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GZ Plus IconDiese Bad Harzburger bekommen das GZ-Glücksschweinchengeld 2025

In Bad Harzburg werden die Glücksschweinchen wieder in der Bummelallee verkauft, unter anderem von den glücksbringenden Schornsteinfegern um Yannik Himstedt (rechts).

In Bad Harzburg werden die Glücksschweinchen wieder in der Bummelallee verkauft, unter anderem von den glücksbringenden Schornsteinfegern um Yannik Himstedt (rechts). Foto: Schlegel

Am Silvestertag verkauft die GZ wieder tausende Glücksschweinchen im Landkreis, darunter auch in Bad Harzburg. Wann es losgeht, und an wen die Erlöse fließen sollen.

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Von Christoph Exner,
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Von Holger Schlegel
Sonntag, 28.12.2025, 04:00 Uhr
Am 31. Dezember werden wieder die Glücksschweinchen der Goslarschen Zeitung in Bad Harzburg verkauft. Das grundsätzlich wuselige Treiben wird um 11 Uhr in der Bummelallee (in Höhe ehemalige Hauptpost/heute Optiker Achenbach) über die Bühne gehen. Der Erlös (jedes Schweinchen hat einen Mindestpreis von 1,50 Euro) wird diesmal in die Ortsteile fließen, und zwar an vier Dorfvereine: Harlingerode Pur, die Siedler Interessengemeinschaft Göttingerode, den Dorfverein Westerode und die Dorfgemeinschaft Bettingerode. Das Auswahlkriterium: Die vier Vereine sind nicht nur für ihre Mitglieder tätig, sondern für das ganze Dorf. Und das nicht nur als Organisatoren für Veranstaltungen.

Siedler Göttingerode

Die SIG ist der älteste unter den vier Vereinen, laut seiner Vorsitzenden Astrid Gembus gibt es ihn bereits seit 1954. Aktuell zählt die Gemeinschaft 130 Mitglieder, wobei das nicht einzelne Personen, sondern auch Familien sind. Alles in allem, so schätzt Gembus, dürfte rund ein Viertel der 820 Einwohner in der SIG sein.
Das Dorffrühstück ist eine der Veranstaltungen, die von der Siedler- Interessengemeinschaft Göttingerode organisiert werden.

Das Dorffrühstück ist eine der Veranstaltungen, die von der Siedler-Interessengemeinschaft Göttingerode organisiert werden. Foto: Schlegel

Der Verein veranstaltet Dorffeste, das Dorffrühstück und den Dorfflohmarkt, organisiert die Kranzniederlegung am Volkstrauertag, stellt ein Adventstreffen auf die Beine und unternimmt Ausflüge. Alles nicht nur für Mitglieder, sondern fürs ganze Dorf. Darüber hinaus kümmert sich die SOG aber auch um Themen rund um Göttingerode, ist also eine klassische Interessenvertretung. Themen der jüngsten Vergangenheit waren die Sprengungen im Steinbruch, die Absicherung der Mülldeponie am Hansaweg, die Versorgung mit Glasfaserkabel und der Anschluss ans Gasnetz.

Harlingerode Pur

Unter den vier Dorfvereinen ist der Harlingeröder zweifelsohne derjenige, der am meisten und am lautesten von sich reden macht. Gegründet worden war er Anfang der 2000er Jahre, um 2003 die 950-Jahr-Feier von Harlingerode zu organisieren. Das gelang so gut, dass Pur fortan der Harlingeröder Dachverband schlechthin wurde. Pur, so sieht es sein aktueller Vorsitzender Joachim Niemeyer, ist Mädchen für alles. Manchmal sogar für alles und noch viel mehr.
Der Geburtstag Harlingerodes ist auch der Geburtstag des Dorfvereins Pur. Bis heute begeht dieser das mit dem Abschmieren der Erdachse.

