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Kommentar

GZ Plus IconOrtsrat Wildemann: Ein bisschen ambitionierter, bitte!

Ein Ausdruck der kurzen Tagesordnung des Ortsrates Wildemann.

Seit Ende 2024 hat keine Fraktion im Ortsrat Wildemann mehr Anträge eingebracht. Foto: Skuza

Seit Ende 2024 haben die Fraktionen im Ortsrat Wildemann keinen Antrag mehr eingebracht. Das wird doch wohl ambitionierter gehen, kommentiert GZ-Redakteur Sören Skuza.

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Von Sören Skuza
Samstag, 21.02.2026, 10:00 Uhr

Wildemann. Wie groß war die Empörung in der CDU-Fraktion, als die SPD es gewagt hatte, die Sinnhaftigkeit des Ortsrates infrage zu stellen und dessen Abschaffung ins Gespräch brachte. Die Fraktion der Genossen zog den Antrag wieder zurück, weil auch die anwesenden Bürger gegen die Idee protestiert hatten.

Das war Ende 2024 – und seither das letzte Mal, dass eine der beiden Fraktionen irgendeinen Antrag auf die Tagesordnung gesetzt hätte. Ansonsten nur: Kenntnisnahme hier, Haushaltsreste dort. Der Fairness wegen: Die Einwohnerfragestunden gestalten sich in dem Gremium ausgesprochen produktiv. Aber dafür bräuchte es keinen Rat.

„Ort nach vorn bringen“

Dessen Mitglieder sind schließlich gewählt, „um den eigenen Ort nach vorn zu bringen“, wie es Ortsbürgermeister Arno Schmidt (SPD) in anderem Kontext treffenderweise formuliert hat. Natürlich ist jedem mit ein wenig Sachverstand klar, dass ein Ortsrat nicht die Welt retten, ja nicht einmal die größeren Probleme der Bergstadt lösen kann.

Aber erst gar keine eigenen Ideen in Umlauf zu bringen ändert mit Sicherheit gar nichts. Also bitte in Zukunft ein bisschen ambitionierter an die einzelnen Sitzungen herangehen. In Altenau-Schulenberg klappt es doch auch.

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