern Höhe. Auch die Kenntnisse der Baderegeln und der Selbstrettung werden abgefragt.

Die Totenkopf-Abzeichen hingegen sind heutzutage eine Rarität. Bis in die 1970er Jahre waren sie sehr begehrt, werden aber gegenwärtig nur noch selten abgenommen. Für die schwarze Totenkopf-Variante musste Lotta eine Stunde durchschwimmen ohne Pause und ohne sich am Beckenrand festzuhalten.

„Wir nutzen mit der ganzen Familie das Liebenburger Freibad sehr viel und finden, dass es unbedingt erhalten bleiben muss“, erklärte Lottas Vater Florian Brennecke. Gedrängt zu einem Schwimmabzeichen hat er seine Tochter nicht. „Sie orientiert sich viel an älteren Kindern, da kam der Ehrgeiz von ganz alleine“, berichtete er.

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