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Freude bei Wintersportlern

GZ Plus IconMehr als einen Meter Schnee: Braunlage meldet Rekordzahlen

Das Foto zeigt Skifahrer, die ein leichtes Gefälle hinabrutschen.

Traumhafte Wintersport-Bedingungen mit einem Blick weit ins Land hinein herrschen am Dienstag am Wurmberg. Foto: Eggers

„Endlich Sonne“, haben am Dienstag viele Wintersportler gedacht, die einen traumhaften Skitag im Oberharz genossen. Der Wurmberg meldet gar Rekordzahlen.

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Von Michael Eggers
Dienstag, 10.02.2026, 18:00 Uhr

Braunlage/St. Andreasberg. Am Dienstag zeigte sich der Winter im Oberharz von seiner schönsten Seite. Die Sonne schien, die Pisten waren gut präpariert und in den Skigebieten an Wurmberg, Matthias-Schmidt-Berg und der Rathauswiese herrschten traumhafte Wintersportbedingungen. Da machte das Skifahren gleich viel mehr Spaß.

Das Foto zeigt Skifahrer, die vorsichtig einen Hang hinabfahren.

Insbesondere die steilen Passagen fordern die Wintersportler im größten Skigebiet des Harzes. Foto: Eggers

So viel Schnee durchgehend wie derzeit lag aber auch lange nicht. „Wir hatten den besten Januar überhaupt“, sagt denn auch Fabian Brockschmidt, der Betriebsleiter der Wurmbergseilbahn-Gesellschaft. Während im vergangenen Jahr 22.000 Fahrgäste das Angebot des Seilbahn- und Liftbetreibers nutzten, so waren es in diesem Januar 46.000, also mehr als doppelt so viel.
Das Foto zeigt die Bergstation der Wurmbergseilbahn, den Aussichtsturm und viele Besucher.

Die Sonne über dem Wurmberg sorgt bei Wintersportlern, Wanderern und auch die Seilbahngästen für gute Stimmung. Foto: Eggers

„Wir hatten aber in dieser Wintersaison auch schon 50 Skitage“, sagt der Betriebsleiter. Das sind mehr als in der gesamten vergangenen Wintersaison, da waren es 45. Aber seit Beginn des Jahres liegt ununterbrochen Schnee, zudem gab es auch im Dezember schon einige Tage, an denen Wintersport möglich war. Nach Brockschmidts Planungen kann es so weiter gehen.
Das Foto zeigt vier Leute, die mit einem Sessellift fahren.

Mit dem Vierer-Sessel-Lift geht es vom Hexenritt hinauf zum Gipfel. Foto: Eggers

Mehr als einen Meter Schnee

Und die Wurmbergseilbahn unterstützt auch den Vereinssport. Am Samstag soll der Zwergencup am Hexenritt ausgetragen werden, zudem plant der Niedersächsische Skiverband (NSV) einen Wettbewerb. „Wenn alles gut läuft, können sogar mal wieder die niedersächsischen alpinen Skimeisterschaften am Wurmberg ausgetragen werden“, meint Fabian Brockschmidt. Zuletzt fanden die immer in den Alpen statt.

Das Foto zeigt viele Menschen, die vor einem Kassenhäuschen warten.

Lange nicht so ein Andrang wie am Wochenende, aber dennoch bilden sich auch am Dienstag Schlangen vor den Kassenhäuschen der Wurmbergseilbahn. Foto: Eggers

Dieses Event soll am 7. und 8. März über die Bühne gehen, und der Betriebsleiter ist sich jetzt schon sicher, dass der Slalom kein Problem darstellen dürfte. „Wir haben mehr als einen Meter Schnee auf den Pisten“, erklärt er, und das müsste zumindest im oberen Bereich nicht wegtauen. Anders sehe es beim Riesenslalom aus, bei dem bis ins Tal gefahren wird. Aber auch da ist Fabian Brockschmidt zuversichtlich.
Das Foto zeigt Snowboardfahrer unterhalt eines Aussichtsturms.

