12.636 Euro: Hohes Spendenaufkommen beim Verkauf im Nordharz
In Hahausen servieren die Ehrenamtlichen die Schweine auf dem Backblech. Foto: Heinemann
Rund 100 Euro mehr haben die Leute aus dem Nordharz in diesem Jahr für den guten Zweck gespendet. Langelsheim, Liebenburg und Schladen-Werla zeigen sich sehr zufrieden.

Gleich nach dem morgendlichen Einkauf holen sich diese Hahäuserinnen gleich ihre GZ-Schweine ab. Foto: Heinemann
In Hahausen ging es schon morgens um 8 Uhr los in der Bäckerei Raffert. Perfekt, um den morgendlichen Gang zum Brötchen holen mit dem Kauf eines Glücksbringers zu verbinden. 190 rosa Schweine verkauften die Ehrenamtlichen. Rainer Hoffmeister legte die Schweine auf einem Backblech aus. Diese Methode habe sich bewährt. Denn wenn er in der einen Hand einen Hut mit den Schweinen hätte und in der anderen das Portemonnaie, fehlt die dritte Hand, um die Glücksbringer zu übergeben.
Besonders schnell ging es in Langelsheim wieder. Bereits nach sieben Minuten waren alle 400 Schweine weg. Anders leider beim Standort Volksbank. Von 380 blieben 28 Glücksbringer übrig. Auch beim Rewe-Markt konnten nicht alle unter die Leute gebracht werden. Insgesamt blieben 75 Schweine über.Kinder, Geschichte und Tourismus
Hier hilft das GZ-Glücksschweinchengeld im Nordharz
Doch diese konnte Hartmut Richter noch am Abend und am Neujahrstag beim Schwimmen an der Innerstetalsperre versteigern. Dadurch kamen nochmal 179,50 Euro zusammen.
Überall gute Laune
Freude auf das Neujahrsschwimmen herrschte am Mittwoch noch in Wolfshagen. Der MTV hat zusammen mit der Hexenbrut zum Schweinchenverkauf schon Tische, Grill und Glühwein vorbereitet. Abends sollte dort nämlich auch eine kleine Silvesterparty steigen. So standen warme Getränke schon für die Wartenden bereit. Oberhexe Antje Wedde und ihre Hexen tanzten im Schnee zu Liedern aus der Box. So hielten sie sich nicht nur warm, sondern sorgten auch gleich für gute Laune, die bis zum Gang in die Innerste anhalten sollte.
In Wolfshagen vertreiben sich die Wartenden die Zeit bei einer Tasse Glühwein. Foto: Heinemann

