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An Heiligabend

GZ Plus IconHarzburg: Was die Gäste im Weihnachtszimmer dieses Jahr erwartet

Anja und Mathias Fuhrmann  aus dem Helferkreis wollen auch in diesem Jahr wieder den Baum für das  Weihnachtszimmer schmücken.

Anja und Mathias Fuhrmann aus dem Helferkreis wollen auch in diesem Jahr wieder den Baum für das Weihnachtszimmer schmücken. Foto: Nachtweyh/Archiv

In Bad Harzburg muss niemand am Heiligabend einsam sein, es gibt schließlich das Weihnachtszimmer. Seit vorigem Jahr mit neuer Crew. Das ist zum 24. Dezember geplant.

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Von Berit Nachtweyh
Samstag, 29.11.2025, 19:45 Uhr

Bad Harzburg. Das Weihnachtsfest ohne das Weihnachtszimmer ist in Bad Harzburg kaum denkbar. Die Veranstaltung unter dem Dach der Caritas im Kolpingheim an der Breiten Straße ist so etwas wie eine Institution, dennoch wäre das Weihnachtszimmer voriges Jahr fast ins Straucheln geraten, weil der ehrenamtliche Helferkreis schlagartig ausgedünnt war. Aber es fanden sich neue Freiwillige, und die meisten davon machen auch in diesem Jahr weiter. Was hat das Organisationsteam um Michael und Yvonne Kaps für den 24. Dezember geplant?

Die Grundstruktur des Weihnachtszimmers bleibt bestehen: Von 15 bis 20 Uhr kann generell jeder, der möchte und speziell jeder, der am Heiligabend nicht allein sein möchte, ins Kolpingheim kommen. Dort gibt es am Nachmittag eine festliche Kaffeetafel und am Abend ein warmes Gericht, dazwischen bleibt Zeit für Geselligkeit und Besinnlichkeit. Es wird einen geschmückten Baum geben, die Weihnachtsgeschichte wird auch vorgelesen. So weit, wie gehabt. „Aber natürlich möchte das neue Team auch eigene Ideen einbringen“, sagt Kerstin Ternedde. Sie ist eine von denjenigen, die den Hilferuf aus dem Weihnachtszimmer im vorigen Jahr gehört hatten.

Es gibt Torten

„Ich kannte das Weihnachtszimmer vorher gar nicht“, gesteht Kerstin Ternedde rückblickend, doch die Idee habe ihr gefallen und an der konkreten Arbeit, obwohl es nicht wenig war, hatte sie unglaublich viel Freude. So muss es wohl auch anderen gegangen sein, denn die neue Organisationscrew habe sich bereits das ganze Jahr über immer mal getroffen. Es sei mit diesem Neustart für die Traditionsveranstaltung mehr als ein „bloßer Arbeitskreis“ entstanden.

Welche Neuerungen planen die Neuen? Zum Beispiel wird zu Kaffee und Tee am Nachmittag ausschließlich Torte serviert, eine Auswahl an Tortengebäck. „Schließlich ist Heiligabend nicht irgendein Tag, da soll es schon etwas Besonderes geben“, so die Überlegung. Die Tortenbäckerinnen im Team seien schon mit Feuereifer dabei, ihre Ideen abzustimmen, weiß Kerstin Ternedde.

Für das Programm würden die Organisatoren gern eine Kindergruppe gewinnen, als Krippenspiel oder als Chor. Noch gibt es keine festen Zusagen. Vielleicht findet sich auch eine musikalische Familie, die den Nachmittag bereichern könnte.
Gäste an einer Kaffeetafel im Weihnachtszimmer unterhalten sich.

Im Kolpingheim stehen an Heiligabend für jedermann die Türen offen. Foto: Raksch/Archiv

Sponsoren willkommen

Aus dem 20-köpfigen Helferkreis werden 15 am Heiligen Abend vor Ort sein, in zwei Schichten. So können die Aufgaben auf möglichst viele Schultern verteilt werden. Arbeit bringt die Vorbereitung und Ausrichtung des Weihnachtszimmers nämlich reichlich mit sich. Vom Verteilen der Plakate, über den Einkauf, das Packen der „Abschiedstütchen“, das Baumschmücken, das Eindecken der Tische bis zur Logistik des Fahrdienstes. Weitere Sponsoren seien im Übrigen auch willkommen, sagt Kerstin Ternedde, denn das Weihnachtszimmer bleibt für die Gäste weiterhin kostenlos.

Anmeldungen werden ab sofort unter der Telefonnummer 0155/66589024 entgegengenommen, auch der Fahrdienst kann unter dieser Nummer bestellt werden. Aus vielen Gesprächen im vorigen Jahr weiß Kerstin Ternedde, dass der Grundgedanke des Weihnachtszimmers vielleicht aktueller denn je ist: „Einsamkeit ist ein großes Thema, nicht nur für ältere Menschen“. Die Tür des Weihnachtszimmers stehe daher jedem offen – mit oder ohne Anmeldung. Eingedeckt werde im Kolpingheim jedenfalls für bis zu 80 Gäste, verrät Kerstin Ternedde.

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