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Das "Vistory" öffnet in Goslar seine Türen

Maria Fahrenholz (li.) und Astrid Osuch von der Stadtführergilde kamen zur „Vistory“-Premiere.  Fotos: Epping

Maria Fahrenholz (li.) und Astrid Osuch von der Stadtführergilde kamen zur „Vistory“-Premiere. Fotos: Epping

Goslar. Ein viel kritischeres Publikum hätte sich Heiko Rataj zur Premiere seines „Vistory“ wohl kaum aussuchen können. Die Mitglieder der Goslarer Stadtführergilde machten den Anfang und testeten den Mix aus Unterhaltung und Geschichte in interaktiven Kinosälen mit 3D-Brille und Kopfhörer. Seit Freitagnachmittag ist das „Vistory“ für jedermann geöffnet.

Freitag, 23.11.2018, 17:28 Uhr

Drei historische Episoden umfasst der knapp 18-minütige Film: die Legende von Ritter Ramm und der Entstehung Goslars, die Belagerung durch Heinrich den Löwen und den großen Brand von 1728. Der Zuschauer sieht nicht nur, er spürt den Windzug, die Bewegung der Pferde, den Regen und Schnee, er riecht den Rauch des Feuers.

„Das ist auf jeden Fall etwas für junge Leute und Kindergruppen“, sagte Astrid Osuch nach der Premiere. Ihr Verbesserungswunsch: Das Stadtbild Goslars mit seinen vielen Kirchen könnte noch genauer herausgearbeitet werden. Die Kaiserpfalz hingegen sei gut gelungen. Ihrer Stadtführer-Kollegin Maria Fahrenholz ist zwar ein Zahlendreher beim Datum des großen Brandes aufgefallen, dennoch sei der Kurzfilm eine gute Möglichkeit, um in Kontakt mit der Goslarer Stadtgeschichte zu kommen.

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Der Hausherr war mit den Reaktionen auf die Uraufführung zufrieden. Er habe zwischen beiden Kinosälen, in denen insgesamt rund 50 Menschen Platz finden, gestanden, und die Leute beobachtet. Vor allem über die vielen „Hu und Ho“-Rufehabe er sich gefreut, wenn die Sitze so richtig gewackelt haben. „Das ist genau das, was ich wollte“, sagte Rataj. Dann musste er auch schon wieder zum Eingangsbereich und weitere Hände schütteln: Für den zweiten „Vistory“-Durchgang hatte der Unternehmer die Hoteliers der Stadt eingeladen. Seine neue Attraktion bezeichnete der Goslarer Multi-Unternehmer als weiteren „Mosaikstein für die Erlebbarkeit der Stadt“. Einer, der noch weiterentwickelt werden kann. „Wir arbeiten gerade an der Idee, wie Goslar in 100 Jahren aussehen könnte“, verriet Rataj.

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Eine Tour durch das „Vistory“ dauert rund 40 Minuten. Sie beginnt in einer Kapelle, in der der Besucher auf seine Kurzzeitreise eingestimmt wird. Dann geht es durch einen nachgebauten Bergwerksstollen, vorbei an verschiedenen mittelalterlichen Szenen, in die Kinosäle.

Das „Vistory“ hat bis zum Ende des Weihnachtsmarktes am 30. Dezember täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 8,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro. Während des Weihnachtsmarktes gibt es auch Gastronomie in dem Gebäude, im sogenannten „Entenhaus“.

Kommende Woche soll noch eine weitere Attraktion in den Katakomben von Ratajs „Vistory“-Haus am Hohen Weg eröffnen – das „Haunted House“. Darin begeben sichdie Besucher auf einen virtuellen Horrortrip.

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