Freie Plätze, Gratis-Karten: Wer will Lea live in Goslar erleben?
Musik, die von Herzen kommt: Lea erhält am 7. Mai den Goldenen Ton in Hahnenklee und spielt ein Benefiz-Konzert in der Kaiserpfalz. Foto: Calvin Müller
Feierliche Zeremonie in Hahnenklee am Nachmittag, Benefiz-Konzert in Goslar am Abend: Lea kommt am 7. Mai und holt sich den Goldenen Ton ab. Wer will dabei sein?
Hahnenklee/Goslar. Wer mag Lea live und (beinahe) hautnah erleben? Gelegenheit dazu besteht gleich zweimal, wenn sich die Sängerin am Donnerstag, 7. Mai, als designierte Goslarer Musikpreis-Trägerin den Goldenen Ton im Oberharzer Kurort Hahnenklee abholt. Zuerst steht ab 16.30 Uhr die Zeremonie im Hahnenkleer Kurhaus auf dem Programm. Ab 20.30 Uhr spielt die in Kassel geborene Interpretin ein Benefiz-Konzert in der Goslarer Kaiserpfalz für die Musicalmacher von Bühnenreif.
Wer zuerst schreibt
Wie funktioniert das Anmelden für die Preisverleihung? Nach Auskunft von Stadtsprecherin Daniela Siegl können sich Interessierte ab sofort einen kostenlosen Platz im Hahnenkleer Kurhaus sichern, indem sie sich via E-Mail unter der Adresse dgt@goslar.de anmelden. Es können maximal zwei Plätze pro Anmeldung vorgemerkt werden. Anmeldeschluss ist Sonntag, 26. April. Sollte zum Stichtag die Kapazität des Kursaals überschritten sein, werden die verfügbaren Plätze laut Siegl nach dem Eingangsdatum der Mails vergeben. Eine verbindliche Zusage erfolgt somit erst nach der Anmeldephase.
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Wer zuerst kommt
Siegl weist zudem darauf hin, dass die Anmeldung zur Preisverleihung ausdrücklich nicht gleichzeitig für das anschließende Benefiz-Konzert am Abend gilt. Für diesen Lea-Auftritt sind kostenlose Karten am Samstag, 25. April, zwischen 10 und 14 Uhr im Kulturmarktplatz Goslar, Am Museumsufer 2, zu ergattern. Die Ausgabe ist auch hier auf zwei Ticktes pro Person beschränkt. Sie werden nach dem Windhund-Prinzip an die Wartenden verteilt. Eine Reservierung per Telefon oder E-Mail ist nicht möglich. Auch hier ist das Kontingent begrenzt. 400 Tickets stehen für das Kaiserpfalz-Konzert zur Verfügung.
Der neue Musikpreis
Was ist neu? Zumindest immer noch ungewohnt ist der Name des Musikpreises, der längst nicht so flüssig wie vorher der Paul-Lincke-Ring über die Lippen flutscht. Der Goldene Ton wird erst zum zweiten Mal vergeben. Erster Preisträger war der vielfach talentierte Berliner Musiker, Schriftsteller und Drehbuchautor Sven Regener, der in diesem Fall für sein Schaffen mit seiner Band Element of Crime geehrt wurde.
Am 1. November reiste er zusammen mit seinem Arbeitskumpel Leander Haußmann aus der Bundeshauptstadt an. Laudator Haußmann sorgte in einem voll besetzten, aber nur gut halb geöffneten Saal für ein rhetorisches Ausrufezeichen, bevor es durch den Oberharzer Nieselregen und das Herbstgrau zur neuen Klanginstallation im Kurpark ging. Dort wird auch der neuen Preisträgerin Lea eine Inschrift gewidmet.
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Translateur-Melodie
Was noch genauso läuft: Wie bei Regener soll beim Eintreten in den Saal das Wiener Praterleben von Siegfried Translateur gespielt werden, das als Sportpalastwalzer pfiffige Berühmtheit erlangte. Translateur wieder ist ein jüdischer Komponist und Kapellmeister, der eins ein enger Freund von Paul Lincke war, unter den Nazis aber verfolgt und verschleppt wurde. Er starb am 1. März 1944 im Ghetto Theresienstadt.
Keine Pressekonferenz
Was nicht genauso läuft: Das Publikum berührt es eher nicht. Aber eine sonst übliche Pressekonferenz vorab soll es nicht geben. Dass Leas Management in solchen Fragen eher defensiv unterwegs ist, war schon im August 2022 zu erleben. Beim Auftritt von Lea beim Rammelsberg-Open-air von Miner´s Rock wurden Medienvertreter genau instruiert, wann und wo sie die Kameras rausholen durften. Das Management hatte penible Vorschriften, eine eigene Produktionsfirma für Bild und Ton war vor Ort. Kurz bevor der Popstar die Bühne betrat, musste ein Besucher ein kleines Mädchen von seinen Schultern nehmen, damit auch das Kind keinen unkontrollierten Blick hinter die Kulissen werfen konnte.
Singen für Bühnenreif
Von einer ganz anderen Seite dürfte sich die inzwischen in Berlin lebende Sängerin im Anschluss im intimen Ambiente der Kaiserpfalz präsentieren. Anders als bei Regener, der zwar selbst viel und klug redete, aber nichts Musikalisches mitgebracht hatte, zeigt Lea ihr Können auf einer kleinen Bühne und einer Fläche, die gar keinen großen Abstand zulässt. Die Goslarer Herzen dürfte sie allein schon dadurch gewonnen haben, dass sie die Gage für den Abend an den Verein Bühnenreif spendet. Die Musical-Darsteller sind wie gewohnt in acht Aufführungen an acht Abenden hintereinander in der alten Schlosserei des Rammelsbergs zu sehen. Das Stück „Fame“, das Bühnenreif schon 2009 gespielt hat, feiert am Mittwoch, 17. Juni, um 19.30 Uhr Premiere. Der Vorverkauf der Tickets startet Anfang Mai.
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Wie einst Silbermond
Das Benefiz-Konzert hat übrigens ein Goslarer Vorbild: Silbermond war am 21. Juni 2013 ebenfalls für den guten Zweck aufgetreten und hatte seine Gage gespendet. Nachdem die Band den Paul-Lincke-Ring erhalten hatte, spielten sie vor gut 500 Zuschauern unplugged in der Kaiserpfalz. Damals kamen 5000 Euro für Bühnenreif zusammen.
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