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Aus 80 Jahren NIG-Geschichte

Rätselhaft: Was zeigen diese alten Bad Harzburger Schulfotos?

Das historisches Bild zeigt ein jugendliches Streichorchester.

Streichorchester und Chor waren in den 1950er Jahren sozusagen Vorläufer der späteren NIG-Bigband. Foto: Archiv Harz-History

Das Niedersächsische Internatsgymnasium wird in diesem Jahr 80 Jahre alt. Das Harz-History-Fotoarchiv hat dazu viele Bilder bekommen, die aber noch Rätsel aufgeben.

Von Redaktion 26.08.2026, 18:00 Uhr

Bad Harzburg. Wer sich auf die Feier des 80-jährigen Bestehens des Niedersächsischen Internatsgymnasiums (NIG) im September einstimmen will, erhält dank des NIG-Ehemaligenvereins und der Bad-Harzburg-Stiftung die Fahrkarte für eine Foto-Zeitreise: Auf der Plattform Harz-History (www.harz-history.de) entsteht ein Ausstellungsbereich, der mit Bildern aus der Geschichte der Schule von 1946 bis heute aufwartet.

Das Jubiläum, das vom 18. bis 20. September an der Amsbergstraße gefeiert wird, gab auch den Anstoß für das neue Angebot. Ralph Göbelsmann, Vorsitzender des Ehemaligenvereins, übermittelte hunderte Fotos an das Archiv-Team der Stiftung. Wobei schnell deutlich wurde, dass es sich dabei zum einen um einen Schatz, zum anderen aber auch um ein Danaergeschenk handelt: Zu den wenigsten Fotos liegen präzise Angaben zu Entstehungszeit, Motiven und Personen vor.
Das Bild zeigt einen Dressurreiter.

Charlotte Schulze hielt am 19. Juni 1964 einen denkwürdigen Moment fest: Die Reitertage im Casinopark mit Josef Neckermann sind Qualifikation für die Olympischen Spiele im Oktober 1964 in Tokio. Foto: Archiv Harz-History

Nun laufen zwar bereits Recherchen zu den Fotos, aber alle Beteiligten hoffen vor allem auch darauf, dass die Harz-History-Plattform hier ihre besondere Stärke ausspielen kann: Der interaktive Ansatz, der es ermöglicht, dass Nutzer direkt Informationen als Kommentare zu einzelnen Fotos übermitteln, soll die Geschichten hinter den Bildern zutage fördern.

Die Chancen dafür dürften nicht schlecht stehen: Tausende Schülerinnen und Schüler lernten im NIG und sind damit potenzielle Informanten für die neue NIG-Abteilung des Bad Harzburger Zeitgeschichte-Portals. Was dann wiederum auch Erinnerungen bei vielen wecken dürfte, die nicht in der Amsbergstraße zur Schule gingen, denn das NIG trug zu allen Zeiten durch die Betonung der künstlerischen und musischen Aktivitäten an der Schule beispielsweise mit der Bigband oft zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Kurstadt bei.

Das Bild zeigt eine Baustelle.

In den Jahren 1966/67 entstand der Internatsbereich des NIG, der später die Schülerinnen beherbergte. Foto: Archiv Harz-History

So setzen alle Beteiligten an dem Projekt darauf, dass eine Win-Win-Situation entsteht: Die Archiv-Plattform dürfte in der ehemaligen und aktuellen Schülerschaft eine neue Zielgruppe ansprechen. Und der NIG-Ehemaligenverein hätte für seine Schule eine Werbeplattform, deren Zugriffszahlen im Millionenbereich liegen.
Das historische Bild zeigt junge Frauen an einem alten Herd.

Laut Stadtchronik sollte die Schule die jungen Frauen auf „das Studium an der Kant-Hochschule in Braunschweig vorbereiten“. Folgt man den frühen Bildern, geschah dies allerdings hauptsächlich beim Kochen, Backen, Nähen und Gärtnern, nachdem 1949 die Fachausbildung „Hauswirtschaft“ startete. Foto: Archiv Harz-History

Die NIG-Fotos sind bei weitem nicht der einzige aktuelle Neuzugang. Dutzende Ansichtskarten, die das Bad Harzburg in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts zeigen, sind ebenso neu wie Zuwächse im Archiv Plaster oder ein Foto-Nachlass aus der Familie des einstigen Bad Harzburger Pfarrers und Kommunalpolitikers Dr. Dr. Robert Schulze. Wobei sich für die Bilder aus den 1950er und 1960er Jahren dessen offenkundig fotobegeisterte Ehefrau Charlotte verantwortlich zeichnet.
Das historische Bild zeigt junge Leute, die sich auf einen Festumzug vorbereiten.

Rätselraten: Vermutlich in den 1950er Jahren nahmen Schülerinnen an einem Festumzug teil. Welches Fest wann genau gefeiert wurde, ist noch nicht bekannt. Foto: Archiv Harz-History

Gerade auch die neuen Ausstellungsbereiche tragen neben dem Ahrens-Archiv der Bad-Harzburg-Stiftung dazu bei, dass die Nutzerzahlen der Website weiter auf Höhenflug sind. Bereits Mitte August wurde mit bislang mehr als 700.000 Seitenaufrufen das „schlechteste“ Jahr (2024) übertroffen, in dem 666.271 Seitenaufrufe verzeichnet wurden. So könnte nun sogar der Rekord aus dem Vorjahr fallen, als die Harz-History-Seiten mehr als eine Million Mal (1.028.085) aufgerufen wurden.

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