Bad Harzburger Dehoga und KTW ziehen wieder an einem Strang
Der Bau der Panoramaschaukel ist ein gemeinsames Projekt von Dehoga und KTW. Foto: Exner
Die Zeit der Spannung zwischen dem Bad Harzburger Dehoga und den KTW ist vorbei. Gemeinsame Projekte wie die Panorama-Schaukel zeigen Wirkung. Was ist noch geplant?
Bad Harzburg. Der Bad Harzburger Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und die Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe (KTW) sind in den vergangenen Jahren wieder näher zusammengerückt. Die Freude über die überwundenen Verwerfungen der Vergangenheit und gemeinsame Projekte war bei der diesjährigen Hauptversammlung des Dehoga auf beiden Seiten groß.
Als gemeinsamen Erfolg wertete Vorsitzender Jochen Borchers unter anderem den Bau der Panorama-Schaukel im Kurpark. Insgesamt kostete das Projekt Dehoga und KTW etwa 18.000 Euro. Wie Borchers berichtete, genehmigte der Landesverband dem Bad Harzburger Dehoga im vergangenen Jahr für das Projekt eine Förderung von 8200 Euro.
Der planerische Aufwand sei enorm gewesen. Neben unzähligen weiteren Vorschriften hätten selbst die Hackschnitzel auf dem Boden eine Din-Norm erfüllen müssen, erinnerten Borchers, KTW-Geschäftsführer Christian Klamt und Tourismusmarketingchef Stefan Jurisch mit einem Augenzwinkern. Doch die Arbeit habe sich gelohnt. Die Schaukel sei bei Touristen ein etablierter Anlaufpunkt.
Digitale Gästekarte
Gemeinsam mit einigen Gastgebern starten die KTW in wenigen Wochen zudem die Testphase für eine digitale Version der Gästekarte. Mittelfristig soll sie die Papierkarte ablösen und verschiedene Abläufe vereinfachen.
Reisende können sich dann schon vorab online oder eben über den Gastgeber registrieren und erhalten im Anschluss ihre Karte automatisch per E-Mail, so der Plan. Die Gästekarte soll dann jederzeit auf dem Smartphone einsehbar sein, bereits ab der Anreise alle ihre Vorteile aufzeigen und gleich von Beginn an kostenlose Hatix-Busfahrten ermöglichen. Für die Gastgeber bedeutet das laut KTW vor allem weniger Erfassungsaufwand, mehr Automatisierung und eine übersichtliche Verwaltung im Webinterface ihres Systems.
Junicke und Rösgen bleiben im Vorstand
Einstimmig bestätigte der Dehoga-Stadtverband zudem Sophie Junicke für ein weiteres Jahr als zweite Vorsitzende. Bei der nächsten Hauptversammlung laufen dadurch wieder alle Vorstandsposten zeitgleich aus und können neu gewählt werden.
Borchers löst Wieczorek ab
Bad Harzburger Gastronomenverband hat jetzt einen neuen Chef
Vorstandsmitglied Tom Rösgen hat sich indes nach fast fünf Jahren aus dem Hotel Seela zurückgezogen. Für ihn sei es an der Zeit für ein neues Kapitel als Cluster-Direktor bei der Achat-Hotelgruppe gewesen, sagte er. Dem Bad Harzburger Dehoga bleibe er allerdings als Schriftführer erhalten. Um das zu ermöglichen, sei sein neuer Arbeitgeber eben einfach dem Stadtverband beigetreten.
Unterstützung für die Berufsbildenden Schulen
Auch einen Blick in die Zukunft wagte der Stadtverband bei seiner Versammlung: Sowohl mit den KTW als auch mit der Stadt seien diverse Treffen geplant, um gemeinsam etwas für Bad Harzburg zu tun, sagt Borchers. Unter anderem gebe es Überlegungen, ob sich nicht das Kastanienfest abgewandelter Form wieder aufleben lasse.
Für Schriftführer Tom Rösgen war insbesondere auch eine intensivere Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen ein Anliegen. Begeistert berichtete er etwa von den Leistungen im November bei der Jugendmeisterschaft in der BBS Bad Harzburg für auszubildende Köche, Hotelfachfachleute sowie Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie. „Wir als Stadtverband müssen uns da viel mehr einbringen“, sagte er.
Die KTW planen indes, mit weiteren Wimmelbildern ähnlich dem von Illustratorin Anke Reimann am Bahnhof (die GZ berichtete) Besuchern die Orientierung zu erleichtern. Eines sei etwa am Großparkplatz geplant, sagt Jurisch. Und auch eine Überarbeitung der Schilder in der Innenstadt stehe auf der Agenda, hieß es während der Versammlung.
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