Aus goldenem Palast wird ein Sushi-Lokal
Mehr als 25 Jahre lang war in der Marktstraße der „Golden Palast“ etabliert. Ab heute bietet das „Okiko“ unter anderem Sushi an. Foto: Steigleder
Goslar. Lange wurde gebaut in der Marktstraße 3, jetzt sind die Abdeck-Folien weg: Im ehemaligen „Golden Palast“ eröffnet heute das „Okiko“. Das Sushi- und Grill-Restaurant verspricht japanische Küche und neuartige Konzepte.
Goslar. Lange wurde gebaut in der Marktstraße 3, jetzt sind die Abdeck-Folien weg: Im ehemaligen „Golden Palast“ eröffnet heute das „Okiko“. Das Sushi- und Grill-Restaurant verspricht japanische Küche und neuartige Konzepte.
Choon Boon Lee hat nach eigenen Angaben schon „Sushi-Erfahrung“ und ist der Betreiber des „Okiko“ – das ein gleichnamiges Schwesterrestaurant mit gleichem Konzept in Trier hat. Zu essen soll es neben Asia-à-la-carte-Gerichten vor allem Sushi im „All-you-can-eat“-artigem System geben: Pro Runde und per Kopf dürfen fünf Gerichte bestellt werden, nach fünf Minuten geht es weiter, nach der zehnten Runde ist Schluss – bestellt wird per Tablets, die auf den Tischen bereitliegen. Und auch neu: Damit bewusster mit dem Essen umgegangen wird und Lebensmittel nicht unbedacht weggeschmissen werden, soll es eine kleine „Strafe geben“, wenn was auf dem Teller übrig bleibt und zurückgegeben wird.
Im „Okiko“ finden laut Lee rund 100 Gäste Platz, das Angebot variiert mittags und abends. Insgesamt seien sechs Angestellte im neuen Sushi-Restaurant beschäftigt.
Nur noch von außen erkennt man jetzt das Restaurant gegenüber der Marktkirche, wo im Juli 2017 nach über 25 Jahren vom „Golden Palast“ das Aus vermeldet wurde (die GZ berichtete). Innen hat sich das Design komplett geändert: Wo früher das bekannte rot-goldene China-Restaurant-Ambiente inklusive Pagoden und Buddha-Statuen vorgeherrscht hat, sind die Räume jetzt hell und klar eingerichtet.
Der „Golden Palast“ war nach knappen drei Jahrzehnten zu einer kleinen Goslarer Institution avanciert. Dessen Besitzer To Ha Tang war 1984 in die Kaiserstadt gekommen und hat erst das „China-Restaurant Peking“ und dann den goldenen Palast betrieben. Als Gründe für seine Schließung hatte Tang im Juli vergangenen Jahres die erstarkende Konkurrenz und das veränderte Ausgeh-Verhalten genannt. Nach zwei Jahren, in denen er sich über die Schließung Gedanken gemacht habe, hatte er sich schließlich dazu entschieden, die Marktstraße 3 für die japanische Küche freizumachen.