Zähl Pixel
Literaturpreis: Krimis und Thriller

„Harzer Hammer“: Jury präsentiert die fünf besten Debüt-Romane

Fünf Personen stehen nebeneinander im Freien vor einer Landschaft mit Häusern und Hügeln und halten jeweils ein Buch in der Hand.

Die Jury hat ihre Favoriten gefunden: Andreas Sack (von links), Christian Dolle, Susanne Hammer, Christoph Lampert und Roland Lang. Foto: Privat

Der Harzer Hammer auf der Zielgeraden: Die Jury des Krimipreises stellt die Shortlist mit den fünf besten Debüts vor. Siegerehrung ist beim Start des Mordsharz-Festivals.

Von Redaktion 07.08.2026, 04:00 Uhr

Harz. Wer bekommt den „Harzer Hammer“? Der Literaturpreis wird alljährlich im Rahmen des Mordsharz-Festivals an neue Autorinnen und Autoren im Krimi- und Thrillergenre verliehen. Das Genre braucht unbedingt Nachwuchsförderung, weil Literatur nun einmal von immer neuen Ideen lebt, so die Idee von Bestsellerautor Andreas Gruber, der jedes Jahr für die Laudatio in den Harz reist.

Für die Jury bedeutet das, dass sie sich jedes Jahr durch zahlreiche Debütromane bislang noch unbekannter Verfasser lesen und dabei manch vielversprechende Entdeckung machen dürfen. Auch in diesem Jahr wurden wieder etliche Krimis und Thriller vieler Nachwuchsautoren, die es geschafft haben, ihr Manuskript in einem Verlag unterzubringen, für den „Harzer Hammer“ eingereicht.

Das Team aus Roland Lange, Susanne Hammer, Andreas Sack, Christian Dolle und Christoph Lampert nahm sie sich vor und war von einigen ganz besonders begeistert. Jetzt präsentierten sie ihre Shortlist mit den fünf besten Titeln.

In die engere Auswahl für den Preis kamen: „Die andere Seite“ von Lydia Barzyk, „Letzte Stunde Tod“ von Sven Jacobs, „Seidenstraße“ von Robert Lackner, „Skala des Bösen“ von Michael Moser und „Blutwild“ von Saskia te Marveld.

Entführt und gefoltert

Worum geht es? Da ist zum Beispiel eine junge Polizistin, die vor einigen Jahren entführt und gefoltert worden war. Jetzt bekommt sie rätselhafte Nachrichten, die darauf hindeuten, dass ihr Peiniger doch nicht, wie sie dachte, hinter Schloss und Riegel sitzt.

Lenas Partner zeigt eine Ausstellung mit Fotografien von Mörderinnen und Mördern. Kurz darauf ist ihre Familie verschwunden, sie gerät unter Verdacht, und es scheint, als wolle jemand ihr Leben als eines der schlimmsten vorstellbaren Verbrechen inszenieren.

In Hamburg eskaliert der Protest gegen ein Handelsabkommen mit China, während in Berlin der Tod eines Bundestagsabgeordneten die Politik in Aufruhr versetzt. Ein mysteriöser Mord ruft einen ehemaligen BND-Agenten und eine suspendierte Journalistin auf den Plan.

Das Date des Lehrers Max wird in einer Blutlache gefunden und es bleibt nicht der einzige Mann, der die Nacht mit Max nicht überlebt. Natürlich gerät er unter Verdacht, muss irgendwie selbst seine Unschuld beweisen und dem Täter auf die Spur kommen.

Und dann ist da noch eine illustre Freundesgruppe, deren Leben aus schicken Partys besteht, die jäh enden, als einer von ihnen tot aufgefunden wird. Jetzt bricht die Fassade auf und es zeigt sich, was hinter der Fassade der social-media-tauglichen Freundschaft ist.

Der Preis wird am 16. September beim Auftakt des Mordsharz-Festivals in der Remise in Wernigerode verliehen.

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!