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Die Adler Apotheke in Hornburg: Ein altes Geschäft mit neuer Technik

410 Jahre ist die Adler Apotheke in Hornburg mindestens alt – und wird seit fast 40 Jahren von Roswitha Wilczok geleitet.  Foto: Düber

410 Jahre ist die Adler Apotheke in Hornburg mindestens alt – und wird seit fast 40 Jahren von Roswitha Wilczok geleitet. Foto: Düber

Hornburg. Wann genau die Hornburger Adler Apotheke wirklich gegründet wurde, das kann Roswitha Wilczok nicht genau sagen. Und dass, obwohl sie und ihr Mann vor Jahren der Geschichte ihres Geschäfts auf die Spur gegangen sind, alte Aufzeichnungen entschlüsselt und recherchiert haben. Nur auf ein Datum kann sie sich festlegen: Das Jahr 1609, in dem der Rat der Stadt Hornburg genehmigt, die Wände der Apotheke zu erneuern. Das ist die Quelle, auf die sich die Adler Apotheke bis heute mit einem Schild neben dem Eingang beruft.

Von Marieke Düber Freitag, 31.05.2019, 15:55 Uhr

410 Jahre besteht die Apotheke demnach, und seit 38 Jahren ist sie mittlerweile in der Hand von Roswitha Wilczok. Schon kurz nach ihrem Examen war sie damals nach Hornburg gekommen, deren Altstadt sie schon als Studentin begeistert hatte. Und auch, wenn sie nach eigener Aussage viele alte Raritäten aufgehoben hat, die die Historie des Geschäfts bezeugen, muss eine Apotheke mit der Zeit gehen. „Wir sind eine alte Apotheke mit neuer Technik“, sagt Wilczok.

Denn die Mitarbeiter der Adler Apotheke merken, dass das Internet ihnen Konkurrenz macht und Kunden bei Medikamenten auf Online-Shopping setzen. „Die Mehrheit der Jüngeren tendiert dazu“, bestätigt auch Roswitha Wilczoks Sohn Markus. Kunden dagegen, die auf Dauermedikation angewiesen sind oder verschreibungspflichtige Medikamente benötigen, würde dagegen eher auf Sicherheit bedacht sein und den persönlichen Kontakt suchen.

Eben das ist laut Markus Wilczok einer der Vorteile, den die Adler Apotheke gegenüber den Anbietern im Internet hat: Sie könne nicht nur den direkten Kontakt zum Kunden bieten, sondern könne bei Rückfragen oder Unklarheiten immer die Verbindung zum behandelnden Arzt herstellen. Ein Ansprechpartner vor Ort ist also immer gewiss.

Dennoch ist die Apotheke bestrebt, im digitalen Zeitalter als Dienstleiter attraktiv zu bleiben. Dazu gehört nicht nur, dass das Geschäft sich mittlerweile in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram präsentiert, über die eigene Website und sichere Apps sei es zudem möglich, beispielsweise Vorbestellungen online einzureichen. „Die Digitaltechnik schreitet voran, also wir auch“, meint Markus Wilzcok. Doch auch bei aller Entwicklung sei die Gesundheit immer noch das höchste Gut – und das gilt es, im Auge zu behalten.

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