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Das beste Regal-Konzept gewinnt

Ihr Design überzeugt: Die Siegerinnen Maja Odlazek, Thea Weingartz, Tjasa Smidovnik und Eli Kerzic (v. li.) setzen bei ihrem Bücherregal vor allem auf nachhaltige Materialien. Fabian Hartkopf (Mitte), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Clausthaler Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik, unterstützt die Gruppe während der Summer School.  Fotos: Düber

Ihr Design überzeugt: Die Siegerinnen Maja Odlazek, Thea Weingartz, Tjasa Smidovnik und Eli Kerzic (v. li.) setzen bei ihrem Bücherregal vor allem auf nachhaltige Materialien. Fabian Hartkopf (Mitte), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Clausthaler Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik, unterstützt die Gruppe während der Summer School. Fotos: Düber

Clausthal-Zellerfeld. Kritisch werden die Studenten auf der Bühne des Vortragssaals im Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum beäugt. Die Juroren Prof. Dieter Kaufmann, Dr. Leif Steuernagel und Prof. Marko Petric achten auf jedes Detail in den Präsentationen. 

Von Marieke Düber Freitag, 05.10.2018, 14:17 Uhr

Auch Moderator Dr. Sebastian Dahle beobachtet das Treiben auf der Bühne. Es ist der große Moment für die Nachwuchswissenschaftler, auf den sie in der vergangenen Woche hingearbeitet haben: der Abschluss der neuen Summer School zum Thema „Interphases of Biobased Materials“.

Jetzt ist es an den vier Teams, die Juroren von ihrem Projekt zu überzeugen: Wer hatte die beste Idee, das beste Konzept und die beste Umsetzung für ein Bücherregal, das an einer Tür hängt – hergestellt aus biobasierten Werkstoffen?

Die Summer School „Interphases of Biobased Materials“ wurde dieses Jahr erstmals in einer Kooperation der TU Clausthal und der Universität Ljubljana veranstaltet. Initiator ist der Clausthaler Wissenschaftler Dr. Sebastian Dahle, zurzeit Stipendiat an der slowenischen Universität. „Dort habe ich festgestellt, wie viele Dinge in beiden Ländern auch in die gleiche Richtung laufen“, erzählt Dahle.

Die von ihm vorgeschlagene Kooperation begeisterte die TU Clausthal und die Universität Ljubljana gleichermaßen, und auch bei den Studenten fand sie Anklang: Von Montag bis Donnerstag arbeiteten die Masterstudenten und Doktoranden in gemischten Gruppen zusammen. 14 von ihnen kamen aus Slowenien, sieben sind Angehörige der TU Clausthal. In vier Gruppen arbeiteten sie an dem Bücherregal, das sie konstruieren sollten. Dabei waren sie in ihrer Gestaltung völlig frei, lediglich die Ausgabe und die Materialen wurden gestellt. So setzte eine Gruppe vor allem auf ein Konzept mit besonders viel Stauraum auch innerhalb des Regals, eine andere wiederum auf ein besonders leichtes Material. Das dritte Team wiederum ließ sich in seinem Design von den Ästen eines Baumes inspirieren, während wiederum andere Teilnehmer die Nachhaltigkeit des Regals und der Materialien in den Vordergrund stellten.

Für die Studenten galt es im Wettbewerb aber nicht nur, ihre Projekte zu präsentieren, sondern auch sich den kritischen Fragen der Juroren zu stellen. Die wollten von den Nachwuchswissenschaftlern auch noch das kleinste Detail wissen: Wieso hatten sie sich ausgerechnet für das jeweilige Design entschieden? Auf welche Probleme sind sie gestoßen, die sie lösen mussten? Und würden sie noch einmal mit dem gleichen Konzept an die Aufgabe herangehen? Die Entscheidung, wer am Ende den Titel nach Hause tragen durfte, fiel den Juroren nicht leicht. „Am Ende ist die Wahl aber doch einstimmig ausgefallen“, sagte Dr. Leif Steuernagel, als er die Siegerinnen verkündete: Maja Odlazek, Tjasa Smidovnik, Eli Kerzic, Sophie Acker und Thea Weingartz konnten mit ihrem Design den Wettbewerb für sich entscheiden. „Auch wenn die Entscheidung hart war, es war der nachhaltige Anspruch Eures Designs, der uns überzeugt hat“, begründete Dr. Marko Petric die Entscheidung der Jury.

Er bedankte sich im Namen der slowenischen Gäste noch einmal besonders bei der TU Clausthal, vor allem für die Gastfreundschaft und die gute Zusammenarbeit der Studenten. „Es heißt immer, junge Menschen nutzen ihr Potenzial nicht ganz aus. Ihr beweist das Gegenteil“, lobte er die Teilnehmer. Schon im kommenden Jahr soll die Summer School aufgrund ihres Erfolges wiederholt werden – dann in Slowenien.

Dr. Sebastian Dahle (li.) ist Moderator des Wettbewerbs und Initiator der neuen Kooperation zwischen der TU Clausthal und der Universität Ljubljana. Prof. Marko Petric,  Prof. Dieter Kaufmann und Dr. Leif Steuernagel (v. r.) entschieden als Juroren über den Sieg.

Dr. Sebastian Dahle (li.) ist Moderator des Wettbewerbs und Initiator der neuen Kooperation zwischen der TU Clausthal und der Universität Ljubljana. Prof. Marko Petric, Prof. Dieter Kaufmann und Dr. Leif Steuernagel (v. r.) entschieden als Juroren über den Sieg.

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