Brockenwirt Hans Steinhoff gestorben
Brockenwirt Hans Steinhoff.
Schierke. Am Donnerstag starb Brockenwirt Hans Steinhoff im Alter von 72 Jahren, seit einiger Zeit schon war er erkrankt.
Hans Steinhoff war im Harz bekannt wie ein bunter Hund. Seine Berufsbezeichnung „Der Brockenwirt“ wurde zur eingetragenen Marke, unter der er mit Sohn Daniel seine Hotel- und Gastronomiebetriebe führte.
Seine Tochter Christiane Hop-stock, Ortsbürgermeisterin von Schierke, sagt zu Recht, für Schierke, für den Harz, für die gemeinsame Region habe er mehr getan als mancher Politiker. Bei seinen Brockenstammtischen versammelte sich alles, was Rang und Namen hat, Landespolitiker, Unternehmer sowie die Spitzen aus Verwaltungen und Verbänden. Und jedes Mal mahnte Hans Steinhoff die Gemeinsamkeit des Harzes an. Er mag nicht so geschliffen geredet haben, wie die routinierten Kräfte aus der Politik- und Behördenwelt. Doch ihm war ein burschikoser Charme gegeben.
Wie sonst hätte einer Leitungswasser mit Himbeersirup als Skiwasser verkaufen können, das ihm die Menschen auf dem Brocken aus den Händen rissen? Mit der berühmten Erbsensuppe begann Steinhoffs Erfolgsgeschichte in einer der exklusivsten und exponiertesten Lagen bundesweit. 2014 feierte er sein 25-jähriges Betriebsjubiläum auf dem Brocken. Auf dem Berg der Deutschen betrieb er, abgeschottet von Konkurrenz im Herzen des geschützten Nationalparkgebiets Restaurants und ein Hotel. Zu seinem Reich gehören zudem zwei weitere Hotels und ein Café in Schierke.
„Der Brockenwirt ruft“ hieß es, immer wenn Hans Steinhoff auf den Brocken einlud. Vorerst pausiert der Stammtisch, bei dem Ost und West zusammenkamen. Doch Tochter Christiane und Sohn Daniel sehen das Werk des Vaters als Vermächtnis. Nach einer Pause soll es voraussichtlich Ende des Jahres weitergehen.