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In historischer Kulisse: Katrin Dziekan (li.), wissenschaftliche Mitarbeiterin in Schloss Wernigerode, in der Rolle der „Anna zu Stolberg-Wernigerode“ und Anke Triller, Koordinatorin der Frauen-Orte Sachsen-Anhalt.  Foto: Schloss Wernigerode

In historischer Kulisse: Katrin Dziekan (li.), wissenschaftliche Mitarbeiterin in Schloss Wernigerode, in der Rolle der „Anna zu Stolberg-Wernigerode“ und Anke Triller, Koordinatorin der Frauen-Orte Sachsen-Anhalt. Foto: Schloss Wernigerode

Wernigerode. Vor 20 Jahren wurde Schloss Wernigerode als einer der ersten historischen Plätze in Deutschland zu einem Frauen-Ort ernannt. Seither gehört der historische Bau zu einem Netzwerk, das in Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen wurde und das sich mittlerweile auch anderswo etablieren konnte.

16.06.2020, 16:47 Uhr

In Goslar etwa wird an die Politikerin, Publizistin und mondänen Villenbesitzerin Katharina von Kardorff-Oheimb (1879 bis 1962) erinnert, Schloss Wernigerode ist Frauen-Ort wegen Anna zu Stolberg-Wernigerode (1837 bis 1907). Die Gräfin, später Fürstin, hat durch ihre soziale Tätigkeit und Salonkultur Spuren hinterlassen.

Sie habe die Bevölkerung mit Projekten wie Heilanstalten und Geschenken zur Weihnachtszeit unterstützt und durch ihren Zugang zur Salonkultur in Berlin einen kleinen Salon in Wernigerode gepflegt, teilt die Schloss-GmbH mit. Auf diese Weise habe sie jenseits der politischen Treffen ihres Mannes einen Ort des Austauschs etabliert.

„Unsere Landesgeschichte ist nicht nur die Geschichte von berühmten Männern, sondern wurde auch durch engagierte Frauen geprägt“, sagte Anke Triller, Koordinatorin der Frauen-Orte Sachsen-Anhalt. Künftig soll ein Audio-Archiv erstellt werden. Damit sollen die oft weniger bekannten Frauengeschichten unter anderem in einem Podcast hörbar gemacht werden. Das Schloss hat in diesen Tagen einen weiteren Grund zur Freude. Zu seinem 25-jährigen Bestehen hat der Lions-Club „Anna zu Stolberg-Wernigerode“ 4500 Euro gespendet, um die Walcker-Orgel in der Schlosskirche sanieren zu können. Von dem Geld soll die Untersuchung durch einen Restaurator bezahlt werden. 

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