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Braunlage rüstet auf

GZ Plus IconAuf diese Neuerungen können Skisportler am Wurmberg gespannt sein

Das Bild zeigt zwei Skiläufer, die quer über die Skipiste am Hexenritt zum Schlepplift laufen.

Am Montagmorgen ist am Hexenritt wenig los. Die Betreiber bereiten sich auf die Zeugnisferien vor, die am Freitag starten. Foto: Eggers

Es gibt eine neue Möglichkeit am Wurmberg einzukehren und im Grunde auch neue Pisten, die nun entsprechend präpariert sind. Braunlage erwartet einen Besucheransturm.

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Von Michael Eggers
Dienstag, 27.01.2026, 04:00 Uhr

Braunlage. „Irgendwie müssen wir ja auf unsere 13 Pistenkilometer kommen“, sagt Fabian Brockschmidt. Der Leiter der Wurmbergseilbahn teilt auf Anfrage mit, dass derzeit nahezu alle Abfahrten an Niedersachsens höchstem Berg für den Wintersport präpariert sind. „Das ist selten“, erklärt er. Deshalb entstünde bei vielen der Eindruck, dass es neue Pisten gibt, dies sei aber so nicht der Fall. Das Unternehmen bereitet sich derzeit auf die Zeugnisferien vor.

Das Foto zeigt den Blick über einen leeren Parkplatz in den Südharz.

Freie Sicht über den Harz und freie Parkplätze: Am Montagmorgen ist wenig los am Wurmberg. Das wird sich zum Wochenende ändern, und die Stadt empfiehlt den Wintersportlern, den Skibus zu nutzen. Foto: Eggers

In den nächsten Tagen werde weiter kräftig beschneit, damit in der Zeit zwischen dem 30. Januar und dem 4. Februar überall am Berg Wintersport betrieben werden kann, erklärt Fabian Brockschmidt. Während der niedersächsischen Zeugnisferien ist absolute Hauptsaison und in den vergangenen Jahren war Ski- und Snowboardfahren nicht so möglich, wie sich der Betreiber das wünscht.

Meist gesperrt

Das Foto zeigt Skifahrer, die einen Hang hinab fahren.

Die untere große Wurmbergabfahrt ist mittlerweile vor allem bei Jugendlichen beliebt, die auch gerne mal oberhalb der eigentlichen Piste auf der Mountain-Bike-Strecke fahren. Foto: Eggers

Das soll am Wochenende anders werden, der Wurmberg will sozusagen Werbung in eigener Sache machen und hat im Grunde schon damit begonnen, denn auch am vergangenen Wochenende war jede Menge rund um den Hexenritt los, und das, obwohl es teilweise sehr neblig war. Aber bis auf die untere Talabfahrt sind alle 16 Pisten schon jetzt im Betrieb, darunter auch der sogenannte Obere Skiweg an der Bratwurst (so heißt eine bekannte Weggabelung) vorbei, der die Panorama-Abfahrt mit dem Hexenritt verbindet.
Das Foto zeigt einen Kiosk im Schnee.

Die Hexenhütte bietet auch beim Nachtskilauf unter anderem Getränke für die Wintersportler an und wird von Mario Hebestriet quasi direkt an der Piste betrieben. Foto: Eggers

Diese Piste war in den vergangenen Jahren meist gesperrt. „Wir hatten nie so viel Schnee, dass wir diese Abfahrt zwischen der Panorama-Abfahrt und dem Hexenritt präparieren konnten“, erklärt Fabian Brockschmidt. Deshalb denken viele Wintersportler, es gebe eine neue Abfahrt, das sei aber nicht der Fall. Das Gleiche gelte für den Skiweg Hexenritt, der die Panorama-Abfahrt mit dem Sonnenhang verbindet. Auch dieser ist erstmals seit Jahren präpariert und wird derzeit gerne von Stammgästen genutzt, die meinen, eine neue Strecke zu fahren.
Das Foto zeigt zwei Menschen, die bei geringem Gefälle auf Skiern unterwegs sind.

Der sogenannte Obere Skiweg an der Bratwurst vorbei ist erstmals wieder präpariert und verbindet die Panorama-Abfahrt mit dem Hexenritt. Foto: Eggers

Vor allem bei einheimischen Jugendlichen ist derzeit die Untere große Wurmbergabfahrt sehr beliebt. Der geübte Nachwuchs nutzt dann aber häufig nicht die Piste, um ins Tal zu kommen, sondern weicht auf die schmale Mountainbike-Strecke oberhalb aus. Der Betriebsleiter sieht das gar nicht gern. „Das geschieht auf eigene Gefahr“, betont er.

„Hexenhütte“ abends geöffnet

Das Foto zeigt Menschen, die im Nebel draußen sitzen.

Auch bei Nebel wird Après-Ski am Wurmberg groß geschrieben. Am Sonntagnachmittag jedenfalls ist an der Schirmchenbar einiges los. Foto: Eggers

Um auch am nächsten Wochenende ausreichend Schnee zu haben, legen die Mitarbeiter der Wurmbergseilbahn-Gesellschaft unter anderem gerade am Nordhang ein Depot an. „Wir produzieren mit drei Kanonen Schnee“, betont Fabian Brockschmidt. Denn am Nordhang gibt es keine Schneelanzen, sodass diese beliebte Abfahrt meist auf Naturschnee angewiesen ist. Doch die Wettervorhersagen sind, Stand Montag, gut, sodass von tollen Wintersportbedingungen während der Zeugnisferien auszugehen ist. „Wir bieten auch am Freitag, Samstag und Sonntag unseren Nachtskilauf an“, kündigt der Betriebsleiter an. Das heißt, die Wintersportler können am Hexenritt jeweils von 17 bis 21 Uhr unter Flutlicht fahren. „Wir wollen zusammen mit Mario Hebestriet auch für die passende zusätzliche Beleuchtung sorgen“, erklärt er.

Mario Hebestriet sorgt in den Abendstunden für die Bewirtung der Wintersportler. Er hat den Betrieb der „Hexenhütte“ übernommen, die an der Talstation des Schlepplifts am Hexenritt quasi direkt an der Piste liegt und von der Seilbahn-Gesellschaft aufgestellt worden ist.

Die Aufstellung dieser „Hexenhütte“ sei notwendig geworden, damit die Skifahrer abends etwas trinken können, berichtet Brockschmidt weiter. Die Gaststätten „Hexenritt-Alm“ und „Schirmchenbar“ haben abends jeweils geschlossen, weil es sich aus Sicht der jeweiligen Betreiber nicht lohne, wie sie auf GZ-Anfrage mitteilen. Weil der Skibus abends nicht fährt, bietet die Wurmbergseilbahn in Zusammenarbeit mit „Taxi Hoff“ an, per Kleinbussen nach dem Nachtskilauf vom Hexenritt nach Braunlage zu fahren. Dabei werde jeweils gewartet, bis jeder Platz in dem Kleinbus mit Ski- und Snowboardfahrern besetzt ist, und dann werde für „kleines Geld“ ins Tal gefahren.

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