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Bildung im Landkreis

GZ Plus IconÜber 50 Millionen Euro für Goslars Schulen und viele Kandidaten

Ein Kran steht hinter einem schwarzen Container neben einem historischen gelben Backsteingebäude mit vielen Fenstern und einem großen Baum. Rotes Hubarbeitsgerät steht vor dem Container.

Weg mit den Containern: Der Schulgarten des Ratsgymnasiums wird gerade freigeräumt. Foto: Sowa

Im Schulausschuss kann man viel lernen. Wie viele Millionen Euro für welche Schule eingeplant sind etwa. Oder wer die neuen Sprecher des Kreisschülerrats sind.

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Von Frank Heine
Sonntag, 23.11.2025, 10:00 Uhr
Die schon bekannte Bauverzögerung bei der neuen Oberstufe des Ratsgymnasiums, eine offizielle Konkretisierung zur Bewerberlage für den CvD-Direktorenposten und ein neuer Kreisschülerrat: Der Kreisschulausschuss hatte am Mittwoch nur schmales Programm. Nichtsdestoweniger ging es in der Übersicht um Millionen-Summen, die in den nächsten Jahren in die landkreiseigenen Schulen fließen.

8,72 Millionen Euro sind für die RG-Oberstufe eingepreist, die jetzt im Sommer 2026 fertig sein soll. Aktuell verschwinden die Container aus dem Schulgarten in Richtung Neuwerk. Was den Landkreis immerhin 7000 Euro an monatlicher Miete spart. Die Erweiterung für das Werner-von-Siemens-Gymnasium in Bad Harzburg für 17,3 Millionen Euro, die Erweiterung der Schule am Harly für 6,5 Millionen Euro, die Sanierung des Schulzentrums Braunlage für 8,5 Millionen Euro, die gebäudetechnische Sanierung der Adolf-Grimme-Gesamtschule in Oker für 810.000 Euro – die Liste ist noch länger. Bei Abriss und Neubau der Sporthalle Liebenburg sind 13 Millionen Euro aufgerufen. Aber es gibt neue Probleme (Bericht folgt). Insgesamt 21 Schulen betreibt der Landkreis an acht Standorten, die von 10.287 Schülerinnen und Schülern nach dem Primarbereich besucht werden.

Ritzke ist der einzige Bewerber

Was das Kultusministerium der GZ Anfang der Woche noch geheimnisvoll und falsch im Plural übermittelt hatte, machte Fachbereichsleiter Michael Conzen konkret. Die Landesschulbehörde habe dem Landkreis mitgeteilt, dass genau eine Bewerbung auf die Nachfolge von Martin Ehrenberg eingegangen sei. Den Namen nannte er nicht, aber es ist bekannt, dass sich Vize Holger Ritzke in Stellung gebracht hat. Seit Anfang September leitet er das CvD-Gymnasium kommissarisch. Im Ausschuss hörte sich der frühere Direktor des Ratsgymnasiums diese Nachricht unaufgeregt an. Vize-Landrat Hans-Peter Dreß (CDU) hat seine Zeit als Schulleiter seit Ende Juli hinter sich. Auch die als Kandidat etwa für den Bürgermeister-Posten in Bad Harzburg oder für den Landtag in Hannover. Die Linke Peggy Plettner-Voigt oder das SPD-Duo Renate Lucksch und Martin Mahnkopf kennen ebenfalls Kandidaturen und (Vor-)Auswahlen aus eigener Erfahrung.

Nominierte Kandidaten und neue Sprecher

Mit Stefanie Hertrampf (CDU) und Verwaltungsmann Conzen (SPD) waren zudem zwei schon nominierte Bürgermeister-Bewerber für Bad Harzburg und Seesen im Raum. Der Altenauer Alexander Ehrenberg will noch SPD-Kandidat fürs höchste Amt in Clausthal-Zellerfeld werden. Eine lokalpolitisch illustre Runde, die sich dort eine knappe Dreiviertelstunde Zahlen und Namen anhörte. Im Schulausschuss kann man immer etwas lernen. Auch, wer die neue Spitze des Kreisschülerrats bildet. Sprecher ist Mohamed Rabhia vom CvD-Gymnasium, Stellvertreter Leander Schilling vom Jacobson-Gymnasium in Seesen.

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