Nach Saunabrand im Oberharz: Das sagt die Polizei
Mehrere Stunden ist die Feuerwehr beim Saunabrand in der Skihütte im Einsatz. Foto: Feuerwehr/Archiv
Vor einer Woche mussten die Feuerwehren aus Clausthal-Zellerfeld und Altenau zu einer brennenden Sauna in Torfhaus ausrücken. Die Polizei gibt jetzt bekannt, was wohl die Ursache des Brandes gewesen ist.
Torfhaus. Eine Woche ist es nun her, dass die Feuerwehr zu einem Brand in einer Skihütte in Torfhaus ausrücken musste, weil dort eine Sauna in Brand stand. Ernsthaft verletzt wurde wie berichtet niemand, am Gebäude ist aber ein erheblicher Sachschaden entstanden. Jetzt gibt die Polizei ihre Ermittlungsergebnisse bekannt.
Feuerwehreinsatz
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„Aufgrund der Gesamtumstände lässt sich die Brandursache nicht eindeutig klären“, teilt Polizeisprecher Thorsten Ehlers mit. Man gehe aber alles in allem davon aus, dass der Brand durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde. Der zwischendurch für die Ermittlungen der Polizei beschlagnahmte Brandort sei mittlerweile wieder freigegeben. Für die Mitglieder des Wintersportvereins (WSV) Braunschweig, dem die Skihütte gehört, stünden jetzt also die Aufräumarbeiten an, und die Versicherung könne nunmehr ihrerseits ihrer Arbeit nachkommen.
Massive Bauweise
Der erste Vorsitzende des WSV berichtete bereits Anfang dieser Woche, dass sich der Brand wegen der massiven Bauweise auf die Sauna und den Duschbereich beschränkt hat. Rauch und Löschwasser seien aber auch in Schlaf- und Aufenthaltsräume eingedrungen. Der angrenzende Altbau, der in den nächsten Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiert, scheint weitgehend unversehrt geblieben zu sein. Sollte sich das bestätigen, kann dieser Teil der Skihütte wohl weiter genutzt werden.
Am 10. Oktober waren rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK und Polizei um 19.17 Uhr mit dem Stichwort Saunabrand in den Goetheweg nach Torfhaus alarmiert worden. „Wir waren ziemlich schnell vor Ort“, berichtete Stadtbrandmeister Markus Finck Anfang der Woche. Dass der Einsatz so rasch beginnen konnte, lag auch daran, dass viele Ehrenamtliche bereits in der Wache waren. Um 19.30 Uhr hätte ohnehin der reguläre Dienstabend begonnen.
Abbegraben angezapft
Um das Feuer löschen zu können, haben die Einsatzkräfte sowohl das Hydrantennetz als auch den Abbegraben angezapft, der in der Nähe verläuft. Mit einem zweiten Angriffsweg konnte schließlich das Feuer in die Zange genommen werden, nach erledigten Nachlöscharbeiten rückte das letzte Fahrzeug aus Clausthal-Zellerfeld um 22.55 Uhr wieder ein.
Zehn Menschen hatten sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Skihütte aufgehalten, alle von ihnen konnten sich selbst ins Freie retten. Eine Person wurde mit einem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht, dieser Verdacht aber bestätigte sich nicht.
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