Personeller Wechsel an der Spitze der Goslarer Aidshilfe
Personeller Wechsel bei der Aids-Hilfe (v.l.): Ralf Dorn, Günther Oles, Christian Kosinski, Jutta Pein, Natascha Gorgol und Sabine Brunke vollziehen den Stabwechsel vor der Beratungsstelle. Foto: Privat
Stabwechsel bei Aidshilfe: Geschäftsführerin Jutta Pein hört nach elf Jahren auf. Die GZ verrät, wer ihr Nachfolger ist und was er in Goslar umsetzen will.
Die Nachfolge übernimmt Christian Kosinski. Der 42-jährige Sozialarbeiter war zuvor zehn Jahre in der Sozialberatung eines Industriebetriebs in Salzgitter tätig. Nun will er sich beruflich neu orientieren und stärker in seiner Heimatregion Goslar engagieren. Bereits in der Vergangenheit war Kosinski unter anderem beim Goslarer SC, beim Gewerkschaftsbund sowie im Bündnis gegen Rechtsextremismus aktiv. Zur Aidshilfe gab es immer wieder Berührungspunkte.
Neue Projekte in den Startlöchern
Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung stehen neue Projekte in den Startlöchern. Gleichzeitig muss das Kerngeschäft zuverlässig weitergeführt werden. „Es gibt viel zu tun, jeder Anfang ist herausfordernd“, sagt Kosinski. Er vertraut auf das erfahrene und eingespielte Team der Beratungsstelle: „Ich bin durchaus andere Abläufe und Organisationsstrukturen gewohnt, kann mich hier aber auf die Menschen und den Verein verlassen.“43 Kandidaten nominiert
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Bundesweit befinden sich die Aidshilfen derzeit in einer Phase der Neuorientierung unter dem Dach der Deutschen Aidshilfe. Auch für die Beratungsstelle in Goslar ergeben sich neue Möglichkeiten. „Heute geht es stärker um sexuelle Gesundheit und Selbstbestimmung insgesamt“, erklärt Kosinski. Neben der klassischen HIV-Prävention rücken zunehmend auch andere sexuell übertragbare Infektionen und allgemeine Fragen sexueller Gesundheit in den Fokus.
Für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben
Obwohl HIV aufgrund der medizinischen Fortschritte für viele Menschen weniger präsent erscheine, gebe es weiterhin großen Beratungsbedarf. Viele Menschen seien sich der Übertragungswege anderer sexuell übertragbarer Erkrankungen nicht bewusst oder glaubten, selbst nicht betroffen zu sein. Ziel der Arbeit sei es deshalb, Wissen zu vermitteln und Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben gesund und selbstbestimmt zu gestalten.Vernissage im Mönchehaus
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Kosinski versteht die Beratungsstelle als offenen Anlaufpunkt für alle Interessierten und als Ort, an dem sich Menschen aktiv einbringen können. „Es wird sicher noch etwas dauern, bis ich die Rolle so ausfüllen kann wie meine Vorgängerin“, sagt er, „aber es gibt bereits viele Ideen und Pläne für die Zukunft.“
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