Der Geburtstag Harlingerodes ist auch der Geburtstag des Dorfvereins Pur. Bis heute begeht dieser das mit dem Abschmieren der Erdachse. Foto: Schlegel

Die BLSK zieht den Geldautomaten ab? Pur geht auf die Barrikaden. Irgendwer zerstört Sitzbänke? Pur baut neue auf. Die Eisenbahn rauscht, ohne anzuhalten durchs Dorf? Pur kämpft für einen Haltepunkt. Und auch dieser Verein kümmert sich um Kurzweil, sei es regelmäßig am Stammtisch, sei es mit einem Dorfflohmarkt. Auch seine Wurzeln hat Pur nicht vergessen: den Dorfgeburtstag. Seit 2003 wird jährlich am Ehrentag die Erdachse abgeschmiert. Ein symbolischer Akt, der aber das Selbstverständnis der Harlingeröder widerspiegelt: Um dieses Dorf dreht sich die Welt.

Dorfgemeinschaft Bettingerode

Noch ganz jung, aber im positiven Sinn bereits sehr umtriebig ist die im Frühjahr gegründete Dorfgemeinschaft Bettingerode. In ihr aufgegangen ist unter anderem der frühere Arbeitskreis Bettingerode. Der Verein setzt die beliebten und etablierten Veranstaltungen im Ort fort, etwa das Dorffrühstück, das Drachenfest oder den traditionellen Neujahrsempfang. Es gebe aber bereits Überlegungen, im kommenden Jahr auch noch zwei, drei neue Veranstaltungen zu organisieren, berichtet Vorsitzender Kai Thom. Dafür angeschafft wurden unter anderem ein Pavillon und Kabel. Resonanz und Stimmung im Verein seien derzeit super.
Beliebte Tradition: Die Dorfgemeinschaft Bettingerode setzt unter anderem das jährliche Drachenfest am Kehlbalken fort.

Beliebte Tradition: Die Dorfgemeinschaft Bettingerode setzt unter anderem das jährliche Drachenfest am Kehlbalken fort. Foto: Privat

Die Dorfgemeinschaft möchte sich aber auch für die Verschönerung des Ortes einsetzen. In einer Gemeinschaftsaktion mit rund 20 Personen seien beispielsweise im Herbst Blumenzwiebeln gepflanzt worden und auch in die Weihnachtsbeleuchtung am Löschteich habe man als Verein investiert. Das Glücksschweinchengeld solle voraussichtlich in die Reparatur beziehungsweise die Neuanschaffung einer Sitz- und Rastgelegenheit am Löschteich fließen, kündigt Thom an.

Dorfverein Westerode

Gleiche Ziele verfolgt auch der ebenfalls im Frühjahr gegründete Dorfverein Westerode. Dieser hat im laufenden Jahr bereits ein Sommerfest an der Nicolai-Kirche organisiert und für diese und künftige Veranstaltungen ein entsprechend großes Zelt angeschafft. Ausgerichtet wurde auch ein Mario-Kart-Turnier sowie ein Dorfflohmarkt, der künftig bestenfalls mit Bettingerode gemeinsam veranstaltet werden soll.
Für sein Sommerfest Ende August und für künftige Veranstaltungen im Ort hat der Dorfverein Westerode ein eigenes Zelt angeschafft.

Für sein Sommerfest Ende August und für künftige Veranstaltungen im Ort hat der Dorfverein Westerode ein eigenes Zelt angeschafft. Foto: Exner

Im Januar stehe das nächste Vereinstreffen an, bei dem man sich Gedanken zum neuen Jahr machen wolle, sagt Vorsitzender Kilian Peters. Das Glücksschweinchengeld möchte der Westeröder Dorfverein für einen besonderen Bücherschrank verwenden: Man habe bereits eine alte Telefonzelle gekauft, die nun restauriert und dafür genutzt werden solle, ebenso als eine Art Litfaßsäule, auf der über kommende Veranstaltungen informiert wird, so Peters. Mit der Stadt müsse man sich noch bezüglich eines Standortes abstimmen.

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