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Der Harzburger Hof soll wieder auferstehen

<p>„Da kommt er hin, der neue Harzburger Hof“: Dieter Köhler (l.) zusammen mit Thomas Funke vor dem alten Hotel, das derzeit abgerissen wird. Foto: Schlegel</p>

<p>„Da kommt er hin, der neue Harzburger Hof“: Dieter Köhler (l.) zusammen mit Thomas Funke vor dem alten Hotel, das derzeit abgerissen wird. Foto: Schlegel</p>

Bad Harzburg. Der alte Harzburger Hof ist tot. Es lebe der neue Harzburger Hof. Auf diesen einfachen Nenner könnte man das bringen, was gestern der Sprecher der Investorengruppe, die aus der Ruine wieder ein Hotel machen will, verlautbaren ließ. Geplant ist nämlich ein „Grand Hotel Harzburger Hof“, das nicht nur so heißt, wie sein berühmter Vorgänger, sondern auch so aussieht.

Von Holger Schlegel Freitag, 08.09.2017, 16:27 Uhr

Bad Harzburg. Der alte Harzburger Hof ist tot. Es lebe der neue Harzburger Hof. Auf diesen einfachen Nenner könnte man das bringen, was gestern der Sprecher der Investorengruppe, die aus der Ruine wieder ein Hotel machen will, verlautbaren ließ. Geplant ist nämlich ein „Grand Hotel Harzburger Hof“, das nicht nur so heißt, wie sein berühmter Vorgänger, sondern auch so aussieht.

Gemeinhin ist man in Bad Harzburg ja mit Investoren, die große Pläne vorstellen, vorsichtig geworden. Wortführer der Skeptiker ist dann in der Regel Bürgermeister Ralf Abrahms, dem diese Rolle von seinen politischen Gegnern mitunter sogar um die Ohren geschlagen wird.

Doch in diesem Fall ist selbst das Stadtoberhaupt „hoffnungsfroh“ und sieht die Entwicklung am Harzburger Hof auf dem richtigen Weg: „Vom zukünftigen Eigentümer wurde bereits Geld in die Hand genommen, das haben wir lange vermisst.“

Dieser zukünftige Eigentümer ist die „Primus Harzburger Hof GmbH“ aus Berlin, ein Ableger der Primus Immobilien AG, die bereits diverse hochklassige Bauprojekte realisiert hat. Ging es bislang dabei in erster Linie um Wohnungen beziehungsweise Stadthäuser, tummelt sich Primus seit einiger Zeit auch auf dem Hotelsektor, bisher vornehmlich an der Ostsee. Und nun Bad Harzburg. Wieso? Dieter Köhler als Sprecher der Investorengruppe macht keinen Hehl daraus, dass er sich in die Stadt als Hotelstandort und auch in den Harzburger Hof regelrecht verliebt hat. Den Harzburger Hof in seiner alten Pracht wohlgemerkt. Deshalb sei er auch an den aktuellen Eigentümer Thomas Funke herangetreten, und habe ihn gefragt, ob das Objekt zum Verkauf stehe. Die Antwort war (fast logischerweise) ein klares Ja. Funke spricht von einer „Riesenchance“.

Köhler schwärmt vom Charme der großen Grand Hotels vergangener Zeiten, von denen es einige ja auch in die Gegenwart „geschafft“ haben. Nicht der Harzburger Hof, aber was nicht mehr ist, kann ja wieder werden.

Deshalb sehen die Planungen, die Primus von namhaften Berliner Architekten entwickeln ließ und noch lässt, vor, das Haus wieder im alten Stil aufzubauen. Nicht eins zu eins, aber so, dass man Charakteristisches wiedererkennt.

Die Zeit, bereits vorhandene Pläne und Zeichnungen öffentlich zu machen, sieht Köhler noch nicht gekommen. Aber man könne sich das neue Haus wirklich im Stil eines altehrwürdigen Grand Hotels vorstellen. Mit Zufahrt durch eine Allee beispielsweise und klassischen Fassadenelementen.

Entstehen sollen 230 Zimmer und Suiten. Davon wahrscheinlich 70 Stück als sogenannte „Long Stay Appartements“, die für einen längeren Zeitraum gemietet werden können.

Insgesamt soll der neue Harzburger Hof 320 Betten haben, die Kategorie liegt bei Vier Sterne plus. Die Investitionssumme bewegt sich laut Köhler bei 40 bis 45 Millionen Euro. Das Finanzkonzept stehe, und die Planungen sehen vor, dass Primus das Hotel selbst betreibt.

Der Zeitplan: Wenn zu Ostern der vom Rat geänderte Bebauungsplan rechtskräftig wird, will man im Sommer den Bauantrag stellen. Nach dessen Genehmigung wäre Baubeginn Anfang 2019. Eröffnung könnte, wenn alles gut läuft, im Dezember 2020 sein.

Vorher soll allerdings der neue Harzburger Hof schon einige Wochen im Zuge eines sogenannten „Pre Openings“ testweise betrieben werden, unter anderem auch mit Aktionstagen für die Bevölkerung. Denn Köhler möchte das Projekt zusammen mit den Harzburgern auf die Beine stellen. Auf alle Fälle sollen sich die Bürger mit „ihrem“ neuen Harzburger Hof identifizieren. „Die Grundsteinlegung wird ein Stadtfest!“

Auch sonst klingt er optimistisch: „Wir glauben, hier eine große Zukunft zu haben“. Bad Harzburgs Niveau habe sich schon verändert und es werde sich auch weiter verändern. Thomas Funke drückt es so aus: „Es besteht die Chance, für die Stadt Dinge zu entwickeln, an die vor fünf Jahren niemand gedacht hat.“

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