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Feuerwehreinsatz

GZ Plus IconTorfhaus: Sauna geht in Flammen auf – 57-Jähriger landet in Klinik

Massive Rauchentwicklung: Die Feuerwehr löscht am Freitagabend einen Saunabrand in der WSV-Skihütte in Torfhaus.

Massive Rauchentwicklung: Die Feuerwehr löscht am Freitagabend einen Saunabrand in der WSV-Skihütte in Torfhaus. Foto: Feuerwehr

Am Wochenende brach ein Feuer in der Skihütte des Wintersportvereins in Torfhaus aus. Ein Vereinsmitglied landete nach Löschversuchen im Krankenhaus. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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Von Corinna Knoke
Montag, 13.10.2025, 14:00 Uhr

Torfhaus. Ein Saunabrand in der Skihütte des Wintersportvereins (WSV) Braunschweig in Torfhaus hat am Freitagabend einen Großeinsatz der Feuerwehren aus Altenau und Clausthal-Zellerfeld ausgelöst. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Ein 57-jähriger Mann aus Göttingen, der versucht hatte, das Feuer zu löschen, wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht – das konnte später jedoch nicht bestätigt werden.

Mit fünf Atemschutztrupps bringt die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle.

Mit fünf Atemschutztrupps bringt die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Foto: Feuerwehr

Gegen 19.17 Uhr waren rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK und Polizei mit dem Stichwort Saunabrand in den Goetheweg alarmiert worden. Die eintreffenden Kollegen bestätigten offenes Feuer und eine starke Rauchentwicklung. „Wir waren ziemlich schnell vor Ort“, berichtet Stadtbrandmeister Markus Finck. Dass der Einsatz so rasch beginnen konnte, lag auch daran, dass viele Ehrenamtliche bereits in der Wache waren. Um 19.30 Uhr hätte ohnehin der reguläre Dienstabend begonnen.

Enorme Hitze und Rauch

Die Löscharbeiten gestalteten sich laut der Feuerwehr schwierig. Nullsicht, enorme Hitze und enge Räume erschwerten den Einsatz, so Finck. Um ausreichend Löschwasser bereitzustellen, zapften die Einsatzkräfte nicht nur das Hydrantennetz, sondern auch den in der Nähe verlaufenden Abbegraben an. Erst mit einem zweiten Angriffsweg konnte das Feuer „in die Zange“ genommen werden. Fünf Atemschutztrupps waren im Einsatz, bis die Flammen unter Kontrolle waren. Die Nachlöscharbeiten nahmen noch weitere Zeit in Anspruch, sodass das letzte Fahrzeug aus Clausthal-Zellerfeld um 22.55 Uhr wieder einrückte.

Der Sachschaden nach dem Brand ist erheblich, auch wenn eine genaue Summe noch aussteht.

Der Sachschaden nach dem Brand ist erheblich, auch wenn eine genaue Summe noch aussteht. Foto: Feuerwehr

Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt. „Die Ermittlungen laufen, Ergebnisse sind aber nicht vor Ende der Woche zu erwarten“, sagt der Goslarer Polizeisprecher Thorsten Ehlers.

Erheblicher Sachschaden in der Skihütte

Der erste Vorsitzende des WSV, Axel Bauermann, war noch am Freitagabend aus Braunschweig nach Torfhaus gefahren. Er war erleichtert, dass sich alle zehn Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Hütte aufhielten, selbst ins Freie retten konnten und niemand ernsthaft verletzt war.

Aufgrund der massiven Bauweise des Gebäudes ist laut Bauermann der Brand auf Sauna und Duschbereich beschränkt. Dennoch zogen Rauch und Löschwasser in die angrenzenden Schlaf- und Aufenthaltsräume. Am Gebäude sei ein erheblicher Sachschaden entstanden, dessen Höhe noch unklar ist.

Der WSV-Vorsitzende sagt, dass die Skihütte 50 Betten bietet und regelmäßig von Vereinsmitgliedern genutzt wird. Ärgerlich für den WSV ist, dass die Unterkunft wenige Wochen vor Beginn der Wintersaison nun nicht vollständig zur Verfügung steht ist. „Wir warten sehnsüchtig auf die Brandermittler“, sagt Bauermann. Erst wenn die Polizei den Ort freigibt, kann die Versicherung eingeschaltet und mit den Renovierungen begonnen werden. Aber: Der angrenzende Altbau, der in den nächsten Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiert, scheint weitgehend unversehrt geblieben zu sein. Sollte sich das bestätigen, kann dieser Teil der Skihütte wohl weiter genutzt werden.

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