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Liberale bereiten Liste vor

GZ Plus IconBürgermeisterwahl in Clausthal-Zellerfeld: FDP stellt Kandidaten

Ein Oberharzer steckt seine Wahlunterlagen in die Urne.

Im September entscheidet sich, wer die Nachfolge von Bürgermeisterin Petra Emmerich-Kopatsch antritt. Foto: Neuendorf/Archiv

Nach und nach entscheiden die Parteien, wen sie ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters schicken. Jetzt gibt auch die FDP im Oberharz ihren Kandidaten bekannt.

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Von Sören Skuza
Freitag, 09.01.2026, 10:00 Uhr

Clausthal-Zellerfeld. Am 13. September stehen Kommunalwahlen an. Und so langsam füllt sich nach und nach auch der Zettel für die Wahlen zum Bürgermeister in Clausthal-Zellerfeld. Martin Ksink hat nun bekannt gegeben, sich für die FDP um den Chefposten im Rathaus bewerben zu wollen.

Es ist der vierte Name, der – zumindest offiziell – im Vorfeld der diesjährigen Wahlen zum Bürgermeister der Berg- und Universitätsstadt fällt. Die Grünen haben bereits im Herbst Wolfram Haeseler nominiert, die SPD-Mitglieder entscheiden am Samstag darüber, wen sie für den Posten ins Rennen schicken wollen. Aller Voraussicht nach läuft es auf eine Entscheidung zwischen Alexander Ehrenberg und Markus Finck hinaus. Die jetzige SPD-Bürgermeisterin Petra Emmerich-Kopatsch hatte bereits verkündet, für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen.

Porträtfoto von Martin Ksink

Martin Ksink Foto: Privat

Erste Ideen erörtert

Der Ratsherr und Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes, Martin Ksink, berichtet in einer Pressemitteilung, die Absicht seiner Kandidatur habe er beim Dreikönigstreffen den Parteifreunden mitgeteilt. Über die Aufstellung soll eine Wahlkreismitgliederversammlung im Februar entscheiden. Ebenso seien bereits „erste Ideen zur Aufstellung einer Liste aus FDP-Mitgliedern und Oberharzer Liberalen ohne Parteiausweis“ erörtert worden.

Zur Einordnung: Während der laufenden Ratsperiode hat sich, wie berichtet, das Kuriosum ergeben, dass von vier FDP-Fraktionsmitgliedern nur noch Ksink Mitglied der Partei ist. Bereits im Dezember hat er gegenüber der GZ betont, das habe auf das Oberharzer Politikgeschäft innerhalb der Fraktion aber keinen Einfluss, da jedes Ratsmitglied ohnehin seinem eigenen Gewissen verpflichtet sei und die FDP-Fraktion keinen Fraktionszwang ausübe.

Prahljust, Museum, Windenergie

„Insbesondere der Rückblick auf die Themen der vergangenen Sitzungsrunden in Rat und Kreistag nahm großen Raum ein“, berichtet Ksink vom Dreikönigstreffen, an dem Mitglieder des Ortsverbandes, der Fraktion und Gäste teilgenommen hätten. „Neben den Themen Prahljust, Museum und Windenergie wurde insbesondere die problematische Haushaltslage in Stadt und Kreis beleuchtet.“

Die Anwesenden seien sich einig gewesen, dass die Zuständigkeiten und Kostenverteilung in Schieflage seien. „Den Kommunen werden immer mehr Aufgaben aufgebürdet, gesetzliche Rahmen werden geschaffen, ohne jedoch die Kommunen als Aufgabenträger entsprechend finanziell auszustatten und mit entsprechendem Know-how zu unterstützen.“ Konkrete Beispiele seien der Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler und die kommunale Wärmeplanung.

Wahlen im September

Die Wähler entscheiden am 13. September nicht nur darüber, wer für die nächsten Jahre im Chefsessel im Rathaus sitzt, auch wird der Rat der Stadt und die beiden Ortsräte in Wildemann und Altenau neu zusammengesetzt. Wahlvorschläge von Parteien und Wählergruppen müssen bis spätestens 20. Juli 2026 im Rathaus eingereicht werden, ebenso die gesammelten Unterschriften der parteilosen Kandidaten. Bewerberinnen und Bewerber für das Bürgermeisteramt benötigen 150 Unterschriften, für den Stadtrat 20, für die Ortsräte jeweils zehn.

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