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Astfelder Hof: Nachbar kauft Haus nicht

Der Astfelder Hof ist noch zu haben.  Foto: Ciszewski

Der Astfelder Hof ist noch zu haben. Foto: Ciszewski

Astfeld. Udo Fricke wollte den Astfelder Hof kaufen und darin seinen Büroservice erweitern. Sein Angebot konnte die Stadt aber offenbar nicht überzeugen.

Von Jörg Ciszewski Donnerstag, 04.05.2017, 18:29 Uhr

Aus dem Interessententrio für den Astfelder Hof ist nun offenbar ein Duo geworden. Udo Fricke, Inhaber der Astfelder Büroservice GmbH, wird das Objekt nicht kaufen. Er hatte im Rathaus ein Kaufangebot mit Nutzungskonzept für den Veranstaltungssaal hinterlegt, das aber offenbar nicht den Vorstellungen der Stadt entsprach.

Bürgermeister Ingo Henze hatte vor einer Woche mitgeteilt, dass ihm Kaufangebote von drei Interessenten vorliegen. Im Rennen sind demnach noch zwei Interessenten, die wohl beide eine gastronomische Nutzung des Hauses vorsehen.

Fricke hatte andere Pläne für das Objekt, das bis Ende April als Harzer Knusperhaus von Ralf Ottmers betrieben wurde. Er hatte eigenen Angaben zufolge mit seinem Unternehmen, für das acht Personen arbeiten, in das Erdgeschoss einziehen wollen. Die obere Etage hätte er ausbauen wollen, um eine Erweiterung seines Betriebs zu ermöglichen. „Dort wäre dann noch einmal Platz für weitere acht bis zehn Arbeitsplätze gewesen“, sagt der Astfelder, dessen Büroservice in unmittelbarer Nachbarschaft zum Astfelder Hof liegt. Kurzfristig hätte er sich die Einstellung von drei bis vier Beschäftigten und eines Auszubildenden vorstellen können. „Am jetzigen Standort stoßen wird räumlich an unsere Grenzen.“

In seinem Konzept sei eine Nutzung des Veranstaltungssaals für mindestens fünf Jahre enthalten gewesen. „Ich hatte vorgeschlagen, dass die Stadt dafür eine Gebührenordnung aufstellt, die sich an der anderer Mehrzweckräume in städtischer Hand orientiert“, sagt er. Somit wäre eine Nutzung des Saals von Vereinen, privaten oder gewerblichen Interessenten weiterhin möglich gewesen. Damit hätte er ein zentrales Kriterium der Stadt für den Verkauf, nämlich die künftige Verfügbarkeit des Veranstaltungssaales für die Öffentlichkeit, erfüllt.

Er habe aber auch deutlich gemacht, dass ihm so etwas wie eine Ausstiegsklausel für die Saalnutzung wichtig ist. „Ich weiß ja nicht, wie die Nachfrage in einigen Jahren ist.“ Fricke habe im Vorfeld von verschiedenen Gewerken Kosten für die Sanierung des Objekts schätzen lassen und daran seinen Kaufpreis bemessen. Am Mittwoch habe er vom Bürgermeister erfahren, dass sein Angebot offenbar nicht angenommen wird und die Stadt mit anderen Interessenten weiter verhandeln will. „Damit bin ich raus“, sagt Fricke.

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