Zähl Pixel
Europaweite Markterkundung

GZ Plus IconDrei potenzielle Investoren für das Goslarer Kaiserpfalzquartier

Luftaufnahme eines Parks mit mehreren historischen Gebäuden, einem großen Rasenplatz, Bäumen und einem angrenzenden Parkplatz

Blick auf die Brachfläche im Kaiserpfalzquartier. Wie es weitergeht, steht in den Sternen. Foto: Piegsa (Archiv)

Was wird aus dem Goslarer Pfalzquartier? Nach dem Ausstieg von Ehrenbürger Hans-Joachim Tessner war die Not groß. Jetzt haben sich neue Interessenten gemeldet.

author
Von Frank Heine
Freitag, 20.03.2026, 18:00 Uhr
Das Buch ist noch nicht zugeklappt. Aber mit wem Goslar ein neues Kapitel zum Pfalzquartier schreiben will, steht auch noch nicht fest. Immerhin: Drei Investoren haben jetzt ihr Interesse bei der Verwaltungsspitze hinterlegt, das vor knapp zwölf Jahren gestartete Projekt fortzuführen. Veranstaltungshalle, Vier-Sterne-Hotel, Parkgaragen – der Goslarer Ehrenbürger Hans-Joachim Tessner war im August des Vorjahres ausgestiegen, von anhaltender öffentlicher Kritik mürbe gemacht. Er hatte aber seine Förderzusage über insgesamt 10,5 Millionen Euro aufrechterhalten.

Europaweite Suche

Auf dieser Grundlage hatte die Stadt deshalb Mitte Februar eine nationale wie auch europaweite Markterkundung in Gang gesetzt, deren Frist am Mittwoch abgelaufen ist. Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner hat am Freitag das Ergebnis der Suche nach potenziellen Investoren bekanntgegeben: „Wir haben drei Rückmeldungen erhalten, die wir jetzt bewerten. Zwei davon sind dem Markterkundungsverfahren zuzuschreiben. Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit – vermutlich ab April.“ Mehr Informationen waren der Stadtspitze zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht zu entlocken.

Zur Erinnerung: Ratspolitik und Verwaltung hatten sich im Anschluss an den Tessner-Rückzug darauf verständigt, auf die Suche nach einem neuen Investor zu gehen. Der Rat beauftragte die Verwaltung während seiner letzten Sitzung im Vorjahr, im Vorgriff auf eine mögliche Ausschreibung den Markt zu erkunden. Ziel war es, einen Überblick über potenziell interessierte und geeignete Investoren zu gewinnen. Gleichzeitig ging es um Sondierungen, ob und unter welchen Bedingungen eine Ausschreibung erfolgversprechend vorgenommen werden kann.

Faustpfand beim Werben

Schon im November 2025 hatte der Rat mehrheitlich Änderungen an Flächennutzungs- und Bebauungsplan für das Gebiet rund um die Pfalzfläche beschlossen. Seit Januar besteht eine rechtskräftige Planungsgrundlage als Faustpfand beim Werben um neue Finanziers. Mit der Markterkundung hat die Stadt Goslar aus Schwerdtners Sicht ein klares Signal gesetzt, die Entwicklung des Pfalzquartiers weiterhin zukunftsorientiert und in einem transparenten Verfahren voranzutreiben.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Themen aus der Region