Unterhalb des Wurmberg-Aussichtsturms befindet sich der Ziehweg vom Sessellift zur Panoramaabfahrt. Foto: Eggers

Damit die weiße Pracht aber bis in den März hinein am Wurmberg bleibt, soll am heutigen Mittwoch und am morgigen Donnerstag kein Betrieb am Wurmberg sein. „Es ist Regen vorhergesagt, und wenn dann Ski gelaufen wird, leiden die Pisten“, erklärt der Betriebsleiter. Am Wochenende sollen wieder bessere Bedingungen sein, und in der nächsten Woche sind Ferien in den Niederlanden und in Thüringen, da hofft Fabian Brockschmidt auf viele Wintersportler, die am Wurmberg Skilaufen wollen.
Das Foto zeigt Skifahrer auf einer Skipiste.

Auf der Skiwiese am Rathaus hält sich der Andrang am Dienstagvormittag trotz idealer Bedingungen in Grenzen. Foto: Eggers

Gut gelaufen ist die Wintersaison bislang auch am Matthias-Schmidt-Berg in St. Andreasberg. „Vor allem während der Zeugnisferien herrschte großer Andrang“, teilt gestern ein Mitarbeiter mit. Doch der Januar generell sei ein Erfolg gewesen. „So viel Schnee hatten wir lange nicht“, sagte er. Zwar beschneien auch die Alberti-Lift-Betriebe ihre Hänge am Matthias-Schmidt-Berg, aber lange nicht so intensiv wie die Wurmbergseilbahn-Gesellschaft.
Das Foto zeigt einen Snowboardfahrer, der einen Hang hinunterfährt.

Ideale Pistenbedingungen herrschen auch am Matthias-Schmidt-Berg in St. Andreasberg, bei dem es am Dienstag keine Wartezeiten gibt. Foto: Eggers

Lifte laufen nahezu täglich

Damit am 663 Meter hohen Berg Ski gefahren werden kann, ist der Betreiber auf Naturschnee angewiesen, und den gab es zuletzt reichlich. Gestern jedenfalls herrschten auch in St. Andreasberg traumhafte Bedingungen, wenn auch nicht alle der sechs Pisten befahren werden konnten. Vor allem die schwarze Piste wies einige Schneelücken auf. „Da hatten wir Probleme mit dem Wind“, erklärt der Mitarbeiter.

Das Foto zeigt Skifahrer auf einer aufgewühlten Piste.

Wie immer wühlen vorsichtige Ski- und Snowboardfahrer den Einstieg in die Panoramaabfahrt auf. Foto: Eggers

Gestern war nach Auskunft des Geschäftsführers Karsten Otto noch unklar, ob in St. Andreasberg ebenfalls wegen der Regenperiode der Betrieb erst einmal für zwei, drei Tage eingestellt wird. „Wir wollen das noch beraten“, erklärt Otto. Ähnlich wie am Wurmberg will auch am Matthias-Schmidt-Berg der Nachwuchs ein Skirennen austragen. Während in Braunlage der Ski-Club Bad Grund am Samstag den Zwergen-Cup ausrichtet, macht das in der Bergstadt der Ski-Club St. Andreasberg am Sonntag. Ebenfalls seit Jahresbeginn ist auch auf der Rathaus-Skiwiese in Braunlage Wintersport möglich. Seitdem liefen die Lifte nahezu täglich. Am Dienstag herrschten auf der Piste gute Bedingungen, und anders als am Wochenende, gab es so gut wie keine Wartezeiten. Betreiber Sascha Schulze ist denn auch zufrieden. Er hat die Lifte erst zu dieser Saison von der Braunlage-Tourismus-Gesellschaft gepachtet und ist von der Resonanz bisher begeistert. Schulze betreibt auch einen Skiverleih neben dem Hang, „und da haben die Leute während der Zeugnisferien zwei Stunden gewartet, bis sie an die Reihe gekommen sind“, berichtet er. Sascha Schulze will trotz des angekündigten Regens heute und morgen öffnen. „Wir haben eine 40 Zentimeter hohe Schneedecke, die bestens präpariert ist, da dürfte nicht viel passieren“, erklärt er. Die weiteren Skilifte in der Stadt Braunlage in Hohegeiß und Sonnenberg liefen am Dienstag nicht.

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