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GZ-Glücksschweinchen

GZ Plus Icon12.636 Euro: Hohes Spendenaufkommen beim Verkauf im Nordharz

Ein Backblech auf dem viele kleine Glücksschweine liegen.

In Hahausen servieren die Ehrenamtlichen die Schweine auf dem Backblech. Foto: Heinemann

Rund 100 Euro mehr haben die Leute aus dem Nordharz in diesem Jahr für den guten Zweck gespendet. Langelsheim, Liebenburg und Schladen-Werla zeigen sich sehr zufrieden.

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Von Andrea Leifeld, Von Helmut Hohaus,
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Von Ronja Heinemann
Donnerstag, 01.01.2026, 19:45 Uhr
Eine Handvoll Glück holten sich am Mittwochmorgen zahlreiche Menschen aus dem Nordharz ab. Die rosa GZ-Glücksschweinchen werden jedes Jahr an Silvester unter die Leute gebracht – zum selber Behalten oder zum Verschenken. Das eingenommene Geld kommt Vereinen, Initiativen und mehr zugute. In diesem Jahr profitieren die Gemeinden Liebenburg und Schladen-Werla von dem Schweinchen-Geld.
Zwei Frauen halten Glücksschweinchen hoch

Gleich nach dem morgendlichen Einkauf holen sich diese Hahäuserinnen gleich ihre GZ-Schweine ab. Foto: Heinemann

In Hahausen ging es schon morgens um 8 Uhr los in der Bäckerei Raffert. Perfekt, um den morgendlichen Gang zum Brötchen holen mit dem Kauf eines Glücksbringers zu verbinden. 190 rosa Schweine verkauften die Ehrenamtlichen. Rainer Hoffmeister legte die Schweine auf einem Backblech aus. Diese Methode habe sich bewährt. Denn wenn er in der einen Hand einen Hut mit den Schweinen hätte und in der anderen das Portemonnaie, fehlt die dritte Hand, um die Glücksbringer zu übergeben.

Besonders schnell ging es in Langelsheim wieder. Bereits nach sieben Minuten waren alle 400 Schweine weg. Anders leider beim Standort Volksbank. Von 380 blieben 28 Glücksbringer übrig. Auch beim Rewe-Markt konnten nicht alle unter die Leute gebracht werden. Insgesamt blieben 75 Schweine über.

Doch diese konnte Hartmut Richter noch am Abend und am Neujahrstag beim Schwimmen an der Innerstetalsperre versteigern. Dadurch kamen nochmal 179,50 Euro zusammen.

Überall gute Laune

Freude auf das Neujahrsschwimmen herrschte am Mittwoch noch in Wolfshagen. Der MTV hat zusammen mit der Hexenbrut zum Schweinchenverkauf schon Tische, Grill und Glühwein vorbereitet. Abends sollte dort nämlich auch eine kleine Silvesterparty steigen. So standen warme Getränke schon für die Wartenden bereit. Oberhexe Antje Wedde und ihre Hexen tanzten im Schnee zu Liedern aus der Box. So hielten sie sich nicht nur warm, sondern sorgten auch gleich für gute Laune, die bis zum Gang in die Innerste anhalten sollte.
Eine Frau gibt einem Mann eine Tasse.

In Wolfshagen vertreiben sich die Wartenden die Zeit bei einer Tasse Glühwein. Foto: Heinemann

Die Wolfshäger fanden es super, dass die Vereine sich wieder an der Aktion beteiligten und ihnen etwas zum Verzehr und Unterhaltung boten. Auch der TSV habe vorher gesagt, dass er sich wieder beteiligen möchte. Aber in diesem Jahr bekam der MTV den Zuschlag.
Eine Frau hält die rosa GZ-Glücksschweine hoch.

Mit einer Handvoll Glück geht es ins neue Jahr. Foto: Heinemann

Beim Schweinchen-Verkauf bildete sich sogleich eine lange Schlange. 340 Stück hatten Ortsbürgermeister Burkhard Pahl und seine Stellvertreterin Frauke Wagner dabei. Zum Ende hin mussten sie tatsächlich etwas aufpassen, dass auch wirklich alle einen Glücksbringer bekommen, erzählte Wagner. Im nächsten Jahr könnten sie durchaus ein paar mehr mitnehmen.

In Astfeld war die Freude darüber groß, dass Schornsteinfeger Robin Rühmers mit seinem Sohn Kilian zum Verkauf dazukam. Er verteilte kleine Schornsteinfeger an die Leute. Darüber freuten sich auch die Abnehmer, die alle 325 Glücksschweine aufkauften.
Menschen stehen Schlange.

Eine lange Schlange bildet sich vor dem Verkaufsstand: Die Wolfshäger wollen tatsächlich mehr Glücksbringer kaufen, als der Ortsbürgermeister dabei hat. Foto: Heinemann

Besonders großzügig waren in diesem Jahr die Käufer in Alt Wallmoden. Mindestgebot für ein Schweinchen waren 1,50 Euro. Die Alt Wallmodener gaben im Schnitt 2,99 Euro pro Stück. Im Schnitt gaben alle Wallmodener (mit dazu Neuwallmoden und Bodenstein) 2,60 Euro. Sie erreichten damit das beste Ergebnis. Knapp dahinter kommt die Volksbank. Zwar sind dort nicht alle Schweine verkauft worden, aber im Schnitt gaben die Leute 2,56 Euro.

