Die Commerzbank setzt auf mehr Wachstum
Stefan Bommer, Werner Bothe und Michael Zack (v. li.) wollen künftig noch mehr Goslarer Commerzbank-Kunden betreuen. Foto: Roß
Goslar. Auf diese Schnapszahl sind sie stolz bei der Commerzbank: Seit 111 Jahren tätigt das Kreditinstitut an der Schilderstraße Finanzgeschäfte in Goslar. Und auch heute sieht die Bank „deutliches Potenzial“ an ihrem traditionsreichen Standort in der Welterbe-Stadt.
Goslar. Auf diese Schnapszahl sind sie stolz bei der Commerzbank: Seit 111 Jahren tätigt das Kreditinstitut an der Schilderstraße Finanzgeschäfte in Goslar. Und auch heute sieht die Bank „deutliches Potenzial“ an ihrem traditionsreichen Standort in der Welterbe-Stadt.
2017 sei der Kundenstamm der Bank in Goslar um 500 Personen angewachsen, sagt Filialdirektor Michael Zack. Dieses Jahr sei noch deutlich mehr drin. 12.500 Kunden betreue die Goslarer Commerzbank momentan.
Plus an Kunden
Mit dem Plus an Kunden seien auch die Geschäftszahlen gestiegen. Im Bereich der Baufinanzierung habe die Commerzbank Goslar um 9,5 Millionen Euro (9,5 Prozent) zulegen können, das Volumen der Ratenkredite sei um 3,5 Millionen Euro (7,5 Prozent) angestiegen, der Bereich Wertpapiere um 3,7 Millionen Euro (9,7 Prozent), nannte Zack einige Zahlen. Bei den Firmenkunden sei das Kreditvolumen um acht Prozent in die Höhe gegangen, so Werner Bothe, der diesen Geschäftsbereich betreut. Genaue Zahlen möchte die Bank in diesem Segment jedoch nicht nennen.
Dem allgemeinen Trend der Branche, dass kleinere Filialen geschlossen werden und Bankinstitute aus der Fläche verschwinden, will die Commerzbank entgegenwirken, erklärt Stefan Bommer, der als Niederlassungsleiter Braunschweig auch für die Goslarer Zweigstelle Verantwortung trägt. Nach Expertenschätzungen würden in den kommenden fünf Jahren weitere 10.000 Bankfilialen in Deutschland geschlossen, so Bommer. Die Commerzbank wolle einen anderen Weg beschreiten. Derzeit baue der Konzern seine Filialen um.
In Zukunft soll es vier Kategorien geben, von der Hauptfiliale mit allen Dienstleistungen vor Ort, bis zur abgespeckten „City-Zweigstelle“. Goslar soll bis 2020 zu einer „Hauptfiliale light“ werden und eine neue Optik erhalten. Die Öffnungszeiten würden beibehalten, der Mitarbeiterstamm von 18 Angestellten soll konstant bleiben. Doch auch wenn persönliche Kundenberatung weiterhin eine zentrale Rolle bei der Commerzbank einnehmen soll, verstehe sie sich längt als „Multikanalbank“, die auch ihre digitalen Angebote entwickeln und verbessern möchte.