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Albert Baumann wird heute 70 Jahre alt

Ahnenforschung ist neben der Kommunalpolitik das Hobby von Albert Baumann. Besonders stolz ist der 70-Jährige dabei auf das Familienwappen, das sein Vorfahre Johann Baumann, ein Blaufarbenmeister, 1603 vom Kurfürsten von Sachsen verliehen bekommen hat. Foto: Eggers

Ahnenforschung ist neben der Kommunalpolitik das Hobby von Albert Baumann. Besonders stolz ist der 70-Jährige dabei auf das Familienwappen, das sein Vorfahre Johann Baumann, ein Blaufarbenmeister, 1603 vom Kurfürsten von Sachsen verliehen bekommen hat. Foto: Eggers

Braunlage. Er ist der Mann der Rekorde in der Braunlager Kommunalpolitik. Albert Baumann war 20 Jahre Bürgermeister, sitzt seit 47 Jahren im Rat der Stadt und ist seit mehr als sieben Jahren Ortsvorsteher. Das sind Zeiten, die bislang noch niemand vor ihm erreicht hat. Am heutigen Dienstag feiert Baumann seinen 70. Geburtstag.

Von Michael Eggers Dienstag, 08.01.2019, 08:00 Uhr

Dieses Ereignis will der Braunlager am Dienstag zunächst mit seiner Frau Ilse allein feiern. Am nächsten Wochenende sei dann eine kleine Familienfeier geplant, zu der auch seine vier Enkelkinder kommen wollen. „Das war mir wichtig“, betont Albert Baumann.

Es ging auch schon mal ruppig zu

Der 70-Jährige hat die Braunlager Kommunalpolitik der vergangenen Jahrzehnte geprägt wie kein Zweiter. Dabei ging es mitunter auch schon mal ruppig zu. Albert Baumann ist niemand, der seine Ziele nicht durchsetzen will, nur weil er Gegenwind bekommt.

Zu seiner Vita gehören auch Niederlagen. Gleich zweimal hat er gegen Bürgermeister Stefan Grote bei der Direktwahl des Stadtoberhaupts verloren. Dabei wäre er 2006 Bürgermeister geworden, wenn das Wahlrecht von 2011 gegolten hätte. Doch er musste trotz des besten Ergebnisses bei der eigentlichen Wahl in die Stichwahl, die er wohl wegen der Aussage der Bürgerliste, Grote zu wählen, verloren hat. 2011 hingegen ist Grote mit einfacher Mehrheit für acht Jahre zum Bürgermeister gewählt geworden, eine Stichwahl gab es nicht. In die wäre Baumann gekommen, der seinerzeit das zweitbeste Ergebnis erzielte.

Besonders stolz ist der 70-Jährige hingegen darauf, dass es ihm gelungen sei, den Wurmberg aus dem Nationalpark herauszuhalten. „Das waren schon anstrengende Verhandlungen damals“, sagt er. Geschick habe er aus seiner Sicht auch bewiesen, als das Land Niedersachsen die damalige Kurbetriebsgesellschaft verlassen wollte. „Dank meiner Hartnäckigkeit haben wir umgerechnet zwölf Millionen Euro in Sach- und Geldleistungen erhalten“, erinnert er sich.

Bankkaufmann gelernt

Baumann hat nach seiner Schulzeit zunächst den Beruf des Bankkaufmanns erlernt. Obwohl er es schaffte, sich zum Leiter der Immobilienabteilung der Sparkasse Goslar hochzuarbeiten, machte er sich 1978 mit einer Hausverwaltung in Braunlage selbstständig. Das Unternehmen sei noch heute erfolgreich, es sei von seinen Kindern weitergeführt worden.

Noch nicht sicher sei er, ob er 2021 noch einmal für den Rat der Stadt Braunlage kandidiere. „Das entscheide ich dann, wenn es so weit ist“, erklärt er. Unter anderem wolle er das von seinem Gesundheitszustand abhängig machen. Wenn er dann gewählt würde, könnte er der erste Braunlager sein, der mehr als 50 Jahre im Rat sitzt.

Ob er trotz oder wegen des Wahlplakats 1976 in den Kreistag Goslar gewählt wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls war Albert Baumann zehn Jahre lang bis 1986 Kreistagsabgeordneter. Repro: Eggers

Ob er trotz oder wegen des Wahlplakats 1976 in den Kreistag Goslar gewählt wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls war Albert Baumann zehn Jahre lang bis 1986 Kreistagsabgeordneter. Repro: Eggers

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