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15 Millionen Euro für die Sanierung des Hotels Wolfshof

Die Sonnenhotels-Chefin Karina-Anna Dörschel nennt die Sanierung des Wolfshofs ein „Herzensprojekt“, das Haus kennt sie von Kindesbeinen an. 45 Einheiten, darunter Suites und Apartments, mit rund 130 Betten gehören zu dem Hotel. Fotos: Ciszewski

Die Sonnenhotels-Chefin Karina-Anna Dörschel nennt die Sanierung des Wolfshofs ein „Herzensprojekt“, das Haus kennt sie von Kindesbeinen an. 45 Einheiten, darunter Suites und Apartments, mit rund 130 Betten gehören zu dem Hotel. Fotos: Ciszewski

Wolfshagen. Das etwas in die Jahre gekommene Sonnenhotel Wolfshof am Ortsrand von Wolfshagen erhält eine millionenschwere Frischzellenkur. Die Sonnenhotels-Gruppe plant als Betreiber gemeinsam mit dem Investor Auszeit Hotel & Resort AG den Bau eines zusätzlichen Bettentraktes mit 70 modernen Doppelzimmern sowie eine Rundumsanierung des Haupthauses.

Mittwoch, 22.01.2020, 17:00 Uhr

Sonnenhotels-Geschäftsführerin Karina-Anna Dörschel spricht von einer Investition in Höhe von rund 15 Millionen Euro. Der Startschuss für die Bauarbeiten, die voraussichtlich rund 18 Monaten in Anspruch nehmen werden, soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Dörschel bezeichnet die zeitliche Planung als „sportlich“. Ihr liegt das Vorhaben im heimatlichen Wolfshagen aber besonders am Herzen. Vater Harald Dörschel hatte das damalige Kurhotel in Wolfshagen 1982 mit seiner mittlerweile verstorbenen Ehefrau Monika gekauft und damit eigenen Worten zufolge den „Grundstein für die Hotelgesellschaft“ gelegt, zu der heute 13 Sonnenhotels in Deutschland und Österreich gehören.

Nachdem die Hotel-Gruppe zwischenzeitlich in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und schließlich in die Insolvenz gerutscht war, konnten die Dörschels die verkauften Anteile an der Gruppe 2013 wieder erwerben.

Seit einigen Jahren wachsen die Sonnenhotels, das ambitionierte Ettershaus in Bad Harzburg mit seinen charakteristischen Baumhäusern steht in den Startblöcken und im sauerländischen Winterberg will die Gruppe im Frühjahr nächsten Jahres das Sonnenhotel Paulas Hof eröffnen – übrigens ebenfalls eine Bestandsimmobilie, die ein umfassendes Facelifting erhält. Im Februar vergangenen Jahres konnte bereits der barrierefreie Salinengarten bei Heilbronn seine Pforten öffnen, ein weiteres barrierefreies Hotel entsteht in Bad Kissingen.

Mit der Erweiterung und Modernisierung des Wolfshofes erhältdas Haus auch einen Spa-Bereich mit Saunen, Massage- und Kosmetikanwendungen sowie einem Schwimmbad im Untergeschoss. Dafür muss die Bierstube weichen, die sich als nicht mehr zeitgemäß herausstellte.

Der neue Gebäudetrakt mit 70 Doppelzimmern entsteht auf einer Fläche, die gegenwärtig noch als Reitplatz genutzt wird. Außerdem muss für den Neubau das alte Wirtschaftsgebäude weichen. Der zweieinhalbgeschossige Zimmertrakt soll künftig über einen Verbindungsgang im ersten Stock an das Haupthaus angebunden werden, sodass der Gast trockenen Fußes Rezeption und Restaurant erreicht.

Neben der Rundumsanierung des Haupthauses, das auf Rohbauniveau zurückgebaut wird, ist auch eine umfassende Modernisierung des benachbarten Landhauses „Rotkäppchen“ vorgesehen.

Ab wann der Wolfshof tatsächlich für die Bauarbeiten schließt, steht noch nicht fest. Derzeit sind 33 Personen in dem Hotel in Wolfshagen beschäftigt. Ein Teil dieses Personals könnte während der Schließzeit im Ettershaus eingesetzt werden, so Dörschel. Doch die Planungen seien noch nicht abgeschlossen.

Eigentümer des Wolfshäger Hotels und der Liegenschaft ist die Auszeit AG. Mit dem Investor habe die Gruppe bereits bei der Entwicklung eines Sonnhotels bei Würzburg gut zusammengearbeitet, sagt Dörschel. Vor dem Baustart gelte es noch eine Übereinkunft mit zwei Eigentümern zu erzielen, denen Einheiten des Hotels gehören. Denn für die Bauzeit wolle der Investor alle Teile der Immobilie von der Wohneigentümergesellschaft erwerben, um sie danach wieder zu veräußern. Die Teilungsverträge dafür seien bereits vorbereitet, sagt Dörschel und verleiht dem Projekt den Status „Entwurfsplanung“, denn auch der Bauantrag liegt noch nicht vor. Aber sie ist zuversichtlich: „Bisher war die Zusammenarbeit mit dem Landkreis wirklich toll.“

Auf dem Gelände neben dem Hotel soll der neue Zimmertrakt entstehen. Dafür muss auch das Wirtschaftsgebäude im Vordergrund weichen.

Auf dem Gelände neben dem Hotel soll der neue Zimmertrakt entstehen. Dafür muss auch das Wirtschaftsgebäude im Vordergrund weichen.

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