Zwei junge Revierleiter entwickeln im Harz den Wald von morgen
Die beiden neuen Revierleiter Magnus Zenker von der Försterei Zorge und Matheo Pesch von der Försterei Stöberhai mit Forstamtsleiter Stefan Fenner (v.l.). Foto: Niedersächsische Landesforsten
Matheo Pesch und Magnus Zenker sind beide 28 Jahre jung und übernehmen als neue Revierleiter auch Verantwortung für die Wiederbewaldung im Harz. Das haben sie jetzt vor.
Braunlage. Das Niedersächsische Forstamt Lauterberg verjüngt sein Team und besetzt zwei Reviere neu: Matheo Pesch übernimmt die Försterei Stöberhai und Magnus Zenker leitet die Försterei Zorge.
Laut Pressemitteilung der Landesforsten kennen die beiden 28-jährigen Forstmänner die Niedersächsischen Landesforsten bereits aus früheren Ausbildungszeiten. Mit ihrer neuen Aufgabe als Revierleiter tragen sie nun die Verantwortung für ein weitläufiges Waldgebiet: Es erstreckt sich vom Oderstausee über den Stöberhai und Zorge bis an die Grenze zu Thüringen.
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Wer sind die beiden Neuen?
Magnus Zenker stammt gebürtig aus Attendorn im Sauerland. Nach dem Abitur ließ er sich beim Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen im Forstamt Kurkölnisches Sauerland zum Forstwirt ausbilden. Kurz nach Beginn der Ausbildung im Jahr 2017 setzte nach dem Orkan Friederike im Sauerland die flächendeckende Borkenkäferkalamität ein. „Die Bewältigung dieser Krise und die Wiederbewaldung prägten von Anfang an meine gesamte bisherige forstliche Laufbahn“, beschreibt Magnus Zenker seinen Start als junger Förster im Wald.Forstamt Liebenburg: Holger Sohns folgt auf Detlef Tolzmann
Allerdings wollte Zenker als Forstwirt den Wald nicht nur praktisch bewirtschaften. Er suchte die Verantwortung für ein eigenes Revier und wollte Entwicklungen im Wald langfristig mitgestalten, so die Landesforsten. Deshalb habe er sich für das duale Studium der Forstwirtschaft bei den Niedersächsischen Landesforsten entschieden.
Vom Harz begeistert
„Den Harz lernte ich erstmals im Rahmen von Exkursionen während des Studiums kennen und war sofort von der Landschaft und den Wäldern begeistert. Zahlreiche Ausflüge und Wanderungen waren die Folge“, schwärmt der neue Revierleiter rückblickend über den Naturraum. Umso mehr freute er sich, als er 2025 im Rahmen des dualen Studiums eine sechsmonatige Praxisphase in der Revierförsterei Zorge absolvieren durfte.
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Sein Revier Zorge will Magnus Zenker jetzt langfristig weiterentwickeln und dabei die unterschiedlichen Anforderungen an den Wald miteinander verbinden. Dabei sind ihm stabile, artenreiche Mischwälder wichtig. Daraus will er das nachwachsende Holz ernten und den Wald möglichst auf natürliche Weise erneuern.
Vom Zimmerer zum Förster
Sein Kollege Matheo Pesch lenkt die benachbarte Försterei Stöberhai. Pesch ist in Bremen aufgewachsen und absolvierte dort zunächst eine Ausbildung zum Zimmerer. Sein Weg führte ihn anschließend zum Studium der Forstwissenschaften an die Universität Göttingen. Den folgenden Vorbereitungsdienst bei den Niedersächsischen Landesforsten im Forstamt Wolfenbüttel schloss er im Frühjahr 2026 erfolgreich ab.
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Seit dem Studium ist auch sein Rauhaarteckel Sherlock ein treuer Begleiter. „Mich motiviert besonders, die vielfältigen Funktionen des Waldes und die unterschiedlichen Interessen am Wald miteinander zu verbinden“, sagt Pesch. „Gerade im Harz mit den besonderen Herausforderungen der Wiederbewaldung ist das eine spannende und verantwortungsvolle Aufgabe“, weiß er. Und genau das sind die Beweggründe, warum Matheo Pesch Förster geworden ist.
Wenn sie nicht in der Natur unterwegs sind, erledigen die beiden jungen Revierleiter ihre Bürotätigkeit – die auch dazu gehört – im Forstamt Lauterberg. Das ist immerhin im Ortsteil Kupferhütte am malerischen Bachlauf Krumme Lutter gelegen. red/ber
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