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Die Liebe zum Wald liegt in der Familie

Die Revierleiterin von Wildemann, Lara Laubner, ist immer mit ihrer Hündin Arwen im Wald unterwegs.  Foto: Pagenkemper

Die Revierleiterin von Wildemann, Lara Laubner, ist immer mit ihrer Hündin Arwen im Wald unterwegs. Foto: Pagenkemper

Wildemann. Die junge Revierleiterin Lara Laubner übernimmt seit Anfang des Jahres insgesamt circa 1300 Hektar Forst in der Wildemanner Region und ist immer mit ihrer Hündin Arwen unterwegs.

Von Madeline Pagenkemper Mittwoch, 25.02.2015, 15:09 Uhr

Bei Wind und Wetter draußen im Wald sein, den Überblick über etwa 1300 Hektar haben und dabei immer planen, entscheiden und koordinieren. Die Aufgaben einer Revierleiterin sind vielfältig, abwechslungsreich und verantwortungsvoll. Seit Anfang des Jahres ist die 25-jährige Lara Laubner als neue Revierleiterin der Revierförsterei Wildemann im Amt.

Die studierte Försterin hat nach ihrem Vorbereitungsdienst bei den Niedersächsischen Landesforsten im Forstamt Wolfenbüttel gearbeitet und zum 1.1.2015 die Revierleitung für Wildemann übernommen. Das Gebiet der jungen Försterin beginnt knapp hinter dem Campingplatz Waldweben in Clausthal-Zellerfeld und erstreckt sich bis weit hinter Wildemann.

Zusammen mit Hündin Arwen ist die Tierfreundin täglich im Wald unterwegs. Der Berufswunsch war schon im Kindesalter da. Laubner ist in einer Försterfamilie aufgewachsen: Opa, Mutter und Vater waren alle in dem Bereich tätig. „Ich wusste schon damals ganz genau, dass Papa direkt in den Wald fährt, nachdem er mich in den Kindergarten gebracht hat“, erzählt sie und lächelt. Das Revier ihres Vaters kenne sie bis heute noch ganz genau.

Nun trägt Lauber selber Verantwortung für ihr eigenes Revier. Die Aufgaben sind weitreichend: „In erster Linie bin ich dafür zuständig, Holz zu liefern.“ Die Funktionen des Waldes, die sich vom Naturschutz, über die Nutzung bis hin zur Erholung erstrecken, seien mit den wirtschaftlichen Aspekten in Einklang zu bringen. „Ich muss mich neben der Auszeichnung von Rückegasen und Bäumen auch um touristische Angelegenheiten kümmern. Da geht es um Themen wie einen Motorsägenkurs, das Aufstellen von Stempelkästen, Schlittenhunderennen oder Loipenspuren.“ Natürlich sei dabei auch Büroarbeit ein wichtiger Bestandteil. Bereits im Sommer müssen Flächen ausgewählt werden, die im nächsten Jahr beerntet oder neu bepflanzt werden sollen. „Anhand des Alters und einiger Berechnungen kann man schätzen, wie viel Holz von so einer Fläche kommt“, erklärt die Revierleiterin. Regionale Dienstleister aus Goslar, Barbis oder Northeim fällen dann die entsprechenden Bäume. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Fichten. „Wir wollen langfristig stabile Mischwälder im Harz erreichen und pflanzen deshalb Buchen und andere Laubbäume“, sagt Laubner. Mischwälder seien ökologisch wertvoller und würden vielen anderen Tieren einen Lebensraum bieten.

Blaue Bänder markieren die „Zukunftsbäume“: Das sind besonders gut gewachsene Exemplare.  Foto: Pagenkemper

Blaue Bänder markieren die „Zukunftsbäume“: Das sind besonders gut gewachsene Exemplare. Foto: Pagenkemper

Der Wald zwischen Clausthal und Wildemann: das Arbeitsgebiet von Revierleiterin Lara Laubner.  Foto: Pagenkemper

Der Wald zwischen Clausthal und Wildemann: das Arbeitsgebiet von Revierleiterin Lara Laubner. Foto: Pagenkemper

Revierleiterin von Wildemann, Lara Laubner, markiert einen Baum, der demnächst gefällt werden soll.  Foto: Pagenkemper

Revierleiterin von Wildemann, Lara Laubner, markiert einen Baum, der demnächst gefällt werden soll. Foto: Pagenkemper

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