GZ-Archiv

Goslar. Die Zahl der Corona-Infektion im Landkreis Goslar ist weiter angestiegen. Am Dienstagnachmittag meldete die Kreisverwaltung zunächst 22 Infizierte, am Abend dann, gegen 20 Uhr, war die Zahl auf 31 Infizierte angestiegen.

24.03.2020, 17:20 Uhr

Die kurzzeitige Entspannung bei der Anzahl der Virusinfektionen am Anfang der Woche beruhte auf einem Irrtum. Die Kreisverwaltung hatte am Montagabend zunächst gemeldet, die Zahl habe sich von 21 auf 17 reduziert, nachdem vier Menschen aus der Quarantäne entlassen werden konnten, weil sie als gesund gelten. Später korrigierte sich der Landkreis – mit dem erklärenden Hinweis: „Die offizielle Zählweise bei der Erfassung der Covid-19-Infektionen sieht vor, dass die Fälle immer weiter addiert werden.“ Somit berücksichtigen die offiziellen Corona-Infektionszahlen nicht die bereits wieder genesenen Patienten.

Auch im Landkreis Göttingen steigen die Zahlen der als infiziert registrierten Menschen weiterhin deutlich. Noch am Dienstagnachmittag meldete der Nachbarlandkreis 75 Infizierte, am Abend dann meldeten die Behörden 83.

Im Landkreis Wolfenbüttel wird die Kita Varietà bis Ende März keine Notfallbetreuung mehr anbieten können. Das Gesundheitsamt hat vorsorglich eine Quarantäne für die Mitarbeiter und fünf Kinder angeordnet. Eine Mitarbeiterin könnte sich mit dem Virus angesteckt haben, weil sie Kontakt zu zwei infizierten Menschen hatte. Die in der Kita Varietà betreuten Kinder kommen in einer anderen Notfallbetreuung unter. Der Wolfenbütteler Bürgermeister Thomas Pink appellierte derweil an die Bevölkerung, mehr Solidarität zu zeigen – und Hamsterkäufe zu unterlassen.

Aus dem deutlich größeren Landkreis Harz wurden am Dienstagnachmittag 24 Menschen gemeldet, die sich infiziert haben, einer mehr als zuvor. Betroffen ist ein Patient aus Quedlinburg. Der Harzkreis teilt mit, dass sich die meisten Geschäfte an die Auflagen halten würden und geschlossen hätten. Nur wenige Betreiber müssten ermahnt werden. Viele Arbeitgeber im Landkreis Harz würden fragen, ob sie für Beschäftigte, die aus anderen Bundesländern pendeln, Passierscheine benötigen würden. Weil es in Sachsen-Anhalt keine Ausgangssperre gebe, könnten Beschäftigte ohne Einschränkungen zur Arbeit fahren.

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