Den „Tanker Uhlig“ in „ruhiges Fahrwasser“ steuern
Die Uhlig Rohrbogen GmbH im Innerstetal hat einen neuen Geschäftsführer. Fotos: Gereke
Langelsheim. Nach dem Aus des Kurzzeit-Geschäftsführers: Arne Manzke übernimmt bei Uhlig Rohrbogen das Ruder. Seine Maßgabe: Das Unternehmen muss sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.
Nach nur vier Monaten als Alleingeschäftsführer der Uhlig Rohrbogen GmbH kam für ihn das Aus im Innerstetal: Am Montag gab das Unternehmen die Trennung von Dr. Volker Bartelt bekannt und präsentierte sogleich den Nachfolger. Neuer Uhlig-Geschäftsführer ist der 51-jährige Arne Manzke.
Manzke, gebürtiger Ostwestfale, ist schon seit 1998 bei Uhlig und lebt mit seiner Familie am Harz. Nach einer Berufsausbildung im Schlosserhandwerk hatte er Maschinenbau studiert und legte im Innerstetal den Grundstein für das damals neue Uhlig-Geschäftsfeld Kesselbau. Er war anschließend Geschäftsbereichsleiter der Kesselbauaktivitäten und zuletzt – vor seinem Wechsel auf den Geschäftsführerposten – Stellvertreter der Geschäftsführung und Prokurist des Unternehmens. „Ich bin lange dabei und kenne den Laden und seine Fach- und Führungskräfte sehr gut“, bekennt er.
Der Neue macht gleich zu Beginn des Gesprächs klar, dass er keine Aussagen zur Zeit seines Vorgängers treffen wird. „Ich werde zu den Dingen, die mit Dr. Bartelt gut oder nicht so gut liefen, keine Stellung beziehen. Das ist abgeschlossen, das ist Vergangenheit. Die Trennung ist in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt“, sagt er. Stattdessen blickt er voraus. Immer wieder ist vom „ruhigen Fahrwasser“ die Rede. „Der Tanker Uhlig hat sich gedreht und alle sind wieder am richtigen Platz. Jetzt sind wir an der Stelle, wo wir in ruhiges Fahrwasser kommen wollen. Das Unternehmen verträgt keine Hektik, sondern es braucht Besonnenheit und strukturiertes Handeln“, erklärt Manzke.
Hatte sein Vorgänger noch von Neueinstellungen gesprochen, steht für Manzke zunächst die Sicherung der 170 Arbeitsplätze im Innerstetal an erster Stelle. „Aber“, fügt er an, „wir sind immer auf der Suche nach qualifiziertem Personal.“ Vom Tisch ist auch erst mal der von Bartelt ins Gespräch gebrachte Umzug der Verwaltung – alles wird in absehbarer Zeit am Standort im Innerstetal bleiben.
Manzkes Strategie: Uhlig müsse sich auf seine Kernkompetenz im Rohrbogen- und Kesselbau konzentrieren. „Wir müssen das machen, was wir gut können: maßgeschneiderte, qualitativ hochwertige Produktlösungen und Termintreue“, erklärt Manzke. Dabei spielten Team und Flexibilität eine große Rolle: „Alle müssen mitspielen und an einem Strang ziehen, damit das Team voll funktionsfähig ist“, fordert er Mannschaftsgeist von allen Uhlig-Beschäftigten ein. Er verspüre eine 100-prozentige Unterstützung, „sonst hätte ich die Aufgabe auch nicht übernommen.“
Gut für seinen Start: „Der Auftragseingang im Kesselbau ist derzeit sehr gut. Wir sind dort für ein halbes Jahr ausgelastet“, sagte Manzke. 32 Millionen Euro Umsatz machte das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr – eine Summe, die der neue Geschäftsführer auch für 2015 anpeilt.
Arne Manzke