Insgesamt wurden in Langelsheim an Silvester 6398,60 Euro eingenommen. Dazu kommt noch das Geld aus dem Verkauf der restlichen Schweinchen. Insgesamt wurden somit 6578,10 Euro eingenommen.
Frau hält Glücksbringer hoch.

Annemarie Bierstedt holt ihre Glücksbringer in Othfresen ab. Foto: Leifeld

Rekordverdächtiger Verkauf

Was für ein Tisch voller Geld! Freudig und erfolgreich verlief der GZ-Glückschweinchenverkauf auch in der Gemeinde Liebenburg, wo 2200 Glückstierchen in rekordverdächtiger Zeit veräußert wurden. Das wurde umso deutlicher, als die Ratsmitglieder um Dr. Claudia Moog nach dem Ausverkauf im Sitzungszimmer der Gemeindeverwaltung zusammenkamen, um das Ergebnis auszuzählen. 4477,86 Euro hatten die Liebenburger Schweinchenkäufer an zwölf Verkaufsstellen eingenommen. Elf waren verschiedene Hotspots in den Ortschaften der Gemeinde. Der Zwölfte war bei Bürgermeister Alf Hesse mit einem eigenen Glücksbringer-Kontingent, der sich als ausgebuffter Schweinehändler erwies.
Drei Personen mit den Glücksschweinen.

In Dörnten kommen die Leute zahlreich, um sich ihr Glück für das neue Jahr abzuholen. Foto: Leifeld

„Wir berechnen nicht mehr den Erlös in den einzelnen Ortschaften vor und hinter dem Berg“, so Moog. Sie betont: „Die Summe ist der Liebenburger Gesamterlös.“ Somit wurde ein durchschnittlicher Verkaufspreis von 2,04 Euro pro Holztier erzielt. An allen Verkaufsstellen verlief der Verkauf sehr schnell und schon vor dem Verkaufsstart hatten sich lange Schlangen mit willigen Schweinekäufern gebildet. An der Verkaufsstelle an der Pfarrscheune in Dörnten zeigten sich die Käufer großzügig und rundeten den vorgegebenen Kaufpreis von mindestens 1,50 Euro gerne auf. Dort, und auch an anderen Schweinchen-Verkaufsstellen, war das Kontingent auf fünf Tiere pro Käufer limitiert. Wer mehr wollte, musste sich erneut in die Warteschlange einreihen. Maritta Kuntscher aus Heimerode bewies dabei besondere Geduld, und stellte sich in Othfresen viermal an, um ihren Bedarf von 20 Schweinen zu erstehen. Was sie damit macht? „Verschenken. Wir sind eine große Familie“, betonte die gebürtige Heißumerin. Recht hat sie, denn verschenkte Schweine bringen doppeltes Glück. Die weiteste Reise werden vermutlich die von Jürgen Jensen erworbenen Borstentiere antreten. Er will sie zum Silvester-Fest seiner Familie auf Föhr schenken. „Das ist schon seit Jahren so. Die warten da schon drauf“, hielt der Othfresener fest.
Mann zählt Geld.

Bürgermeister Martin Schulze zählt das Geld, was in der Gemeinde Schladen-Werla zusammenkommt. Foto: Leifeld

Großer Bedarf

In der Rekordzeit von vier Minuten waren die GZ-Glücksschweinchen in Schladen am Einkaufszentrum in der Hermann-Müller-Straße verkauft. Dort verkauften die Ratsmitglieder Michael Hausmann, Gabi Glinka, Andreas Himstedt Stefan Lüttgau und Bernward Köbbel. An der Sparkasse waren Veronika Feldmann, Karl-Jürgen Heldt und Andreas Stieler als Verkäufer unterwegs. Insgesamt standen in Schladen und Hornburg 900 Glücksschweinchen zur Verfügung.

Aus dem Erlös sollen die Kinder- und Jugendfeuerwehren in der Gemeinde Schladen-Werla unterstützt werden. Das Geld soll für die Nachwuchswerbung und Ausbildung des Nachwuchses verwendet werden und so die Zukunft der Einsatzabteilungen der Ortsfeuerwehren zu sichern.
Mehrere Personen

In Schladen sammeln sich die Leute vor dem Rewe-Markt, um die Glücksschweine zu kaufen und damit einen guten Zweck zu unterstützen. Foto: Hohaus

Anschließend wurden alle Ratsmitglieder zum Kaffeetrinken durch den Rewe-Marktleiter Harald Witt eingeladen. Er berichtete, dass Rewe am 1. Oktober das ganze Gelände, bis auf Aldi und Lidl gekauft hat. Im Jahr 2027 wird es dann bauliche Veränderungen auf dem Gelände an der Hermann-Müller-Straße geben.

Mit einem Ergebnis von 1580 Euro betrug der durchschnittliche Schweinepreis 1,75 Euro, verkündete Bürgermeister Martin Schulze zufrieden. Groß war der Andrang in Hornburg, wo Ortsbürgermeister Marc Samel 80 Tiere veräußerte. „Das war definitiv zu wenig. Im kommenden Jahr muss ich mehr Tiere bekommen“, berichtet er von einer sehr großen Nachfrage im kleinen Fachwerkstädtchen.
Ein Backblech auf dem viele kleine Glücksschweine liegen.

In Hahausen servieren die Ehrenamtlichen die Schweine auf dem Backblech. Foto: Heinemann

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