Mit einer Handvoll Glück geht es ins neue Jahr. Foto: Heinemann
Beim Schweinchen-Verkauf bildete sich sogleich eine lange Schlange. 340 Stück hatten Ortsbürgermeister Burkhard Pahl und seine Stellvertreterin Frauke Wagner dabei. Zum Ende hin mussten sie tatsächlich etwas aufpassen, dass auch wirklich alle einen Glücksbringer bekommen, erzählte Wagner. Im nächsten Jahr könnten sie durchaus ein paar mehr mitnehmen.
In Astfeld war die Freude darüber groß, dass Schornsteinfeger Robin Rühmers mit seinem Sohn Kilian zum Verkauf dazukam. Er verteilte kleine Schornsteinfeger an die Leute. Darüber freuten sich auch die Abnehmer, die alle 325 Glücksschweine aufkauften.
Eine lange Schlange bildet sich vor dem Verkaufsstand: Die Wolfshäger wollen tatsächlich mehr Glücksbringer kaufen, als der Ortsbürgermeister dabei hat. Foto: Heinemann
Besonders großzügig waren in diesem Jahr die Käufer in Alt Wallmoden. Mindestgebot für ein Schweinchen waren 1,50 Euro. Die Alt Wallmodener gaben im Schnitt 2,99 Euro pro Stück. Im Schnitt gaben alle Wallmodener (mit dazu Neuwallmoden und Bodenstein) 2,60 Euro. Sie erreichten damit das beste Ergebnis. Knapp dahinter kommt die Volksbank. Zwar sind dort nicht alle Schweine verkauft worden, aber im Schnitt gaben die Leute 2,56 Euro.
Insgesamt wurden in Langelsheim an Silvester 6398,60 Euro eingenommen. Dazu kommt noch das Geld aus dem Verkauf der restlichen Schweinchen. Insgesamt wurden somit 6578,10 Euro eingenommen.
Annemarie Bierstedt holt ihre Glücksbringer in Othfresen ab. Foto: Leifeld
Rekordverdächtiger Verkauf
Was für ein Tisch voller Geld! Freudig und erfolgreich verlief der GZ-Glückschweinchenverkauf auch in der Gemeinde Liebenburg, wo 2200 Glückstierchen in rekordverdächtiger Zeit veräußert wurden. Das wurde umso deutlicher, als die Ratsmitglieder um Dr. Claudia Moog nach dem Ausverkauf im Sitzungszimmer der Gemeindeverwaltung zusammenkamen, um das Ergebnis auszuzählen. 4477,86 Euro hatten die Liebenburger Schweinchenkäufer an zwölf Verkaufsstellen eingenommen. Elf waren verschiedene Hotspots in den Ortschaften der Gemeinde. Der Zwölfte war bei Bürgermeister Alf Hesse mit einem eigenen Glücksbringer-Kontingent, der sich als ausgebuffter Schweinehändler erwies.
In Dörnten kommen die Leute zahlreich, um sich ihr Glück für das neue Jahr abzuholen. Foto: Leifeld
Spendenaktion im Landkreis Goslar
73.000 Euro: GZ-Glücksschweine mit neuem Spitzenwert

Bürgermeister Martin Schulze zählt das Geld, was in der Gemeinde Schladen-Werla zusammenkommt. Foto: Leifeld
Großer Bedarf
In der Rekordzeit von vier Minuten waren die GZ-Glücksschweinchen in Schladen am Einkaufszentrum in der Hermann-Müller-Straße verkauft. Dort verkauften die Ratsmitglieder Michael Hausmann, Gabi Glinka, Andreas Himstedt Stefan Lüttgau und Bernward Köbbel. An der Sparkasse waren Veronika Feldmann, Karl-Jürgen Heldt und Andreas Stieler als Verkäufer unterwegs. Insgesamt standen in Schladen und Hornburg 900 Glücksschweinchen zur Verfügung.
Aus dem Erlös sollen die Kinder- und Jugendfeuerwehren in der Gemeinde Schladen-Werla unterstützt werden. Das Geld soll für die Nachwuchswerbung und Ausbildung des Nachwuchses verwendet werden und so die Zukunft der Einsatzabteilungen der Ortsfeuerwehren zu sichern.
In Schladen sammeln sich die Leute vor dem Rewe-Markt, um die Glücksschweine zu kaufen und damit einen guten Zweck zu unterstützen. Foto: Hohaus
Anschließend wurden alle Ratsmitglieder zum Kaffeetrinken durch den Rewe-Marktleiter Harald Witt eingeladen. Er berichtete, dass Rewe am 1. Oktober das ganze Gelände, bis auf Aldi und Lidl gekauft hat. Im Jahr 2027 wird es dann bauliche Veränderungen auf dem Gelände an der Hermann-Müller-Straße geben.
Mit einem Ergebnis von 1580 Euro betrug der durchschnittliche Schweinepreis 1,75 Euro, verkündete Bürgermeister Martin Schulze zufrieden. Groß war der Andrang in Hornburg, wo Ortsbürgermeister Marc Samel 80 Tiere veräußerte. „Das war definitiv zu wenig. Im kommenden Jahr muss ich mehr Tiere bekommen“, berichtet er von einer sehr großen Nachfrage im kleinen Fachwerkstädtchen.Glücksschweinchen
Spendenaufkommen bei GZ-Aktion in Braunlage so hoch wie noch nie

In Hahausen servieren die Ehrenamtlichen die Schweine auf dem Backblech. Foto: Heinemann
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