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Bad-Harzburg-Stiftung zieht Bilanz: 200.000 Euro für mehr Lebensqualität

Das war’s: Aufgrund fehlenden Interesses wird die Bad-Harzburg-Stiftung kein Bürgerfrühstück im Badepark mehr veranstalten.  Foto: Schlegel

Das war’s: Aufgrund fehlenden Interesses wird die Bad-Harzburg-Stiftung kein Bürgerfrühstück im Badepark mehr veranstalten. Foto: Schlegel

Bad Harzburg. Die Bad-Harzburg-Stiftung ist im Bewusstsein der Kurstadt fest verankert und zieht eine positive Bilanz: Seit Gründung wurden Projekte in Bad Harzburg mit 200.000 Euro unterstützt.

Von Egon Knof Donnerstag, 07.05.2015, 17:00 Uhr

Die Bad-Harzburg-Stiftung hat sich das soziale Engagement für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren als einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Fahnen geschrieben. Inzwischen sind zehn Jahre seit ihrer Gründung vergangen und die Stiftung ist fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Und sie hat in dieser Zeit Gutes getan, sogar sehr viel Gutes.

Seit Ende 2004 bis heute hat die Bad-Harzburg-Stiftung zahlreiche Projekte in der Stadt unterstützt und damit auch die Lebensqualität in der Stadt erhöht. „Inzwischen haben wir die 200.000-Euro-Marke an Zuwendungen geknackt“, wie Schatzmeister Hans-Jürgen Fleger am Mittwoch auf der Stifterversammlung im „Braunschweig Hof“ nicht ohne Stolz mitteilen konnte.

Die Restaurierung der Harzsagenhalle inklusive des Schreins auf dem Burgberg, die gut 31.000 Euro verschlungen hat, und deren pünktliche Wiedereröffnung zum Deutschen Wandertag im August standen im Mittelpunkt des Berichtes von Dorothea Homann. „Die Harzsagenhalle ist ein großer Renner“, stellte die Stiftungsvorsitzende fest, und „Finanzminister“ Fleger hatte für den „Leuchtturm Harzsagenhalle“ auch die entsprechenden Zahlen parat. In der Zeit von August bis November 2014 wurden rund 1.800 Besucher registriert. Und auch die Entscheidung, kein Eintrittsgeld zu verlangen, sondern stattdessen um eine Spende zu bitten, erwies sich als richtig. An 19 Öffnungstagen und einigen Sonderführungen kamen dabei rund 1.600 Euro zusammen.

Konträr zum großen Interesse rund um die Harzsagenhalle verlief die Entwicklung des Bürgerfrühstücks. Was 2006 als „eine große Gartenparty unter Nachbarn“ gedacht war und sehr gut angenommen wurde, wie Dorothea Homann es formulierte, hat offenbar seinen Reiz verloren. Wurden bei der Premiere noch 120 Tische „verkauft“, so ging die Zahl im Laufe der Zeit von 116 (2007) über 53 (2010) auf41 (2013) kontinuierlich zurück. Das Bürgerfrühstück 2014 anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Bad-Harzburg-Stiftung sollte deshalb auch ein Gradmesser für den Fortbestand der Veranstaltung im Badepark sein. Die Botschaft der Bevölkerung war klar: Es besteht kaum Interesse. Nur noch ganze 31 Tische konnten besetzt werden, und erstmals in der Geschichte des Bürgerfrühstücks musste die Stiftung mehr Geld ausgeben, als eingenommen wurde. „Wir haben es acht Jahre gemacht, es war auch schön, aber nun geht es eben nicht mehr“, stellte Dorothea Homann fest. Ein Vorschlag aus der Versammlung: „Abhaken und etwas Neues finden.“

Finanziell konnte Hans-Jürgen Fleger eine positive Bilanz mit einem deutlichen Überschuss vorlegen. „Wir haben keine Schulden, und das Stiftungsvermögen liegt bei über 400.000 Euro“, teilte der Schatzmeister mit. Und das, obwohl die Bad-Harzburg-Stiftung Projekte in der Stadt 2014 mit rund 47.000 Euro unterstützte, wie die Aktion „Kinder in die Vereine“, die ebenso fortgeführt wird wie die „Kinderküche“. Da Letztere unter dem Motto „Gesunde Ernährung und Bewegung“ läuft, wurden von der Stiftung auch 20 Pukky-Roller finanziert. Neue Projekte wie zum Beispiel ein kindgerechtes Buch über die Sagen, die in der Harzsagenhalle dargestellt sind, seien in Planung.

Sorgen bereitet das nachlassende Interesse der Stifter. Zum Empfang anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Bad-Harzburg-Stiftung im Braunschweiger Hof kamen nur 26 Gäste, und zum „Ideenforum“ sogar nur deren vier. Vor diesem Hintergrund soll noch mehr für die Aktionen der Stiftung geworben werden. Eine größere Zahl an Stiftern wäre ebenso wünschenswert. „Uns fehlen vor allem jüngere Mitglieder“, gab Beisitzer Wolfgang Kirschke zu bedenken. Der Vorstand hofft vor allem über eine Direktansprache neue Stifter gewinnen zu können, zumal Stiftungen und Spenden auch steuerlich absetzbar seien. Deshalb der Appell: Wer sich für die Stadt engagieren, stiften oder spenden möchte, sollte sich mit der Vorsitzenden Dorothea Homann, Telefon (05322) 6092, oder den Vorstandsmitgliedern (www.bad-harzburg-stiftung.de) in Verbindung setzen.

Name: Bad Harzburg-Stiftung.

Vorstand: Dorothea Homann (Vorsitzende), Rolf Meyer (Stellvertretender Vorsitzender), Hans-Jürgen Fleger (Schatzmeister), Miriam Bartels, Wolfgang Kirschke (Beisitzer).

Stifter: 32.

Kontakt: Dorothea Homann, Telefon (05322) 6092.

Internet: www.bad-harzburg-stiftung.de .

Die Harzsagenhalle mit ihrem Schrein auf dem Burgberg in Sichtweite der Canossa-Säule ist ein großer  Publikumsmagnet.  Foto: Schlegel

Die Harzsagenhalle mit ihrem Schrein auf dem Burgberg in Sichtweite der Canossa-Säule ist ein großer Publikumsmagnet. Foto: Schlegel

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