Beifall in Braunlage von allen Seiten: „Chapeau, Frau Stroh“
Ulrike Stroh interpretiert die Toccata und Fuge in d-moll von Johann Sebastian Bach meisterlich. Foto: Breutel
Braunlage. Die Braunlager Organistin Ulrike Stroh glänzte bei ihrem Konzert in der Trinitatiskirche an der Orgel. Mehr als 30 Besucher kamen zu dem Konzert. Der musikalische und literarische Abend stand unter dem Motto „Toccata und Fuge“.
Kein Wunder also, dass die Organistin auch das weltweit berühmteste Orgelwerk „Toccata und Fuge in d-moll (Bachwerkeverzeichnis 565)“ erklingen lies. Schon bei den ersten drei Tönen des Anfangstaktes lief den Liebhabern Bach’scher Orgelwerke ein Schauer über den Rücken. Die drei Töne riefen den Zuhörern zu: „Hör mich an!“ Machtvoll erklangen die weiteren Akkorde, die dann zu dem fugalen Teil überleiteten.
Die Zuhörer waren sehr ergriffen, und es herrschte nach dem Verklingen der letzten Töne eine eindrucksvolle Stille im Kirchenschiff. Doch dann rief Diakon Manfred Büsing: „Chapeau, Frau Stroh“, und lautstarker Beifall setzte ein.
Doch bevor dieses Meisterwerk von Johann Sebastian Bach erklang, hatte Ulrike Stroh in der Programmfolge weitere Toccaten und Fugen ausgewählt, unter anderem die „Toccata und Fuge g-moll“ des aus Österreich stammenden Komponisten Gottlieb Muffat (1690 -1770), die „Toccata und Fuge in B-Dur“ des deutschen Barockkomponisten Johann Pachelbel (1653 -1706) und ein Präludium in F-Dur von Christian Heinrich Rinck (ein Romantiker aus dem süddeutschen Raum, 1770-1846).
Es war eine Freude dem meisterlichen Orgelspiel zuzuhören. Ulrike Stroh zog dabei vielerlei Register der Orgel, sodass die Töne der Akkorde mächtig durch das in abendliches Licht getauchte Kirchenschiff zogen. Für den literarischen Teil sorgte der schon als Kurprediger fungierende Diakon Manfred Büsing. Er wählte Texte bekannter Schriftsteller aus, die mit der Dankbarkeit im Zusammenhang standen.