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Wegen eines Ratsbeschlusses

GZ Plus IconOsterfeuer in Hornburg fällt aus: Auf dem Iberg bleibt es dunkel

Große Kompost- oder Grünschnittmiete auf einem offenen, unbefestigten Platz mit kahlen Bäumen im Hintergrund und Häusern am Rand

Das Osterfeuer in Hornburg fällt dieses Jahr aus. Foto: Privat (Archiv, Symbolbild)

Das Osterfeuer in Hornburg wird 2026 nicht stattfinden. Gründe sind bestehende Einschränkungen am Iberg sowie kurzfristig kommunizierte Anforderungen.

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Von Ronja Heinemann
Montag, 23.03.2026, 04:00 Uhr

Hornburg. Das traditionelle Osterfeuer in Hornburg wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Diese Nachricht sorgte bei vielen Bürgern für Enttäuschung, gehört die Veranstaltung doch seit Jahrzehnten fest zum Ortsleben. Die Gründe dafür liegen in einer Kombination aus bestehenden Regelungen, organisatorischen Herausforderungen und kurzfristig kommunizierten Anforderungen.

Um die aktuelle Situation einordnen zu können, lohnt ein Blick zurück: Bereits im Jahr 2003 wurde die Fläche auf dem Iberg nach einer Bürgerbeschwerde überprüft. Wie der allgemeine Stellvertreter des Bürgermeisters, Michael Petrick, erläutert, wurden damals „Funkenflug, Flugasche und die Belästigung durch starken Rauch“ kritisiert. In der Folge beschloss das politische Gremium der Stadt Hornburg, dass dort „kein traditionelles Osterfeuer im Sinne einer Aufschüttung von Brennholz mehr durchgeführt werden darf“.

Ausweichflächen genutzt

In den darauffolgenden Jahren wurde gemeinsam mit den Veranstaltern nach geeigneten Ausweichflächen gesucht. Ziel war es, Standorte zu finden, die sowohl den rechtlichen Anforderungen entsprechen als auch den Charakter eines klassischen Osterfeuers ermöglichen. So konnte die Veranstaltung über Jahre hinweg weiterhin stattfinden, allerdings nicht mehr dauerhaft an einem festen Ort, sondern wechselnd in Randlagen des Ortes.

Nach der Corona-Pandemie kam es dann zu einem konzeptionellen Wandel. Der Veranstalter entschied sich bewusst gegen ein traditionelles Großfeuer und setzte stattdessen auf eine verkleinerte Form. „Es wurde dazu übergegangen Feuertonnen und Feuerschalen zu verwenden“, so Petrick. Damit sollte weiterhin „das Gefühl eines Osterfeuers erreicht werden“, auch wenn sich die äußeren Rahmenbedingungen verändert hatten.

Auch der Veranstaltungsort wurde in dieser Phase neu bewertet. Eine zwischenzeitliche Durchführung in der Ortsmitte habe jedoch gezeigt, dass „dieser Charakter durch die fehlende ländliche Umgebung nicht erreicht werden konnte“.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, die Veranstaltung wieder auf den Iberg zu verlegen – allerdings weiterhin in der angepassten, kleineren Variante. Die Fläche bot aus Sicht der Beteiligten sowohl den gewünschten landschaftlichen Rahmen als auch die notwendige Infrastruktur. „In dieser Art und Weise wurde die Veranstaltung in den letzten Jahren umgesetzt und seitens der Gemeindeverwaltung gestattet“, so Petrick.

Toiletten bereitstellen

Für das diesjährige Osterfeuer habe es laut Gemeinde keine grundlegend neuen Vorgaben gegeben. Vielmehr sei „auf die Durchführung in vereinbarter Art und Weise, unter Verwendung von Feuertonnen und Feuerschalen hingewiesen“ worden. Zusätzlich sei auf die Bereitstellung von Toiletten aufmerksam gemacht worden. Diese Informationen seien dem Veranstalter Anfang März nach Eingang der Veranstaltungsanzeige mitgeteilt worden.

Der Spielmannszug und die Feuerwehr Hornburg kamen nun zu dem Schluss, die Veranstaltung abzusagen. In ihrer Mitteilung heißt es: „Das traditionelle Osterfeuer am bisherigen Veranstaltungsplatz auf dem Iberg wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Ein anderer Platz lässt sich kurzfristig leider auch nicht finden.“

Als entscheidend nennen die Organisatoren unter anderem die bestehenden Einschränkungen am Standort. „Ein großes, klassisches Osterfeuer ist dort somit nicht zulässig“, heißt es mit Verweis auf den Ratsbeschluss. Zudem hätten Beschwerden aus der Vergangenheit – etwa wegen „wildurinieren, oder zu späte Ascheentsorgung“ – zu zusätzlichen Anforderungen geführt.

Vor allem der Zeitpunkt der Kommunikation habe die Planung erschwert. „Durch die sehr kurzfristige Bekanntgabe der weiteren Auflagen ist es nicht mehr möglich, die Veranstaltung entsprechend umzuplanen“, erklären die Veranstalter. Auch Ortsbrandmeister Wolfgang Hesse bestätigt, dass insbesondere die erst kürzlich konkretisierten Anforderungen, etwa zur Toilettenbereitstellung, eine Rolle gespielt hätten. Gleichzeitig sei deutlich geworden, dass es „kein größeres Lagerfeuer werden“ könne wie im vergangenen Jahr.

Entscheidung schwergefallen

Unter diesen Umständen sei eine kurzfristige Umorganisation nicht mehr realisierbar gewesen. Die Entscheidung zur Absage sei daher gefallen, auch wenn sie schwergefallen sei: „Das Osterfeuer hat über viele Jahre hinweg eine feste Tradition im Ort und zieht zahlreiche Besucherinnen und Besucher an“, betonen die Organisatoren.

Für die Zukunft zeigen sich beide Seiten gesprächsbereit. Die Feuerwehr hofft, gemeinsam mit der Gemeinde eine tragfähige Lösung zu finden. Auch die Verwaltung signalisiert Unterstützung: Man stehe „zur Unterstützung und zur Erarbeitung einer Lösung bereit“, um die Durchführung eines Osterfeuers in Hornburg künftig wieder zu ermöglichen.

Fest steht: In diesem Jahr bleibt es in Hornburg zu Ostern ohne das gewohnte Feuer – die Suche nach einer langfristigen Lösung soll nun in Ruhe angegangen werden.

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