Zähl Pixel
GZ-Archiv

Autohaus-Übernahme: Nordstadt kauft Ohse

<p>Ab dem 1. Juli gehört das Autohaus Ohse zu Nordstadt: Dessen Geschäftsführer Jürgen Falkenhain (li.) und Maik Schenkhut flankieren die Noch-Inhaber Stephanie und Michael Blume. Fotomontage; GZ</p>

<p>Ab dem 1. Juli gehört das Autohaus Ohse zu Nordstadt: Dessen Geschäftsführer Jürgen Falkenhain (li.) und Maik Schenkhut flankieren die Noch-Inhaber Stephanie und Michael Blume. Fotomontage; GZ</p>

Goslar. Aus zwei Baßgeigen-Autohäusern wird zum 1.Juli ein gemeinsames Unternehmen: Das VW- und Audi-Haus Nordstadt an der Bornhardtstraße übernimmt das Skoda-Haus Ohse an der Alten Heerstraße.

Von Frank Heine Montag, 20.06.2016, 15:36 Uhr

Über den Kaufpreis wurde laut Nordstadt-Geschäftsführer Jürgen Falkenhain Stillschweigen vereinbart. An der Alten Heerstraße soll demnach in den nächsten Monaten eine sechsstellige Summe in die Ausweitung von Schauraum, Kundendienst und Werkstatt investiert werden. Der Name soll weiterhin Autohaus Ohse lauten.

„Die Werkstatt soll etwa doppelt so groß werden“, erklärt Falkenhain und weist auf eine enorm gestiegene Zahl von Skodas hin, die im Landkreis Goslar gemeldet seien. Die17 Skoda-Mitarbeiter bekommen demnach alle ein Job-Angebot und sollen übernommen werden. Auf Sicht seien parallel zur Betriebserweiterung Neueinstellungen geplant.

Das Ehepaar Stephanie und Michael Blume als Ohse-Inhaber hätten, so heißt es in einer Erklärung beider Unternehmen, einen starken Partner gesucht, um den künftigen Anforderungen der Kunden und der Marke Skoda weiterhin gerecht zu werden. Klar: Auch Skoda hat laut Falkenhain Vorstellungen von Größe und Erscheinungsbild seiner Häuser – neudeutsch von der Corporate Identity. Ohse habe einen Inhaber gefunden, der das Skoda-Geschäft in Goslar weiterentwickeln könne, ohne die Stärken eines kleineren Betriebes mit familiärer Führung zu vernachlässigen, wird Stephanie Blume zitiert, die dem Unternehmen als Standortleiterin erhalten bleibt.

Bei VW und Audi arbeiten an der Bornhardtstraße rund 60 Beschäftigte – an einem Standort, der selber keine eigene Verwaltung aufweist. Seit April 2007 gehört Nordstadt zur Osteröder Gruppe Wentorf&Schenkhut, die im Südharz bereits seit den 1930er Jahren im Autogeschäft ist und dort aktuell zwei Autohäuser betreibt.

Insgesamt sind 240 Menschen in Lohn und Brot. „Das Autohaus Ohse ist eine Bereicherung unserer Firmengruppe“, sagt Geschäftsführer Maik Schenkhut. Für Falkenhain ist es ein „toller Erfolg für Nordstadt“, nach dem Stavenow-Aus vor neun Jahren aus einer gefestigten Position heraus sich jetzt wieder zu erweitern. „In der Gruppe sind die Zukunftschancen größer als in einem kleinen Unternehmen, das auf sich gestellt ist“, sagt Falkenhain. Flexibles Handeln etwa beim Personaleinsatz sei so viel besser möglich.

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!
Weitere Themen aus der Region