Die Brandruine Rögener wird abgerissen
Das ehemalige Kurhotel Rögener, das seit acht Jahren als Brandruine langsam verfällt, wird demnächst abgerissen. Auf dem Gelände sollen künftig exklusive Ferienwohnungen entstehen. Foto: Eggers
Braunlage. Das Thema beschäftigt die politischen Gremien seit dem Brand im Februar 2009. Die Ruine des ehemaligen Kurhotels Rögener ist ein Schandfleck, der aber nun beseitigt wird. Rainer de Groot hat die Immobilie gekauft und will sie künftig touristisch nutzen, hat er gestern auf GZ-Anfrage mitgeteilt. Demnächst soll der Abriss der restlichen Brandruinen beginnen.
Braunlage. Das Thema beschäftigt die politischen Gremien seit dem Brand im Februar 2009. Die Ruine des ehemaligen Kurhotels Rögener ist ein Schandfleck, der aber nun beseitigt wird. Rainer de Groot hat die Immobilie gekauft und will sie künftig touristisch nutzen, hat er gestern auf GZ-Anfrage mitgeteilt. Demnächst soll der Abriss der restlichen Brandruinen beginnen.
De Groot ist als Investor in Braunlage kein Unbekannter. Unter anderem hat er die ehemalige Post gekauft und in dem Gebäude Fünf-Sterne-Ferienwohnungen untergebracht. Er hat das Hotel Viktoria gekauft und komplett saniert. Zudem gehört ihm mittlerweile auch das Hotel zur Tanne und ein ehemaliges Seniorenheim in der Herzog-Johann-Albrecht-Straße.
„Wir wollen einen weiteren positiven Beitrag für die Entwicklung von Braunlage leisten“, teilte de Groot mit. Der Abriss werde vorgenommen, damit ein „optischer Schandfleck“ aus der Zentrumsnähe verschwindet. Der Investor plant, die rechte Grundstücksfläche mit einem „anspruchsvollen Gebäudekomplex“ zu bebauen. Dieser soll künftig Ferienwohnungen beherbergen, kündigt er an.
Die Namensgebung für das Gelände/Gebäude sei ebenfalls abgeschlossen. Die Anlage werde „Hütt’n Lofts“ heißen. „Die Gäste sollen dadurch ableiten, dass urbanes Flair im alpinen Stil Einzug in Braunlage hält“, meint de Groot.
Das leer stehende Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite, dessen Substanz laut dem Investor auch eher abgängig ist, werde ebenfalls abgerissen. „An der Stelle wollen wir exklusive Turmhäuser errichten“, kündigt er an.
Mit der Planung dafür sei das einheimische Architekturbüro Richter beauftragt worden, das die Ideen de Groots umsetzen soll. „Ich will einmal einen anderen Gebäudetyp nach Braunlage bringen, der sich dennoch einfügt und aus ,Zentrumsnähe‘ gar Fernblick erlaubt“, teilt er mit.
Der Investor verfolge das Ziel, unter Berücksichtigung städtebaulicher Sorgfalt die eher homogenen Gebäudestrukturen „aufzubrechen“, ohne dass die Neubauten befremdlich wirken oder sich in die gegebene Struktur nicht einfügen.
„Wir wollen den Gästen etwas bieten und den Ort auch in der Kubatur von Gebäuden (Baukörper-Form) weiter an Attraktivität gewinnen lassen“, erklärt de Groot. Die „digitale Revolution“ soll in diesen Gebäuden ebenso Einzug halten wie eine umweltschonende Haustechnik (regenerative Energie), kündigt er an.
Das Kurhotel Rögener stand im Februar 2009 in Flammen. Ursache war zweifelsfrei ein technischer Defekt, bei dem Versicherungen in der Regel zahlen. Allerdings stellte sich bei den Ermittlungen heraus, dass nicht der Mann, der im Grundbuch stand, das Gebäude gekauft hatte, sondern dessen Bruder. Er hatte den Ausweis entwendet und sich Immobilie und Kredit bei der Volksbank erschlichen. Seit dieser Zeit steht die Brandruine in exponierter Lage direkt gegenüber der Tourist-Information. Der Altbau war dann 2014 von Landkreis Goslar und Stadt Braunlage im Rahmen der Ersatzvornahme abgerissen worden, weil er einsturzgefährdet war.